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info DE | € 3,00 love Brügge Fremdenführer | 2010 Flandern, Belgien der offizielle stadtfuhrer www.brugge.be/touri

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| € 3,00

love Brügge

Fremdenführer | 2010

Flandern, Belgien

der offizielle stadtfuhrer

www.brugge.be/tourismus

Inhaltsverzeichnis VORWORT » 1

Willkommen in der Weltkulturerbestadt Brügge

10 UNWIDERSTEHLICHE BRÜGGER KLASSIKER! » 2 NEU SEIT 2010: BRUGGE CITY CARD » 6 STADTFESTIVAL BRÜGGE ZENTRAL » 8 Van Eyck bis Dürer » 10 Luc Tuymans: ein Blick auf Zentraleuropa » 12

BESONDERE VERANSTALTUNGEN 2010 » 18 STADTWANDERUNGEN » 24 Brügge, stolze Welkulturerbestadt » 24 Brügge: mit B wie Burgund » 34 Ein Bummel durch das stille Brügge » 44

INTERVIEWS » 54 Die magische Anziehungskraft von Brügge » 54 Scheinwerfer auf Mitteleuropa » 62 Brügge, herausfordernd, überraschend, verführerisch » 70 Flämische Primitive mit Geschmack » 78 Brügge, fahrradfreundliche Stadt » 86

UNTERWEGS IN BRÜGGE – UNGEMEIN PRAKTISCH » 94 Brügger Museen » 96 Sehenswürdigkeiten » 106 Entdecken Sie Brügge, zu Fuß, mit dem Boot, der Kutsche, Minibus oder Heißluftballon » 110 Ausgehen in Brügge » 112 Fahrradvermietung » 114 Radtouren mit Führer » 116 Brügge für Kinder » 118 Machen Sie noch mehr aus Ihrem Brüggeaufenthalt » 122 Das Brügger Umland » 123 Ein Ausflug ans Meer » 127 Auf den Spuren des 1. Weltkriegs » 130 Sonstige » 133

PRAKTISCHE INFORMATIONEN » 134

Sie sind außergewöhnlich, aber es gibt Stätten, die sich aller Sinne bemächtigen, die einem unter die Haut gehen. Brügge ist so eine einmalige Stätte. Geprägt von Kultur und Kunst, kosmopolitisch und ungeheuer burgundisch, aber auch mysteriös mittelalterlich. Während man durch die mittelalterlichen Straßen schlendert (die gesamte Innenstadt ist Weltkulturerbe) oder entlang den stimmungsvollen Grachten und den grünen Festungsanlagen flaniert, kann man sich in die Geheimnis umwobene Eleganz nur hoffnungslos verlieben. Und im Winter muten die gewundenen Sträßchen mit Kopfsteinpflaster und die Kanäle im Nebel noch poetischer an. Als warte die Stadt nur darauf, dass es dunkel wird, um sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Brügge mag zwar mit einem Bein in der Vergangenheit stehen, aber die Stadt hegt ihre Zukunft und investiert energisch in Kultur und Architektur. Die städtischen Museen beherbergen sowohl die alten flämischen Meister als auch Kunst von heute. Mitreißende Kulturereignisse versetzen die Stadt das ganze Jahr über in Verzückung. In diesem Jahr nimmt „Brügge Zentral“ (siehe Seite 8) alle Aufmerksamkeit in Anspruch. Dieses kulturelle Großereignis wartet dann auch mit zwei anspruchsvollen Ausstellungen auf. ‚Van Eyck bis Dürer’ und ‚Luc Tuymans: ein Blick auf Zentraleuropa‘. Tuymans, einer der weltweit führenden Künstler der Gegenwart, regte diese außergewöhnliche Zusammenstellung von bildenden Künsten an und hauchte ihr die Seele ein. Und Dank der Brugge City Card (siehe Seite 6) können Sie all das Schöne zum Sonderpreis entdecken! Mit diesem praktischen brandneuen Stadtpass haben Sie freien Eintritt zu zahlreichen Attraktionen, Museen und Sehenswürdigkeiten in und rund um Brügge oder bekommen Sie einen Rabatt. Praktisch und preisgünstig! Die lukullischen Freuden Brügges entdecken Sie in den zahlreichen kleinen und großen Restaurants, von altehrwürdigen, dunkel getäfelten Gaststuben über Edelkneipen bis hin zu renommierten Sternerestaurants. Die Einwohner von Brügge wissen seit Jahrhunderten, was gut ist. Sinn nach mehr? w Dieser Brügge-Führer soll Ihnen als Leitfaden dienen, D damit Sie sich in all der Vielfalt nicht verlieren. d Zusammen mit unseren Mitbürger wünschen wir Ihnen Z einen traumhaften Aufenthalt! e

STRASSENVERZEICHNIS » 136 LEGENDE » 139 PLANE » 141

Jean-Marie Bogaert, Stadtverordneter für Tourismus 3 Patrick Moenaert, Bürgermeister

10 unwiderstehliche Brügger Klassiker! > 03

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DIE „FLÄMISCHEN PRIMITIVEN“, WELTBERÜHMTE KUNST IN BRÜGGE (mehr auf Seite 62) Die einzigartige, weltberühmte Sammlung von Werken altflämischer Meister in der Stadt bewundern, wo sie geschaffen wurden. Oder doch lieber Neuland betretende moderne Kunst, bewegende Volksromantik oder majestätische Stadtpalais? In den Brügger Museen finden Sie, was Ihr Herz begehrt.

2 DIE BRÜGGER GRACHTEN: DIE BLUTBAHNEN DER STADT Erleben Sie die Stadt, wie es schon viele vor Jahrhunderten vor Ihnen taten. Bei der Fahrt auf den hier

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„Reien“ genannten Kanälen, die wie Blutbahnen die Stadt durchziehen, entdecken Sie versteckte Gärten, malerische Brücken und wunderschöne Stillleben. Es scheint fast unmöglich, aber die schönsten Brügger Eckchen gewinnen noch an Reiz, wenn man sie vom Wasser aus bewundert. 3 BEGINENHOF UND MINNEWATER, VERTRÄUMTE SCHÖNHEIT Manche Eckchen sind so schön, dass man ganz still wird. Der Beginenhof ist solch ein Ort, wo man schweigsam umhergeht, weil man die Unberührtheit fast nicht in Worte fassen kann. Nehmen Sie sich also die Zeit, und verweilen

Sie auch am romantischen Minnewater, um dieses jahrhundertealte Bild zu genießen. 4 DIE ALTEHRWÜRDIGE SILHOUETTE DER TÜRME VON BRÜGGE: LIEBFRAUENKIRCHE, BELFRIED UND ST.-SALVATORKATHEDRALE Diese drei Türme prägen, jeder auf seine Art, die „Skyline“ von Brügge. Der stattliche Belfried ist seit Jahrhunderten das stolze Symbol der Brügger Unabhängigkeit und bietet nach einem strammen Aufstieg ein unvergessliches Panorama. Der Backsteinturm der Liebfrauenkirche, der höchste in Europa, illustriert das handwerkliche Können der Brügger Bauhandwerker. Der Turm der St.-Salvatorkathedrale wurde jüngstens vollständig restauriert.

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5 BURG UND RATHAUS, ZEUGEN MITTELALTERLICHEN REICHTUMS (mehr auf Seite 28) Die Burg ist einer der schönsten Plätze der Stadt. Im Rathaus aus dem 14. Jahrhundert, eines der ältesten der Niederlande, wird Brügge seit über 600 Jahren verwaltet. All die Zeit beherrschte dieses geschichtsträchtige Gebäude den imponierenden Platz. Nirgendwo erwacht der Reichtum Brügges so zum Leben. 3

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6 STIFTUNGSHÄUSER, WOHLTÄTIGKEIT IN STEIN (mehr auf Seite 30) Kleine Dörfer in der Stadt. So kann man vielleicht am besten diese mittelalterlichen Sozialsiedlungen beschreiben. Vor vielen Jahrhunderten wurden sie zu wohltätigen Zwecken erbaut. Mit ihren malerischen Gärten und weiß gekalkten Fassaden sind sie auch heute noch ein Ort der Ruhe schlechthin. 7 BRÜGGER STADTFESTIVALS, EINE STIMMUNG DIE ANSTECKT Von der alten Musik des MAfestivals und den Klängen aus aller Welt des Brugges Festivals über das rocken-

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de Cactusfestival und das swingende Klinkers bis zu den unvergesslichen Filmerlebnissen von Cinema Novo. Die Brügger Stadtfestivals sorgen das ganze Jahr über für eine herrliche, ansteckende und abwechslungsreiche Stimmung, die einen unweigerlich mitreißt. 8 WELTHAUPTSTADT DER SCHOKOLADE (mehr auf Seite 78) Mit seinen 49 Pralinengeschäften, dem Schokoladenmuseum Choco-Story, den Schokoladenwanderungen und der Schokoladenmesse ist Brügge die Welthauptstadt der Schokolade.

Etwas, das Sie eigentlich durch Kostproben entdecken müssen. 9 BRÜGGER KULTURTEMPEL, KULTUR MIT EINEM GROSSEN „K“ (mehr auf Seite 112) In Brügge erleben Sie Kultur unter den besten Voraussetzungen. Ob Sie sich nur für eine Oper im modernen Concertgebouw oder eine bahnbrechende Performance im imponierenden Theater entscheiden (nicht durch Zufall eines der am besten erhaltenen Stadttheater in Europa) immer geschieht dies in einem außergewöhnlichen Rahmen.

10 LISSEWEGE, EINES DER SCHÖNSTEN DÖRFER FLANDERNS (mehr auf Seite 123) Ein paar Kilometer mit dem Fahrrad von Brügge entfernt finden Sie das schöne Polderdorf Lissewege. Mit dem liebenswürdigen Kanal, der renommierten Abtei Ter Doest, den weißen Polderhäusern, dem imposanten Kirchturm und den ausgedehnte Weiden wurde es nicht durch Zufall zu einem der schönsten Dörfer Flanderns ernannt.

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Neu seit 2010: Brugge City Card 48h 72h Rabatte noch und nöcher! Brügge zum Freundschaftspreis entdecken? Mit der Brugge City Card, ihrem äußerst vorteilhaften Stadtpass, gibt es einen Rabatt nach dem andern, und zahlreiche Brügger Attraktionen sind sogar völlig gratis! Bequem und preiswert und ihre fantastische Chance, über € 200,00 zu sparen!

Das ist st Ihr Gewinn! » Freier Eintritt zu 24 Brügger Museen und Sehenswürdigkeiten! Ein ansehnlicher Rabatt in den Museumshops! » Gratisrundfahrt auf den Kanälen (1.3. > 15.11.) oder Gratisrundfahrt mit dem City Tour Minibus (16.11. > 28.2.)!

WIE FUNKTIONIERT DAS? Sie wählen selbst die Gültigkeitsdauer Ihrer Brugge City Card: 48 oder 72 Std. Ab Seite 96 finden Sie eine detaillierte Übersicht mit allen Museen, Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in und rund um Brügge. Sehen Sie das Zeichen , dann haben Sie mit der Brugge City Card freien Eintritt, bedeutet, dass Sie einen gehörigen Rabatt bekommen auf den Einzelpreis bekommen. In dem kostenlosen Monatsmagazin [email protected] finden Sie darüber hinaus eine praktische Liste aller Veranstaltungen, die Sie mit der Brugge City Card besonders günstig besuchen können. Bei der ersten Benutzung wird die Brugge City Card automatisch aktiviert. Ist die Geltungszeit abgelaufen, verfällt die Karte. Sie können jede Attraktion nur einmal besuchen. Berücksichtigen Sie, dass Montags viele Museen geschlossen sind, und dass Sie bei einigen Attraktionen Ihre Brugge City Card nur während bestimmter Uhrzeiten benutzen können. CITY CARD

» Mindestens 25% Rabatt auf ergreifende Konzerte, Tanzund Theatervorstellungen! » Mindestens 25% Rabatt auf Ihr Leihfahrrad! » Mindestens 25% Rabatt auf Ihren Stellplatz im Parkhaus! » Mindestens 25% Rabatt beim Besuch von diversen Museen, Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in der Umgebung von Brügge. » € 5,00 anstelle von € 12,00 für einen Dreitagepass von De Lijn, gültig für alle Bus- und Straßenbahnlinien in ganz Flandern!

UND DER PREIS? = € 33,00

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= € 38,00 WO KANN MAN SIE BEKOMMEN? Gehen Sie in das Informationsbüro im Bahnhof oder im [Concertgebouw], oder bestellen Sie Ihre City Card via www.bruggecitycard.be.

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Die beiden Hauptpfeiler von Brügge Zentral sind die kunsthistorische Ausstellung „Van Eyck bis Dürer“ und der Gegenwartskunst-Parcours „Luc Tuymans: ein Blick auf Zentraleuropa“. Zudem wartet Brügge Zentral mit einem abwechslungsreichen Angebot an Ausstellungen, Events, Filmen, Podiumskünsten und Konzerten auf. Von einem Konzert von Goran Bregovic und seiner Wedding & Funeral Band über einen poetischen Rundgang mit Feuerinstallationen bis hin zu einer Auswahl mitteleuropäischer Künstler wie der französisch-ungarische Choreograph Josef Nadj, der polnische Künstler Pawel Althamer und der litauische Komponist und Carillonneur Giedrius Kuprevičius. Eins ist deutlich: vier Monate lang geben sich Künstler, Musiker, Schauspieler und Designer aus dem Osten in Brügge ein großes Stelldichein. » 18.09.2010 - 30.01.2011, www.bruggezentral.be

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Dieses großartig angelegte Stadtfestival steht ganz im Zeichen von Mitteleuropa. Nach dem Fall der Mauer im Jahre 1989 entstand zwischen Ost und West eine völlig neue Interaktion. Sowohl in strategischer als auch in politischer, wirtschaftlicher und touristischer Hinsicht, bis hin in unser Alltagsleben. Flandern verbinden bereits seit vielen Jahren enge Bande mit diesem Osten. Das Brügger Kulturerbe hat dafür viele schöne Zeugen, Brügge Zentral führt sie ausgiebig vor. Auch der künstlerischen Interaktion, die ein halbes Jahrhundert lang brach lag und nun wieder in Gang kommt, schenkt dieses Festival volle Aufmerksamkeit.

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Brügge Zentral Stadtfestival 2010

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Van Eyck bis Dürer Diese kunsthistorische Ausstellung vermittelt einen Überblick über den Einfluss der alten flämischen Meister im Heiligen Römischen Reich. Die künstlerischen und technischen Fertigkeiten der alten flämischen Meister wie die der Brüder Van Eyck und von Rogier van der Weyden verbreiteten sich in Europa in Windeseile. Von Spanien, Portugal, Südfrankreich und Italien über Deutschland, Österreich, Ungarn und Transsylvanien bis hin nach Polen und in die baltischen Staaten. Jahrelang beeinflusste die

flämische Kunst die Malerei, die Bildhauerei und die Miniaturmalerei in ganz Europa. Die Ausstellung „Van Eyck bis Dürer“ konzentriert sich auf den Osten und zeigt auf, wie die Werke der „Flämischen Primitiven“ die dortigen Künstler und das frühe Werk von Dürer inspirierten. Neben einer schönen Auswahl von Gemälden, zeigt die Ausstellung auch Bildhauerarbeiten, frühe Drucke und Miniaturen. (siehe auch S. 62)

BRÜGGE ZENTRAL PRAKTISCH

29.10.2010 30.01.2011 GROENINGEMUSEUM

TICKETS > Online via www.bruggezentral.be (ab März 2010), an den Museums-

kassen während der Öffnungszeiten, bei [Concertgebouw] (täglich 10.00-18.00 Uhr) und telefonisch bei Toerisme Brugge (ab März 2010) sowie bei einigen Hotels. VAN EYCK BIS DÜRER > 29. Oktober 2010 – 30. Januar 2011, Groeningemuseum LUC TUYMANS: EIN BLICK AUF ZENTRALEUROPA > 22. Oktober 2010 – 23. Januar 2011, Arentshuis, Stadthallen, Priesterseminar, Memling in Sint-Jan Hospitaalmuseum, Forum + [Concertgebouw] PREIS > € 11,00; 65+: € 9,00; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 1,00: Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Brugge City Card: gratis CITY CARD

WWW.BRUGGEZENTRAL.BE

STADTFESTIVAL 2010

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Deimantas Narkevicius – ‘Revisiting Solaris’, 2007 Courtesy: Jan Mot, Brussel

Luc Tuymans

Ein Blick auf

Zentral Bruno Schulz – ‘Three men kneeling in front of a naked woman with a whip’, 1920 Courtesy: Museum of Literature, Warsaw

Luc Tuymans: ein Blick auf Zentraleuropa Luc Tuymans (1958, Antwerpen) ist einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart und genießt als zeitgenössischer Maler hohes Ansehen. Somit sind seine Werke auch in internationalen Museen zu finden. Auf seinem modernen und eigensinnigen künstlerischem Parcours durch die Brügger Innenstadt erteilt er dreißig Künstlern aus Polen, Ostdeutschland, Tschechien, Serbien, Albanien, Slowenien, Estland und Lettland das Wort. Sie stellen ihre Vision der Gesellschaft zur Schau und gehen dabei auch Themen wie Geschichte, Trauma und Gewalt – auch in Tuymans Werk immer unterschwellig anwesend – nicht aus dem Weg. In eindringlicher Weise beleuchten ihre Kunstwerke das reiche 12

Kunsterbe Brügges und das ihrer eigenen Heimat. Tuymans international geachteten Kollegen wie Deimantas Narkevicius, Takashi Murakami und Pawel Buchler stehen einträchtig neben Künstlern aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wie Alina Szapocznikow, Bruno Schulz und Andrzej Wróblewski. Auch die Installationen und Skulpturen von Miroslaw Balka sind markant präsent, ebenso wie die Ostdeutschen Katharina Fritsch, Gerhard Richter und Neo Rauch und zum Beispiel auch die Selbstverspottung von Andreas Slominski und Pawel Althamer. Alles zusammen Künstler, die sowohl in der Vergangenheit als auch heute die künstlerische Landschaft im eigenen Land und weit darüber hinaus geprägt haben. (siehe auch S. 14)

Ausstellung

22.10.2010 23.01.2011 FORUM+ [CONCERTGEBOUW]

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STADTFESTIVAL 2010 13

> Identikit Name: Luc Tuymans Geboren: 14. Juni 1958 in Mortsel Er ist der erfolgreichste Maler in Belgien von heute, bekam als erster eine Ausstellung mit einer Übersicht seines Werks in der Londoner Tate Gallery und wurde für die Documenta in Kassel und die Venediger Biennale auserwählt.

Miroslaw Balka – ‘Nothere’, 2008 Courtesy: White Cube, London – Photo: Todd-White Art Photography

Brügge Zentral Auf den Spuren von Jan van Eyck Geert Van der Speeten (1961) ist Kulturredakteur beim De Standaard, der anspruchsvollen Tageszeitung in Flandern. Er schreibt unter anderem zu Themen wie Kunst, Architektur und Oper.

Alle fünf Jahre hisst Brügge alle Segel für ein großes Kulturfestival. In den Fußstapfen von Jan van Eyck ist 2010 der Blick ganz auf Mitteleuropa gerichtet. Luc Tuymans, einer der großen Namen der modernen Kunst in Flandern, prüft die geographischen Bande auf ihren Aktualitätswert. Er ist der artist in residence des Festivals.

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Luc Tuymans Kalender ist randvoll mit Terminen, die ihn von Osten nach Westen rund um den ganzen Globus führen. Ende 2009 startete eine Amerikatour-

das Festival geht sehr professionell vor”, sagt Tuymans. „Darüber hinaus darf ich eine starke inhaltliche Linie durchziehen und kann ein breites

„Brügge ist eine Idylle. Dem stelle ich eine Stadt wie Warschau gegenüber.“ nee mit einer Auswahl seiner jüngsten Werke. In Brüssel fand The State of things statt, eine Ausstellung über moderne Kunst aus China und Belgien, die Luc Tuymans gemeinsam mit seinem Kollegen Ai Wei Wei zusammenstellte. Warum wird ein Künstler Kurator? Weil er nun einmal in der Kulturdebatte gerne mitreden will und Herausforderungen liebt, lässt sich Tuymans des Öfteren dazu verleiten, auf die Seite der Veranstalter überzuwechseln. So auch in Brügge, wo er seinen Stempel dem Festival Brügge Zentral aufdrückt. „Das Angebot war verlockend, das Budget stand schnell bereit, und

Netzwerk ansprechen. Was will man noch mehr?”

Brügge als Underdog Die öffentliche Rolle, die Tuymans als Künstler übernimmt - wir dürfen dahinter ruhig einen Hauch Idealismus vermuten. „In der Welt der Kunst kommt jetzt eine gut ausgebildete Generation Kuratoren zum Zug. Sie lenken vor allem die Aufmerksamkeit auf sich selbst. Die Kunst scheint sich hinter die Mauern der subventionierten Einrichtungen zurückzuziehen. Die Institution ‚Museum’ zu retten, indem sie wieder zu ei-

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zu beschränken, wie z. B. das Cliché der polnischen Gastarbeiter, die hierher kommen, um Arbeit zu finden. Wir bringen auch nicht Tradition und Herkunft durcheinander. Deshalb taucht unter den teilnehmenden Künstlern zum Bei-

alten flämischen Meister aber gleichzeitig auch der Beginn der Renaissance. Dürer soll das erste wirkliche Selbstporträt gemalt haben. Tuymans hegt für van Eyck eine tiefe Bewunderung. „Er ist der bedeutendste

„Jan van Eyck erreichte die Perfektion. Äußerst traumatisierend für Maler von heute.“

Neo Rauch – ‘Die Aufnahme’, 2008 Courtesy: David Zwirner, New York and Galerie Eigen + Art, Berlin/Leipzig

nem öffentlichen Ort gemacht werden, wird eine der Aufgaben sein.” Als Underdog der aktuellen Welt der Kunst kann Brügge da eine besondere Rolle spielen, meint Tuymans. „Das Band, das die Stadt mit der moderne Kunst verbindet wird stärker”, sagt er. „Einmalige Aktionen, aber auch Festivals, bei denen eine schöne Musterkarte geboten wird, können helfen, den entscheidenden Anstoß in die gute Richtung zu geben.”

Idylle Brügge als touristischer Anziehungspol und geschütztes Kulturerbe, das findet Tuymans faszinierend. „Es ist eine Idylle, eine Stadt, die selbst nicht überflogen werden darf. Als Gegen-

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Alina Szapocznikow – ‘Shirt, a Requiem for the Bottom’, 1971 Courtesy: Galerie Isabella Czarnowska, Berlin; Private Collection, Switzerland; Piotr Stanislawski, ADAGP, Paris – Photo: Dietmar Linke

pol will ich dem in Brügge Zentral Warschau gegenüberstellen, die polnische Hauptstadt, die im Laufe der Geschichte dreimal schwer zerstört wurde.”

Modernismus Für die Ausstellung arbeitet Tuymans eng zusammen mit mitteleuropäischen Künstlern wie dem Polen Miroslaw Balka. Er will vor allem zeigen, „dass es in Mitteleuropa fesselnde Missverständnisse über die eigene Kulturgeschichte gibt, die noch nicht einmal so hinter unserer Periode des Modernismus herhinkt”. Von Warschau bis nach Zagreb gibt es eine blühende Kunstszene. Tuymans will die stereotype Sichtweise durchbrechen. „Wir probieren nicht, die Identität Mitteleuropas auf eine Handvoll Clichés

spiel auch der amerikanische Sensationsfotograf Weegee auf, ein polnischer Immigrant.” Die Ausstellung folgt einem gewundenen Parcours in der Stadt. Er führt entlang den fünf „Inseln von Bedeutung”: dem Priesterseminar, dem Belfried, dem Arentshuis, dem St.Janshospital und dem Concertgebouw (Konzertgebäude). Es wird auch Konzerte, Theater- und Tanzaufführungen und ein gesondertes Filmprogramm geben mit dem mitteleuropäischen Zeichentrickfilm als Blickfänger.

Hommage Das alle fünf Jahr stattfindende Kulturfest muss für Brügge ein Stadtfestival sein, aber auch Besucher aus dem Ausland anziehen. Das historische Thema wird jedes Mal sorgfältig gewählt. Die Ausstellung „Van Eyck bis Dürer” untersucht, welche Auswirkungen die Kunst der Niederlande in der Zeit von 1420-1520 auf das östliche Europa hatte. Am Ende steht Albrecht Dürers Reise im Jahr 1520, eine Hommage an die

Maler der westlichen Kulturgeschichte. Hinter seinem augenscheinlich bescheidenem Motto Als ic can (Wie ich es vermag) verbargen sich die scheußlichsten Ambitionen. Der Grad an Perfektion, den er erreichte, ist für Leute vom Fach äußerst traumatisierend (er lacht).” „Sein Realismus war von ganz besonderer Art. Er verschaffte der Natur mehr Raum. Jan van Eyck befreite das Bild der Wirklichkeit vom traditionellen, christlichen Mimetismus.” Vielleicht ist es an der Zeit, das Bild der belgischen Kunst erneut in Augenschein zu nehmen, meint Tuymans. „Die Einordnung der belgischen Kunst bewegt sich derzeitig ziemlich einseitig in der Tradition des Grotesken und des Surrealistischen. So betrachtet, passt der nüchterne van Eyck nicht in diese Geschichte. Vielleicht, weil seine Codes heute nur noch schwer zu knacken sind. Und doch muss gerade van Eyck als eine der für unsere Kunst einflussreichsten Persönlichkeiten angesehen werden.”

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Besondere Veranstaltungen 2010 > 01

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Wo kann man sich mit den Einwohnern von Brügge besser verbrüdern als bei einer der vielen Veranstaltungen, bei der die ganze Stadt auf den Beinen ist, und die Stimmung alle mit sich reißt?

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POESIE IN DOPPELZEIT. EINE KLEINE, KNISTERNDE REVOLUTION 23. Januar - 23. Mai 2010 Historische Plätze im Sint-Annawijk bilden den Dekor für Poesie und bildende Kunst. Guido Gezelle, der Vater der experimentellen niederländischsprachigen Poesie, inspirierte die erste Ausgabe dieses Poesiefestivals, das Poesie aus dem 19. und 20. Jahrhundert zusammenträgt. Visuelle und auditive Entdeckungen in Hülle und Fülle! www.dubbeltijd.be

Im Monatsmagazin [email protected], dass Sie gratis in den Informationsbüros im Concertgebouw und im Bahnhof erhalten, finden Sie einen ausführlichen Veranstaltungskalender.

Mit der Brugge City Card erleben Sie zahlreiche Ereignisse gratis oder bekommen mindestens 25% Rabatt auf ergreifende Konzerte, Tanz- und Theatervorstellungen! Mehr dazu auf Seite 6.

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COME ON! ACTION! 12. - 23. Februar 2010 In dieser ersten Edition von Come On! lautet Action! die Lösung. Musik, Klang, Tanz und Musiktheater entstehen an Ort und Stelle,

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aus dem Augenblick heraus. Eine Herausforderung, die besondere Spannung schafft und das Kunsterfahren noch intensiver macht. Ausführende und Publikum sitzen zusammen auf der Stuhlkante. www.concertgebouw.be 3

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CHOCOLADEMARKT 13. und 14. Februar 2010 Chocoholics wissen inzwischen, dass die Brügger Schokoladengilde Schokoladenfeste wie sonst keiner auf die Beine stellen kann. Zum zweiten Mal verwöhnen namhafte Brügger Chocolatiers Ihre Geschmackspapillen zwei Tage lang mit Kreationen, nach denen Sie sich die Finger lecken. www.brugge.be/winter

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BOCCHERINI 4. - 6. Juni 2010

4 AIRBAG 8. - 29. Mai 2010 Dass das Akkordeon wieder angesagt ist, werden Sie spätestens auf diesem sprühenden Musikfestival erfahren, das Spieler wie auch Liebhaber zu begeistern weiß. Fast einen Monat lang darf Brügge sich selbst zur Akkordeonmetropole ausrufen. www.ccbrugge.be

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5 HEILIG-BLUTPROZESSION 13. Mai 2010 Seit Jahrhunderten werden bei dieser volkstümlichen Stadtprozession Szenen aus dem Alten und Neuen Testament dargestellt. Die Heilig-Blut-Prozession geht zurück auf das Jahr 1291. www.brugge.be

7 ZANDFEESTEN 4. Juli, 1. August, 26. September 2010 Dieser riesige Floh- und Antiquitätenmarkt ist mit den Jahren zu einem internationalen Begriff geworden. Ein Publikumsmagnet, der passionierte Sammler wie auch interessierte Ausflügler in Versuchung führt. www.brugge.be

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Eine Woche lang kommt das reichhaltige Werk des Cellovirtuosen und Kammermusikkomponisten Luigi Boccherini (1743-1805) ausführlich zu Ehren. Internationale Musiker bieten eine Auswahl musikalischer Entdeckungen und unbekannter Werke. www.concertgebouw.be

8 CACTUSFESTIVAL 8., 9. und 10. Juli 2010 Dieses stimmungsvolle Musikfestival unter freiem Himmel serviert einen erfolgreichen Cocktail aus Rock, Reggae und Weltmusik mit einem Hauch Tanz. Große Namen wechseln ab mit stürmischen jungen Talenten, und die ansteckenden Rhythmen versetzen den Minnewaterpark, wo das Festival fest etabliert ist, in helle Aufruhr. www.cactusfestival.be 9 KLINKERS 23. Juli - 7. August 2010 Mit seinen vielen kostenlosen Konzerten an zahlreichen unvergesslichen Orten, vereinnahmt dieses moderne, abwechslungs-

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reiche Musikfestival die ganze Brügger Innenstadt. Der Sommer in Brügge klingt fantastisch! www.klinkers-brugge.be 10 MAFESTIVAL 6. - 15. August 2010 Dieses renommierte Festival für alte Musik bringt es zum 47. Mal fertig, die Weltspitze in Brügge zu versammeln. Die Musiker ertasten zusammen die Grenzen der historischen Stücke und verstehen es, mit ihren faszinierenden Kreuzbestäubungen die Jahrhunderte zu überlappen. www.mafestival.be

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BIERFESTIVAL 11. und 12. September 2010 Brügge verdankt seinen guten Ruf im Bierland Belgien seiner langen Brauerei- und Kneipentradition. Daher ist es nur logisch, dass man hier auf dem alljährlichen Bierfestival mit allen obergärigen belgischen Bieren Bekanntschaft macht. Da wird beschaut, berochen und sehr viel probiert! www.brugsbierfestival.be

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JAZZ BRUGGE 30. September - 3. Oktober 2010 Dieses berühmte Festival wartet zum fünften Mal ganz nobel auf mit europäischem Jazz bester Qualität. Dieses Jahr ist Zentraleuropa an der Reihe. Das bedeutet vier Tage

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voller Konzerte, Jamsessions und damit verbundenen Aktivitäten. www.dewerf.be 13

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LUC TUYMANS: EIN BLICK AUF ZENTRALEUROPA 22. Oktober 2010 - 23. Januar 2011 Luc Tuymans, der allgemein als einer der weltweit führenden Künstler der Gegenwart gilt, regte dieses außergewöhnliche Programm an, das bildende und Podiumskünste kredenzt, und hauchte ihm die Seele ein. Mehr auf Seite 12. www.bruggezentral.be

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VAN EYCK BIS DÜRER 29. Oktober 2010 - 30. Januar 2011 Jan van Eyck und Albrecht Dürer waren in der Zeit von 1390 bis 1528 die großen Meister, zwei Titanen, die während der Wende der westlichen Kunstgeschichte regierten. Das Groeningemuseum bringt sie zusammen, stellt ihre bekannten und weniger bekannten Zeitgenossen vor und wartet auf mit Gemälden, Skulpturen, Handschriften, Zeichnungen und Drucken. Mehr auf Seite 10. www.bruggezentral.be

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DECEMBER DANCE 1. - 12. Dezember 2010 Das internationale Ballettfestival December Dance findet auf verschiedenen Bühnen in Brügge statt. Im Brennpunkt steht die moderne Ballettszene mit Berühmtheiten aus der ganzen Welt und jungen Nachwuchskünstlern. www.decemberdance.be

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» START [Concertgebouw], ‘t Zand » KILOMETER 3 km » ENDE Das ehemalige St.-Janshospital

Brügge, stolze Weltkulturerbestadt

Brügge ist zu Recht stolz darauf, zum Weltkulturerbe zu gehören, und die Stadt lässt die Zukunft daran teilhaben! Dieser Weg führt Sie vorbei an weltberühmten Aussichten, turmhohen Bauwerken und jahrhunderte alten Stätten, aufgefrischt mit modernen Bauten. Mit einem Fuß im Mittelalter, mit dem anderen trittsicher in der Gegenwart. Unbedingt all denen zu empfehlen, die zum ersten Mal in Brügge sind, und sofort das Herz der Stadt entdecken wollen. Halten Sie den Photoapparat parat! 24

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Von ’t Zand zum Simon Stevinplein

Der Markt und die Burg

Diese Wanderung startet am Informationsbüro [Concertgebouw]. ’t Zand wird beherrscht von einem modernen Bau mit großer Anziehungskraft, dem neuen Concertgebouw 13 . Damit will die Weltkulturerbestadt Brügge sofort klarstellen, dass sie die Zukunft nicht fürchtet. Ganz oben in diesem Kulturtempel befindet sich das Forum+ 42 , wo man neben aktuellen bildenden Künsten auch einen schönen Ausblick präsentiert bekommt. Schauen Sie auch bei [Concertgebouw] im Erdgeschoss rein, dort finden Sie nicht nur viele touristischen Informationen, sondern bekommen auch fachkundig Auskunft über kulturelle Veranstaltungen.

Lassen Sie den Simon Stevinplein links liegen und gehen Sie weiter auf die Oude Burg. Bevor die Straße endet, sehen Sie links den Belfried mit den dazugehörigen Hallen. Sie können hier zwischen 8 und 18 Uhr (samstags ab 9.00 Uhr) einbiegen und den beeindruckenden Innenplatz überqueren, um zum Markt zu gelangen. Ist das Tor geschlossen, gehen Sie zurück und nehmen Sie die parallel verlaufende Hallestraat. Bei der Stadtwanderung II, wird auf Seite 37 der Markt ausführlich besprochen.

Lassen Sie [Concertgebouw] hinter sich, gehen Sie auf den Platz und nehmen Sie die erste Straße rechts, die Zuidzandstraat. Etwa 300 Meter weiter rechts sehen Sie die St.- Salvatorkathedrale 20 . Diese älteste Pfarrkirche Brügges befindet sich auf dem ursprünglichen Straßenniveau und liegt deshalb tiefer als die heutige Zuidzandstraat. Im Mittelalter wurden Hausabfälle einfach auf die Straße geworfen und von den vorbeikommenden Kutschen platt gefahren. Dadurch wurden die Straßen betrachten höher. In der Kirche können Sie das interessante Dachgestühl des Kirchturms beleuchten. In der Schatzkammer der Kathedrale sind unter anderem Gemälde von Dirk Bouts, Hugo van der Goes und Pieter Pourbus, kupferne Grabplatten und Goldschmiedearbeiten zu bewundern. Gehen Sie an der Kathedrale vorbei und biegen Sie danach sofort rechts in den Sint-Salvatorskerkhof und dann in die erste Straße links, die Sint-Salvatorskoorstraat. So kommen Sie auf den Simon Stevinplein. Auf diesem gemütlichen, von Terrassen umsäumten Platz prunkt das Denkmal des flämisch-niederländischen Wissenschaftlers Simon Stevin. 26

Gehen Sie zurück zum Belfried 39 und nehmen Sie die verkehrsfreie Straße an der Ecke, die Breidelstraat. Gehen Sie weiter bis Sie an den Burgplatz kommen. Auf dem Weg dahin sehen Sie rechts eine enge Gasse, die Garre. Dies ist wohl die schmalste Straße der Stadt - man kann dort kaum zu zweit nebeneinander gehen – aber hier gibt es eine Menge gemütlicher Cafés. Am Burgplatz angekommen, nehmen Sie sich Zeit, um sich in aller Ruhe den majestätischsten Platz der Stadt anzuschauen. Glanznummer in diesem historischen Ensemble ist das jetzt zum Bruggemuseum gehörende gotische Rathaus 38 (1376-1420), eines der ältesten der Niederlande, das als Vorbild für die späteren Rathäuser in Löwen, Oudenaarde und Brüssel gedient hat. Wenn Sie es genügend von außen bewundert haben, gehen Sie hinein und bestaunen Sie den eindrucksvollen gotischen Saal mit dem polychromen Hängegewölbe. Rechts neben diesem gotischen Baudenkmal versteckt sich die Basilika des Heiligen Bluts 05 , eine mystische Doppelkirche. Unten befindet sich die romanische St.-Basiliuskirche (1139-1149). Eine Etage darüber liegt die neugotische Basilika, wo seit Menschengedenken die Reliquie des Heiligen Bluts aufbewahrt wird. Am Himmelfahrtstag wird die Reliquie jedes Jahr, und das seit 1291, bei der Heiligblutprozession mitge-

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DIE BURG, ARCHITEKTUR IM ÜBERBLICK Ästheten haben es inzwischen wohl bereits bemerkt: die Burg wartet auf mit einer Übersicht über alle Baustile, die im Laufe der Jahrhunderte Aufsehen erregten. Eine geballte Zusammenfassung der Architektur auf einem einzigen Platz. Von Romanik (St.-Basiliuskirche) und Gotik (Rathaus) über Renaissance (Alte Zivilkanzlei), Barock (Propstei) und Klassizismus (Landeshaus des Brügger Freien) und dem 21. Jahrhundert (Toyo Ito). Und das ohne viele Kilometer abzufahren.

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führt, ein volkstümliches Ereignis, das die ganze Stadt in seinen Bann zieht. An der anderen Ecke der Burg fällt die aufgeputzte Renaissancefassade der Alten Zivilkanzlei (1534-1537) ins Auge mit dem direkt daneben liegenden, zum Bruggemuseum gehörenden Freiamt 32 . Prunkstück ist hier der prächtige Kaminaufsatz (1529) aus Eichenholz mit Alabasterfries. Von dem angrenzenden ehemaligen Landeshaus des Brügger Freien (1722-1727) aus wurde das gesamte Umland von Brügge verwaltet, nach 1795 diente es als Gericht und seit 1988 befindet sich hier das Verwaltungszentrum der Stadt. Genau gegenüber vom Rathaus, wo jetzt der futuristische Pavillon von Toyo Ito Furore macht, stand früher die St.-Donaaskathedrale, die 1799 verwüstet wurde. Die angrenzende Propstei (1655-1666), die noch steht, war der damalige Sitz des Propstes von St.-Donaas.

Gerüch(t)e Nehmen Sie jetzt die kleine Straße links neben dem Rathaus, die Blinde Ezelstraat. Vergessen Sie nicht, eben zurückzuschauen auf die kunstvoll gearbeitete Überwölbung zwischen dem Rathaus und der alten Zivilkanzlei. Neben Salomon sieht man links das Sinnbild für den Wohlstand und rechts das für den Frieden. Die Legende besagt, dass die Blinde Ezelstraat ihren Namen – wie vermutet– einem blinden Esel verdankt. Im linken Eckhaus zur Gracht hin befand sich lange Zeit eine Mühle, die von einem Esel angetrieben wurde. Damit das arme Tier nicht merken sollte, dass es immer nur im Kreis herum lief, band man ihm ein Tuch vor die Augen. Der Straßenname war geboren. Von der Brücke aus links sieht man die Meebrug, angeblich die älteste Brücke der Stadt.

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Direkt nach der Brücke kommt man auf den Vismarkt 35 . Anfangs wurde der Fisch an der Ecke des Markts verkauft, aber weil der Geruch störte, wurden die Fischverkäufer hierher verbannt. In der eigens dafür erbauten Säulenhalle (1821) wurde Seefisch verkauft, eine teure Delikatesse, die nur für Reiche erschwinglich war. Im Jahr 2009 kann man dienstags bis samstags hier noch immer morgens fangfrischen Seefisch kaufen. Gehen Sie wieder zurück und biegen Sie vor der Brücke links ab, um zum Huidenvettersplein zu gelangen. War der Fischmarkt für die Reichen, so fanden die Armen ihr Glück auf dem Huidenvettersplein. Hier standen keine Seefische auf dem Menü, wohl aber Süßwasserfische. Der Pfahl in der Mitte des Platzes hatte noch einen Bruder, zwischen beiden hing die Waage, auf der der Fisch gewogen wurde. Das große auffallende Gebäude, das den Platz beherrscht, war das Gildehaus der Gerber. Hier wurden Rinderhäute zu Leder verarbeitet. Ein Handwerk nicht ohne Geruch, das sich nicht rein zufällig in der Nähe des Fischmarkts befand. Suchen Sie nach dem Männchen an der Eckes des Gebäudes, das aus gutem Grund die Nase rümpft.

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STIFTUNGSHÄUSER, DER SCHNELLSTE WEG ZUM HIMMEL Diese Wohnsiedlungen aus dem 14. Jahrhundert wurden aus Barmherzigkeit gebaut. Mal von den Gilden, die ihren alt gewordenen Mitgliedern ein Dach über dem Kopf geben wollten, dann wieder von Witwen oder wohlhabenden Bürgern, die einen Platz im Himmel erobern wollten. Um ganz sicher zu sein, hatte jede Siedlung ihre Kapelle, wo die Bewohner täglich Gebete zum Himmel schicken konnten. Heute wohnen in den Stiftungshäuser, die fast alle restauriert und modernisiert sind, immer noch alte Leute. Mit den malerischen Gärten und weiß gekalkten Fassaden sind sie ideal, um eben etwas zur Ruhe zu kommen. Darüber hinaus darf jeder hinein, der ihre Ruhe zu respektieren weiß.

So kommen Sie automatisch zum Rozenhoedkaai, hier müssen Sie sich rechts halten. Der Rozenhoedkaai ist das am meisten photographierte Eckchen in Brügge. Vergessen Sie nicht, die Kamera zu zücken. Hier befand sich früher der Salzhafen. Salz war das Gold des Mittelalters, denn man konnte damit Nahrungsmittel haltbar und Essen schmackhafter machen. Worte wie salaris, salaire, salary (Lohn) erinnern noch an diese mittelalterliche Zeit. Sie sind abgeleitete von dem lateinischen Wort sal für Salz.

Vom Groeninge bis zur Bonifaciusbrücke

Und weiter geht’s den Dijver entlang. Vor Jahrhunderten versammelten sich am Dijver allerlei Druiden, um diesen heiligen Platz zu ehren. Hier befinden sich heute das Europakolleg (Nummer 9 bis 11) 03 , ein internationales postgraduates Hochschulinstitut für europäische Studien und das Groeninge Museum (Nummer 12) 20 , Brügges bekanntestes Museum. Hier entdecken Sie die weltberühmten Meisterwerke altflämischer Meister wie Jan van Eyck, Hugo van der Goes und Gerard David. Außerdem präsentiert das Museum wertvolle Werke flämischer Expressionisten, neoklassizistische Meisterwerke aus dem 18. und 19. Jahrhundert und eine Menge Kunst aus der Nachkriegszeit. Alles in allem eine komplette Übersicht der Malkunst aus den südlichen Niederlanden und Belgien vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Der Eingang zum Museum befindet sich im bezaubernden Innengarten. Wenn Sie mehr über die altflämischen

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Meister erfahren möchten, dann lesen Sie das Interview mit dem Konservator des Groeninge Museums Till-Holger Borchert auf Seite 62. Geradeaus weiter kommen Sie automatisch in die Gruuthusestraat, wo sich das Gruuthuse Museum befindet. Wollen Sie mehr über das Bruggemuseum-Gruuthuse 21 wissen? Dann blättern Sie schnell zur Stadtwanderung II auf Seite 36! Gehen Sie weiter bis zum Guido Gezelleplein, biegen Sie dann vor der Liebfrauenkirche 14 links ab und folgen Sie dem schmalen Gehweg bis zur bezaubernden Bonifaciusbrücke. Die Kreuze, die hier stehen, sind keine Grabkreuze, sondern Kirchturmspitzen. Während des 1. Weltkriegs wurden die Spitzen von den Kirchtürmen abgenommen, damit die feindlichen Piloten sich nicht orientieren konnten. Nach dem Krieg wurden die Kreuze nicht wieder aufgesetzt. Ganz in der Nähe der Bonifaciusbrücke sehen Sie das kleinste Fenster der Stadt. Sie müssen nur hinaufschauen! Durch das Fensterchen konnten die Herren und Damen von Gruuthuse nach ihrem Anlegesteg schauen. Hinter der Brücke kommt man in den malerischen Stadtgarten, der zu dem eleganten Arentshuis 02 aus dem 18. Jahrhundert gehört. In der oberen Etage ist das Werk des vielseitigen britischen Talents Frank Brangwyn ausgestellt, während das Erdgeschoss wechselnden Ausstellungen vorbehalten ist. Im Garten fällt vor allem die Gruppe van Rik van Poot ins Auge, die die Apokalypse darstellt. Das gleichzeitige Einhergehen von Hungersnot, Tod, Revolution und Pest, ein Thema, das auch Memling zugesagt hätte. Durch das kleine Gartentor gelangen Sie direkt zum Groeninge Museum 20 , wo Sie noch mehr Werke von Memling betrachten können. 31

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Sehen Sie sich im Beginenhof um, und verlassen Sie ihn durch das Haupttor. Biegen Sie an der Brücke links ab und dann sofort wieder links, bis Sie auf den Walplein kommen. Rechts befindet sich bei der Hausnummer 26, und das bereits seit 1546, die Hausbrauerei De Halve Maan 12 , Brügges älteste Stadtbrauerei. Hier dreht sich alles um „Brugse Zot“, ein würziges obergäriges Bier, gebraut mit Malz, Hopfen und Spezialhefe. Das Bier verweist auf den Spitznamen der Brügger, den sie ihrerseits Maximilian von Österreich zu verdanken haben. Zu seiner Begrüßung ließen die Brügger einen ausgelassenen Umzug, zusammengewürfelt aus lustigen Brüdern und Narren, an ihm vorbeiziehen. Als sie ihn etwas später baten, ein neues „Zothuis“ (Irrenhaus) zu stiften, lautete seine knappe und unumwundene Antwort: „Ich habe hier nur Narren gesehen, Brügge ist ein einziges Irrenhaus, schließt einfach die Tore.“

Auf zum Beginenhof Verlassen Sie den Garten des Museums durch das schmale Gartentor und biegen Sie links in die gewundene Straße Groeninge ein. An der Kreuzung mit dem Nieuwe Gentweg gehen Sie rechts weiter. Bemerkenswert sind hier die Stiftungshäuser Sint-Jozef (17. Jahrhundert) und De Meulenaere (1613). Gehen Sie dann weiter bis ans Ende des Wegs. An der Ecke Oude Gentweg und Katelijnestraat befindet sich das Diamantenmuseum 18 , Brügges funkelndes Museum und etwas für jeden, der für edle Klunker zu begeistern ist. Zugegeben, in der romantischsten Stadt des westlichen Halbrunds darf ein inspirierendes Diamantenmuseum nicht fehlen! Bleiben Sie auf der linken Seite der Katelijnestraat, und nehmen Sie die erste Straße rechts, die Wijngaardstraat. Sie kommen auf den Wijngaardplein, wo die Fiaker stehen, und wenn Sie etwas weiter rechts die Brücke neben dem Schleusenhaus überqueren, gelangen Sie in den Beginenhof. Von der Brücke aus sehen Sie auf das Minnewater. Das Minnewater war früher die Anlegestelle für die Treidelschuten oder -kähne, die für eine regelmäßige Verbindung zwischen Brügge und Gent sorgten. Heute ist es der idyllische Ort schlechthin. Von andrer Art, aber ebenso stimmungsvoll, ist der Beginenhof. Heutzutage wird der 1245 gegründete „Prinselijk Begijnhof Ten Wijngaarde“ 01 , nicht mehr von Beginen, sondern von Benediktinerinnen bewohnt. Aber im Beginenhaus bekommt man immer noch einen guten Eindruck, wie das Alltagsleben im 17. Jahrhundert aussah. Der eindrucksvolle Innenhof, die weiß gekalkten Fassaden und die fast heilige Stille schaffen eine ganz besondere Atmosphäre. Aufgepasst, das Eingangstor zum Beginenhof wird um 18.30 Uhr unwiderruflich geschlossen!

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Abschluss im St.-Janshospital Biegen Sie links in die Zonnekemeers ein, gehen Sie hinter der Brücke rechts durch das große Tor, und Sie sind im St.-Janshospital. Das ehemalige St.- Janshospital (13. - 14. Jahrhundert) 25 , das Sie in der rechten Ecke sehen, blickt mit Stolz zurück auf 800 Jahre Geschichte. Die ältesten Urkunden stammen aus dem 12. Jahrhundert! Nonnen versorgten hier Pilger, Reisende und Kranke, die häufig hierher kamen, um zu sterben. Auch Hans Memling gehörte einst zu ihnen, will eine spätere Legende wissen, und belohnte seine Wohltäterinnen mit immerhin sechs Meisterwerken. Gehen Sie um die Ecke, treten Sie ein und sehen Sie sich in den Krankensälen aus dem Mittelalter, der dazugehörigen Kirche, dem „Diksmuidezolder“ und dem alten Schlafsaal um. Auch die angrenzende Apotheke aus dem 17. Jahrhundert sollten Sie besichtigen. Im Kräutergarten finden Sie so ziemlich alles, was zur Grut gehört: von Frauenmantel über Sumpfmyrte bis Lorbeer. Auf dem stimmungsvollen kleinen Platz, der zum Garten führt, sehen Sie „De aderen van het klooster“ (die Adern des Klosters), ein Werk des zeitgenössischen italienischen Künstlers Guiseppe Penone. Oder wie die Geschichte die Gegenwart nährt, eine These, die voll und ganz auf die Welterbestadt Brügge zutrifft. Bei Stadtwanderung II, erfahren Sie auf Seite 36 mehr über Grut. 33

» START Guido Gezelle plein, Liebfrauenkirche » KILOMETER 2,5 km » ENDE Prinsenhof

Brügge: mit B wie Burgund Als im goldenen Zeitalter Brügges Philipp der Kühne, Herzog von Burgund, Margarethe Van Male, die Tochter des letzten Grafen von Flandern, heiratete, gehörte Flandern plötzlich zu Burgund. Der burgundische Hof hielt sich gern in der Hafenstadt auf, und Brügge wurde zum Anziehungspunkt für andere Edelleute, Händler und Künstler, die von dem Reichtum ein Quäntchen mitbekommen wollten. Das burgundische Erbe hat bis heute überlebt. Entdecken Sie eine Stadt im Norden mit südlichem Charakter. 34

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Vom Guido Gezelleplein zum Markt

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Gehen Sie wieder zurück, überqueren Sie den schönen Gruuthuseplein und biegen Sie rechts in den Dijver. An der Nummer 12 befindet sich das Groeninge Museum 20 , Brügges berühmtestes Museum. Auf Seite 62 finden Sie ein Interview mit seinem Konservator, Till-Holger Borchert. Ein Stücken weiter, Dijver Nummer 9 bis 11, befindet sich eines der Gebäude des Europakollegs 03 , eines internationalen postgraduaten Hochschulinstituts für europäische Studien.

Setzt man sich auf eine Bank am Guido Gezelleplein, benannt nach dem flämischen Priester und Dichter (1830-1899), dessen Standbild diesen Platz ziert, hat man eine sehr schöne Seitenansicht auf die Liebfrauenkirche 14 . Mit ihrem 122 m hohen Backsteinturm ist sie ein Musterbeispiel für die Kunstfertigkeit der Brügger Bauhandwerker. Im Inneren können Sie die reiche Kunstsammlung bewundern, von Michelangelos weltberühmter „Madonna mit Kind“ bis zu den Grabmälern von Maria von Burgund und Karl dem Kühnen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Links bemerken Sie den auffallenden Wohnsitz der Herren van Gruuthuse 21 , der heute zum Bruggemuseum gehört. Der Turm und der Brunnen sind Statussymbole, die auf den Reichtum der Familie Gruuthuse hinweisen. Diesen Reichtum verdankten sie ihrem Alleinrecht mit Grut zu handeln, einer Kräutermischung, die lange vor Hopfen beim Bierbrauen als Würze diente. Ludwig von Gruuthuse war zudem Heerführer von Karl dem Kühnen und persönlicher Leibwächter von Maria von Burgund. Abgesehen davon war er Kulturliebhaber und besaß die Gruuthuse Handschrift, eine berühmte Sammlung von Texten aus dem Mittelalter mit unter anderem 147 Liedern. Die Familiendevise „Plus est en vous“ prangt stolz über der Tür des Herrenhauses. Heute würden wir das übersetzen mit „Man kann stets mehr als man denkt!“.

Der Markt, das pulsierende Herz von Brügge

Nehmen Sie nun den kleinen Fußweg, der links an der Kirche entlangführt. Wenn Sie direkt hinter der Biegung hoch schauen, dann sehen Sie, dass eine kleine Kapelle das Bruggemuseum-Gruuthuse und die Liebfrauenkirche eng miteinander verbindet. Denn die Herren von Gruuthuse begaben sich nicht unters gewöhnliche Volk, sondern hatten eine Privatkapelle, von wo aus Sie aus sicherer Höhe der Messe beiwohnten. Diese Privatkapelle können Sie auch heute noch besichtigen.

Über die Wollestraat kommen Sie auf den Markt. Der Markt wird beherrscht vom Belfried 39 , bereits seit Jahrhunderten das stolze Aushängeschild der Stadt und idealer Wachturm in Kriegszeiten, bei Brand und sonstigem Unheil. Man kann ihn auch heute noch besteigen. Beim Aufstieg kommen Sie an der ehemaligen mittelalterlichen Schatzkammer vorbei und dem 27 Tonnen schweren Glockenspiel mit seinen 47 melodischen Bronzeglocken. Oben angekommen wird Ihnen ein unvergessliches Panorama dargeboten. Am Fuße des Belfrieds

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Gehen Sie weiter, und biegen Sie in die erste Straße links, die Wollestraat. An der rechten Ecke der Wollestraat fällt Ihnen sicher das stattliche Herrenhaus Perez de Malvenda auf. Dieses Herrenhaus aus dem 15. Jahrhundert wurde vollständig restauriert und beherbergt jetzt einen „Foodshop“. Kurz vor dem Markt befinden sich die zum Belfried 39 gehörigen Hallen, die als Lager und Verkaufsplatz dienten. An der Straßenseite befanden sich in der Burgunderzeit kleine Verkaufsbuden, wo man Kräuter für medizinische Pülverchen und andere Zwecke kaufen konnte. Als Handelsstadt wusste Brügge sich immer Kräuter von überall aus Europa zu verschaffen.

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SCHWÄNE AUF DEN GRACHTEN Nach dem Tod von Maria von Burgund erlebte Brügge turbulente Zeiten. Weil der Nachfolger Maximilian von Österreich der Stadt neue Steuern auferlegen wollte, gerieten die wütenden Brügger in Aufruhr. Maximilian wurde auf dem Markt im Haus Craenenburg eingeschlossen und musste hinter vergittertem Fenster zusehen wie sein Schultheiß, Vogt und getreuer Berater Pieter Langhals auf dem Markt gefoltert und schließlich enthauptet wurde. Die Legende erzählt, dass der Herzog, als er wieder an die Macht gekommen war, als Wiedervergeltung den Städtern auferlegte, bis in alle Ewigkeit „Langhälse“, d.h. Schwäne, auf den Grachten zu halten.

befinden sich die berühmtesten Frittenbuden der Welt! Etwa in der Platzmitte sehen Sie das Standbild von Jan Breydel und Pieter De Coninck, zwei Brügger Volkshelden, die 1302, als sich die Flamen gegen die französische Vorherrschaft auflehnten, bei der Schlacht der Goldenen Sporen eine wichtige Rolle gespielt hatten. Von ihrem Denkmal aus haben Sie eine schöne Sicht auf das neugotische Provinziale Regierungsgebäude (Markt 3) 31 . Bis ins 18. Jahrhundert stand hier die Waterhalle, der überdachte Stapelplatz, wo eifrig geladen und gelöscht wurde. Die Grachten flossen am Markt entlang. Auch heute ist das noch der Fall, wenn auch unterirdisch. Eine kleine Pause? Dann gönnen Sie sich für eine halbe Stunde eine kleine Kutschfahrt oder eine City Tour mit dem Kleinbus von 50 Minuten Dauer. Danach können Sie diese Wanderung fortsetzen.

Vom Markt bis zum Jan van Eyckplein Wenn Sie den Markt links liegen lassen und geradeaus weitergehen, kommen Sie auf die Vlamingstraat. Im 15. Jahrhundert war dies die Geschäftsstraße des Hafenviertels. Eine Menge Banken hatte hier eine Filiale, und auf der Straße gab es eine stattliche Anzahl Weintavernen. Jede hatte einen eigenen tiefen Keller, wo die gerade gelöschten Fässer mit französischem Wein und Rheinwein aufbewahrt werden konnten. Unter dem mittelalterlichen Kellergewölbe der Taverne Curiosa (Vlamingstraat 20) kann

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man noch immer die Atmosphäre von damals verspüren. Etwa in der Mitte der Vlamingstraat prangt an der linken Seite die elegante königliche Stadttheater (1869) 33 , eines der besterhaltenen Stadttheater Europas. Hinter der eklektischen Fassade befindet sich ein palastartiger Theatersaal mit einem majestätischen Foyer. Mozarts Papageno bewacht den Eingang, die Partitur liegt nonchalant auf dem kleinen Platz gegenüber. Ge Gehen Sie weiter geradeaus und biegen Sie dann vor der Gracht rechts in den Kortewinkel ein. G Hier, nicht für jeden leicht zu entdecken, finden Sie eine einH malige Holzfassade aus dem 16. Jahrhundert. Eine der beim den, die noch in der Stadt erhalten sind (etwas weiter werd den Sie noch die zweite Fassade sehen). Nur wenige Meter d entfernt, an der Nummer 10, erwartet Sie noch eine herrlie cche Entdeckung. Das Jesuitenkloster, das sich hier befindet, verbirgt hinter seinen Mauern einen wunderschönen d Innengarten. Steht die Tür offen, dann können Sie hineingehen, um ein wenig die friedliche Ruhe zu genießen. g Der Kortewinkel geht über in den Spaanse Loskaai, zu Burgunderzeiten der Hafen der spanischen Kaufleute. Die malerische Brücke links ist die Augustijnenbrug, mit ihren 700 Jahren eine der ältesten von Brügge. Die steinernen Bänke dienten ursprünglich zur Auslage von Waren, die eifrige Verkäufer hier zum Verkauf boten. Von der Brücke aus haben Sie eine schöne Sicht auf das Haus an der Ecke Spanjaardstraat / Kortewinkel, früher ein Kloster, aber auch ein Haus, in dem es spukt, wie die Brügger meinen. Als ein verliebter Mönch von einer Nonne abgewiesen wurde, brachte er sie um und legte anschließend Hand an sich selbst. Anschließend haben sie noch jahrelang in dem verfallenen Haus rumgespukt... Gehen Sie in den Spaanse Loskaai weiter, nehmen Sie die erste Straße rechts und Sie kommen auf den Oosterlingenplein. Dieser Platz war in der Blütezeit Brügges das Stammquartier der „Oosterlingen“, der deutschen Kaufleute, die hier in der Stadt Geschäfte machten. Das imposante

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Kontor der deutschen Hanse nahm die ganze linke Ecke ein. Was davon übergeblieben ist, das rechte Gebäude und jetzige Hotel Bryghia, gibt Ihnen einen Eindruck der damaligen Größe.

DIE RICHTIGE ZEIT Oben auf dem Eckhaus Boechoute, ein Haus mit origineller Scheinfassade aus dem Jahr 1477, in dem sich jetzt der Tearoom Meridian 3 befindet, prangt eine glänzende Weltkugel. Als die Eisenbahnstrecke Brüssel-GentBrügge eingeweiht wurde, stellte man fest, dass die belgischen Uhren nicht überall gleich gingen. Dem Übel wurde mit dieser Weltkugel abgeholfen. Durch ein kleines Loch in dem Globus fiel die Sonne punkt 12.00 Uhr genau auf dessen Schatten und bildete so eine Linie, die Sie heute anhand der in das Pflaster eingelassenen Kupfernägel noch genau nachverfolgen können.

Über den Oosterlingenplein gelangen Sie auf den Woensdagmarkt, wo das Standbild von Hans Memling die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Verlassen Sie den Platz rechts über den Genthof. Hier entdecken Sie die zweite Holzfassade aus dem Mittelalter. Beachten Sie, dass jedes Stockwerk etwas weiter vorspringt als das darunterliegende. Eine Bautechnik vor allem, um Wasserschäden zu vermeiden, die später noch bei verschiedenen Baustilen nachgeahmt wurde.

Das Manhattan der Burgunder

Gehen Sie weiter bis zum Jan van Eyckplein. Dies war das Manhattan von Brügge in der Burgunderzeit, dort, wo sich alles abspielte. Hier legten die Schiffe an, wurde geladen und gelöscht und Zoll bezahlt. Ein Betrieb und Gedränge mit einem Gewirr von Sprachen, eine lauter als die andere. Bei jedem Handelsgeschäft war auch immer wieder Brügger Dialekt zu hören. Es musste nämlich immer ein Brügger Makler dabei sein, der natürlich jedes Mal auch seinen Anteil einstrich. Genau an der Ecke steht „De Roode Steen“, ein Haus aus dem 16. Jahrhundert, das bereits 1877 restauriert wurde. Etwas weiter an der Hausnummer 1-2 sieht man das Zoll-

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DAS BRÜGGER BÄRCHEN Als Balduin mit dem Eisenarm, der erste Graf von Flandern, im 9. Jahrhundert zum ersten Mal Brügge besuchte, war, wie die Legende besagt, den ersten Bewohner, den er traf, ein stämmiger Braunbär. Nach einem harten Kampf gelang es ihm, das Tier zu töten, und aus Achtung vor dem erlegten Tier erhob er den Bären zum Wahrzeichen der Stadt. Heute wird dieser Bär, der eine Nische die Bürgerloge bewohnt, zu besonderen Anlässen festlich gekleidet.

haus (1477) 38 , wo der Zoll eingenommen wurde. An der linken Seite dieses monumentalen Gebäudes steht das Pijndershuisje, das schmalste Haus von Brügge. Hier wohnte ein „Pijnder“ oder Lastenträger, wie aufmerksame Augen der Fassade entnehmen können. Die von der Last gekrümmten „Pijnders“ wurden für das Laden und Löschen von Ballen und Fässer angeheuert. Verlassen Sie den Platz und gehen Sie geradeaus weiter in die Academiestraat. Direkt an der Ecke mit dem Jan van Eyckplein befindet sich noch solch ein bemerkenswertes Gebäude mit einem auffallenden Turm. Das ist die Bürgerloge 28 , eine Art Privatclub aus dem 15. Jahrhundert, wo sich Brügger Bürger und Händler aus dem Ausland trafen. In einer Mauernische verbirgt sich das „Brugs Beertje“ (Brügger Bärchen), ein wichtiges Symbol der Stadt. Gehen Sie weiter bis zur Grauwwerkersstraat. Der kleine Platz, der die Academiestraat mit der Grauwwerkersstraat verbindet, war Jahrhunderte lang als „Beursplein“ bekannt. Hier wurde Handel von Format getrieben. Die „Natiehuizen“ (Kontore) von Genua (später umbenannt in Saaihalle und heute Pommes-Frites-Museum 04 ), Florenz (dort befindet sich jetzt das Restaurant „De Florentijnen“) und Venedig (nun die Buchhandlung „De Slegte“) standen friedlich beieinander. Vor dem „Huis ter Beurze“ (1276), der Zentrumsherberge 24 , tätigten Kaufleute aus aller Herren Länder Handels- und Wechselgeschäfte. Von dem Namen des Hauses wurde das niederländische Wort „Beurs“ wie auch das deutsche „Börse“ abgeleitet. Auch in verschiedenen anderen Sprachen findet man den Ausdruck wieder.

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HOFKLATSCH > Da Philipp der Gute seine Zukünftige noch nicht gesehen hatte, schickte er Jan van Eyck nach Portugal, um von ihr ein Porträt anzufertigen. So war er doch nicht ganz im Ungewissen. Und alles wurde gut, denn die Geschichte hat gezeigt, dass das Paar eine erfolgreiche Ehe führte. > Obwohl die so beliebte Maria von Burgund bei einem unglücklichen Sturz vom Pferd nur einen leichten Bruch erlitt, sollte sie doch bald darauf an den Folgen im Prinsenhof sterben. Damals gab es nämlich noch keine entzündungshemmenden Mittel. > Als man nun den Prinsenhof zum Hotel umgebaute, wurden übrigens 568 silberne Münzen, geschlagen zwischen 1755 und 1787, ausgegraben. Ein kleines Rechenexempel zeigt, dass die tatkräftigen englischen Fräulein ihr ganzes Kapital der Erde anvertraut hatten, um den anrückenden Franzosen zuvorzukommen 29

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Biegen Sie in die Grauwwerkersstraat ein und machen Sie sofort halt. An der Seitenfassade des „Huis ter Beurze“ kann man zwischen den beiden Fensterpartien im Erdgeschoss noch die Signaturen der Steinmetze sehen. So wusste jeder, wer welchen Stein behauen hatte und wer noch bezahlt werden musste. Das Haus daneben, die „Kleine Beurze“ befindet sich noch auf dem ursprünglichen Straßenniveau. Biegen Sie etwas weiter links in die Naaldenstraat ein. Rechts bemerken Sie schon von weitem den hübschen Turm vom Hof Bladelin 20 . Der Erbauer Pieter Bladelin lieh sein Haus im 15. Jahrhundert der Florentiner Bankiersfamilie de Medici, die hier eine Bankfiliale hatte. Man sieht ihn über dem Tor im Gebet zu Maria. Heute gehört das Haus den Schwestern der sieben Schmerzen Mariens, aber wer zwischen 10.00 und 12.00 Uhr und 14.00 und 17.00 Uhr klingelt, darf hinein und sich umsehen. Unbedingt zu empfehlen! Sie bekommen einen zauberhaften Innengarten zu sehen und die erste Renaissancefassade der Stadt, geschmückt mit den prächtigen Medaillons von Lorenzo de Medici und seiner Gemahlin Clarisse Orsini. Etwas weiter, am nächsten Zierturm, biegen Sie rechts ab in das gewundene Sträßchen mit Kopfsteinpflaster namens Boterhuis, das Sie direkt ins Mittelalter katapultiert. Halten Sie sich weiter rechts, um direkt hinter der St.-Jakobskirche links in die Moerstraat einzubiegen. Die Herzöge von Burgund und fast alle Händler aus dem Ausland gingen in St.Jakob zur Kirche 19 . Ihre überaus großzügigen Spenden hinterließen im Inneren ihre glanzvollen Spuren.

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Der Prinsenhof (Prinzenhof), die Residenz der Herzöge von Burgund Nehmen Sie die nächste Straße links, die Geerwijnstraat, die zum Muntplein führt. Der Muntplein gehörte zum Bereich des etwas weiter gelegenen Prinsenhof 29 . Hier wurden die Münzen geschlagen. Die Bronzeskulptur der Flandria Nostra („Unser Flandern“), das eine Edelfrau zu Pferd darstellt, ist ein Entwurf des belgischen Bildhauers Jules Lagae. Am Ende der Straße biegen Sie rechts in die Geldmuntstraat ein, wo ein Stück weiter die Stadtwanderung am Prinsenhof endet. Wie gesagt war der Prinsenhof die gräfliche und herzogliche Residenz. Der beeindruckende Komplex, ursprünglich noch sieben Mal so groß wie jetzt, wurde im 15. Jahrhundert von Philipp dem Guten erbaut, um dort in dritter Ehe Isabella von Portugal zu heiraten. Bei der Heirat Karls des Kühnen in zweiter Ehe mit Margareta von York wurde das Anwesen um ein Schwimmbad und einen Tiergarten erweitert. So wurde es zur Lieblingsresidenz der Herzöge und schnell zu ihrem politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum. Sowohl Philipp der Gute († 1467) als auch Maria von Burgund († 1482) sind im Prinsenhof gestorben. Nach dem Tod der allgemein beliebten Maria von Burgund ging es mit der Residenz bergab, und der Prinsenhof kam schließlich in Privathände bis englische Fräulein hier im 17. Jahrhundert eine Schule für höhere Töchter einrichteten. Danach wurden die Eigentumsverhältnisse kompliziert. Heute gehört der Prinsenhof zur Kempinski-Kette, die dort das erste 5-Sterne-Hotel in Brügge untergebracht hat. Besucher dürfen einen Blick hineinwerfen.

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» START Choco-Story (Wijnzakstraat) » KILOMETER 4 km » ENDE Café Vlissinghe in der Blekersstraat

Ein Bummel durch das stille Brügge

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St.-Anna und St.-Gillis mögen als das „stille“ Brügge gelten, doch gibt es hier, weit weg von den ausgetretenen Pfaden, einiges zu erleben. Was halten Sie zum Beispiel von einer Reihe nostalgischer Windmühlen, einfachen Arbeitervierteln und ein paar exklusiven Herrenclubs. Damit Sie all diese Eindrücke in Ruhe verarbeiten können, lassen wir Sie hinterher in dem ältesten Café von Brügge verschnaufen!

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Von Choco-Story bis zur Gouden-Handstraat

St.-Gillis, das Viertel der Arbeiter und Künstler

Gibt es einen besseren Ausgangspunkt für die längste der hier beschriebenen Stadtwanderungen als Choco-Story (Wijnzakstraat 2) 41 . Im Schokoladenmuseum tauchen Sie nicht allein ein in die süße Geschichte von Schokolade und Kakao, sondern können die Köstlichkeiten auch probieren und sich einen kleinen Vorrat zulegen, damit Sie unterwegs bei Kräften bleiben. Auf Seite 78 enthüllt Meister-Chocolatier Dominique Persoone noch mehr Schokoladengeheimnisse. Aber das ist nicht alles. An der gleichen Adresse befindet sich auch Lumina Domestica 43 , das Museum mit der größten Lampensammlung der Welt mit über 6000 Antiquitäten.

Gehen Sie über die Brücke und halten Sie sich rechts, um vier Straßen weiter links in die Gouden-Handstraat einzubiegen. Die Gouden-Handstraat und die St.-Gillisgemeinde waren im 15. Jahrhundert als Künstlerviertel bekannt. Hans Memling durfte allerdings einige Straßen weiter, in der Sint-Jorisstraat, wohnen. Jan van Eyck hatte in der GoudenHandstraat ein Atelier und auch seine etwas weniger berühmten Kollegen hatten sich in dieser Gemeinde angesiedelt.

Biegen Sie links in die Sint-Jansstraat, gehen Sie weiter auf der Korte Ridderstraat gegenüber bis ans Ende der Straße. Direkt vor Ihnen taucht die prächtige St.-Walburgakirche 21 . auf. Diese Barockkirche (1619-1642) hat eine auffallend schöne Kommunionbank und einen Hochaltar aus Marmor. Im Sommer gibt es hier herrliche Konzerte mit klassischer Musik. Ganz in der Nähe, an der Hausnummer 4, sehen Sie das frühere Schottenkontor. Gehen Sie weiter über die Koningstraat bis an die Brücke. An dieser Brücke, die die stimmungsvolle Spinolarei mit der Spiegelrei verbindet, haben Sie links einen schönen Blick auf das Oud Huis Amsterdam. Heute ist dies ehemalige Herrenhaus ein elegantes Hotel. In dieser Gegend verkehrten damals vor allem Engländer und Schotten. Die Engländer hatten an der Spinolarei selbst eine eigene Steegere oder Treppe, über welche sie ihre Waren entladen konnten. Die Treppe gibt es heute noch, und die damit verbundene Straße heißt passenderweise Engelsestraat. Das würdige weiße Schulgebäude auf der anderen Seite der Brücke ist das frühere Kolleg der englischen Jesuiten. 46

Biegen Sie sofort rechts ab in die Sint-Gilliskerkstraat. Diese Straße endet an der St.-Gilliskirche 17 , dem Zentrum des verträumten St.-Gillisviertels. Diese ursprüngliche Kapelle wurde 1258 in den Stand einer Gemeindekirche erhoben. Trotz der neugotischen Innenausstattung und der prächtigen Gemälde ähnelt sie eher einer stattlichen Dorfkirche. Aber vergessen Sie nicht, rund um die Kirche liegen mehrere berühmte Maler begraben. Von Hans Memling († 1494, damals der am besten bezahlteste Maler seiner Zeit) über Lanceloot Blondeel († 1561) bis Pieter Pourbus († 1564). Ihre Gräber und auch der Friedhof sind inzwischen verschwunden, aber ihre Künstlerseele schwebt noch über dem Ort. Gehen Sie um die Kirche herum und biegen Sie in die Sint-Gilliskoorstraat ein. Obwohl die Arbeiterhäuschen in dieser und den angrenzenden Straße recht klein sind, haben sie doch meistens ein zugemauertes Fenster. 1800 wurden Fenster nämlich besteuert, worauf schlagartig eine Menge für immer verschwand.

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BRÜGGE UND DAS MEER Die Potterierei verbürgte Jahrhunderte lang den Reichtum von Brügge. In Damme war diese Gracht durch eine Schleuse, die „Speie”, mit der tiefen, zum Meer führenden Fahrrinne „des Zwins“ verbunden. Während Damme zum Vorhafen heranwuchs, wurde Brügge im Hochmittelalter zum wichtigsten Handelszentrum Nordwesteuropas. Kunst und Kultur blühten und der Wohlstand schien endlos. Doch das Blatt wendete sich, als Maria von Burgund plötzlich starb. Die Beziehungen zwischen Brügge und den Burgundern verschlechterten sich, und der burgundische Hof verließ die Stadt. In seinem Kielwasser folgten die Kaufleute und mit ihnen ihr Reichtum. Der „Zwin“ versandete, und Brügge verlor seine privilegierte Handelsstellung. Die Stadt fiel in einen langen Winterschlaf.

Von der Potterierei bis zu den Vesten Biegen Sie am Ende der Straße links in die Langerei ein und überqueren Sie direkt die erste Brücke, die schöne Snaggaardbrug, zur Potterierei, wo Sie links abbiegen und dann ein gutes Stück weiter geradeaus gehen. Wenn Sie bereits ein gutes Stück W auf der Potterierei gegangen a ssind, bemerken Sie auf Ihrer rrechten Seite das Grootseminarrie (Priesterseminar) Brügge ((Nummer 72) 04 . Mit dem üppigen p Obstbaumgarten und den Weiden W mit grasenden Kühen ein einmaliger Fleck in der Stadt. Hier wurde zwischen 1628 und 1642 eine neue Zisterzienserabtei gegründet, die durch den Reichtum und die Gelehrtheit ihrer Bewohner berühmt werden sollte. Während der französischen Revolution wurde die Abtei säkularisiert und der Abt und seine Mönche wurden vertrieben. Die Abteigebäude aus dem 17. Jahrhundert dienten der Reihenfolge nach als Lazarett, militärisches Arsenal und königliches Gymnasium bis sie 1833 das Großseminar aufnahmen, wo bis heute die katholischen Priester ausgebildet werden. Wenige Meter weiter liegt das Hospitaalmuseum-Liebfrauenkirche ter Potterie (Nummer 79) 37 versteckt. Bereits im 13. Jahrhundert versorgten hier emsige Schwestern Pilger, Reisende und Kranke. Die gotische Kirche mit barocker Innenausstattung und die reichhaltige Kunstsammlung, die das Hospital im Laufe

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der Jahrhunderte zusammengetragen hat, können nun besichtigt werden. Eine gut versteckte Perle, die die breite Masse noch nicht entdeckt hat! Gehen Sie bis zur Schleuse, und biegen Sie dann rechts ab. Von hier aus sehen Sie auf der anderen Seite des Rings den Anfang des Kanals Damse Vaart, die zu dem ebenso romantischen Damme führt. Was heute so idyllisch aussieht sollte früher einmal Kriegszwecken dienen. Bis zum Achtzigjährigen Krieg war Brügge über Damme mit Sluis verbunden. Der ehrgeizige Napoleon ließ die Verbindung mit der Fahrrinne des Swins, der natürlichen Vorgängerin der Damse Vaart, von spanischen Kriegsgefangenen ausbaggern, um so einen Anschluss an Antwerpen auf dem Wasserweg zu schaffen. So konnte er die Hafenstadt zu einem Flottenstützpunkt ausbauen und die lästigen englischen Blockaden umgehen. Damme wurde in zwei geteilt. Schließlich sollten die wilden Pläne des kleinen Generals nie vollständig verwirklicht werden. Die belgische Unabhängigkeit (1830) setzte ihnen ein Ende, und das ganze Projekt strandete in Hoeke, einer Dammer Teilgemeinde. Heute kann man diesen lieblichen Weg nach Damme auf dem Kanal oder an ihm entlang über den verkehrsberuhigten Radweg erleben. Unbedingt zu empfehlen, wenn man das von Jacques Brel so treffend besungene „Le plat pays“ (Mein flaches Land) im wahrsten Sinne des Wortes erleben will. w Ein malerischer Kanal, umgeben von E meterhohen Pappeln, gebeugt vom stänm dig wehenden Westwind, inmitten einer d einmaligen Polderlandschaft. e

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DIE SCHÜTZENGILDE, 165 MANN UND EINE QUEEN! Dort, wo lange Zeit eine der ärmeren Gegenden war, befinden sich, widersprüchlicher Weise, zwei sehr exklusive Clubs. Von der Anhöhe der St.-Janshuismühle aus sehen Sie links unten die St.-Jorisgilde, eine Gilde der Armbrustschützen, und rechts, mit einen auffallend zierlichen Turm, die St.-Sebastiaansgilde. Die letztere ist über 600 Jahre alt, was auf der Welt einmalig ist. Die Gesellschaft zählt genau 165 männliche Mitglieder und ein bemerkenswertes weibliches: die englische Königin. Seitdem im 17. Jahrhundert der englische König Charles II im Exil Brügge zur Residenz erhob, besteht zwischen dem britischen Königshaus und Brügge ein enges Band. Man raunt sich zu, dass das englische Königshaus bei jedem offiziellen Staatsbesuch in Belgien erst kurz bei der Schützengilde reinschaut.

Biegen Sie dann rechts ab und schlendern Sie weiter entlang den grünen „Vesten“, die wie ein Ring die Stadt umgeben. Im 16. Jahrhundert drehten sich auf diesen Festungsanlagen gut 30 Windmühlen. Heute sind noch genau vier davon übrig. Ab dem 18. Jahrhundert ging der Brotkonsum durch die Einführung der Kartoffel zurück, und die neuen Dampfmaschinen übernahmen die Aufgabe der Müller. Die Koeleweimühle 25 und die St.-Janshuismühle 32 , die beide zum Bruggemuseum gehören, sind heute noch zu besichtigen. Ein Müller gibt nicht nur Erläuterungen, er zeigt Ihnen auch, wie dort gemahlen wurde. Besteigen Sie auf jeden Fall die Erhebung, auf der die St.Janshuismühle steht, von hier aus gesehen die dritte. Oben auf diesem Hügel be-

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kommen Sie ein fantastisches Stadtpanorama präsentiert. Ideal, um Ihre frisch erworbenen Kenntnisse kurz aufzufrischen. Und es gibt noch mehr zu sehen! Rechts unten liegt die „Verloren Hoek“, heute ein volkstümliches Viertel, das im 19. Jahrhundert berüchtigt und verarmt selbst von der Polizei gemieden wurde.

Das verträumte Brügge Gehen Sie den Hang hinunter und direkt in den Rollweg hinein. Genau an der Ecke befindet sich das Bruggemuseum-Gezelle 22 , das Geburtshaus von Guido Gezelle (1830-1899), eines der berühmtesten Dichter Flanderns. Hier finden Sie handgeschriebene Briefe, Schreibgeräte und einen herrlich ruhigen Garten mit einer Jahrhunderte alten korsischen Kiefer. Seine Eltern arbeiteten hier als Gärtner und Hausmeister und bekamen dafür Kost und Unterkunft für die ganze Familie. In dieser idyllischen Umgebung wuchs der kleine Guido Gezelle auf, um nach Jahren, die er in anderen Städten verbrachte, wieder nach Brügge zurückzukehren. Er war Kaplan an der St.-Walburgakirche und übernahm die Leitung des Englischen Klosters (Carmerstraat 83-85), wo er starb. Man sagt, seine letzten Worten waren: „Ich hörte so gerne die Vögel singen“. Hier, in dem grünsten Teil der Stadt, weiß man sofort, was der Priester und Dichter damit meinte. Nehmen Sie die zweite Straße links, die Balstraat. In dieser malerischen Straße mit kleinen Arbeiterhäusern ist das Heimatmuseum 27 untergebracht. Einige der Häuser aus dem 17. Jahrhundert, die nur ein Schlafzimmer hatten, wurden restauriert und nach altem Vorbild eingerichtet, von der

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Hutmacherei, über die Zuckerbäckerei bis zu einem Klassenzimmer. So bekommen Sie einen Einblick in die Zeit von damals. Von hier aus fällt der Turm der Jerusalemkirche 07 aus dem 15. Jahrhundert, eine prächtige Privatkirche an der Ecke, sofort ins Auge. Die Kirche wurde im Auftrag der Familie Adornes erbaut, ein bedeutendes Brügger Kaufmannsgeschlecht. Im Jahr 1470 holte Anselm Adornes seinen Sohn, eines von seinen 16 Kindern, in Padua ab, um mit ihm ins Heilige Land zu pilgern. Wieder daheim auf belgischem Boden, beschlossen Sie, die Grabeskirche von Jerusalem nachzubauen. Das Ergebnis ist zumindest bemerkenswert! Direkt neben der Kirche befindet sich das Spitzenzentrum 24 , wo Jung und Alt Workshops und Schnellkurse besuchen kann. Das Zentrum hat ein eigenes Museum und ist in restaurierten Stiftungshäusern untergebracht, in denen bis vor 50 Jahren Klöpplerinnen wohnten. Gehen Sie während einer der Vorführungen hinein, dann scheint es als wäre die Zeit stehen geblieben.

Lassen Sie die Kirche hinter sich, und biegen Sie links in die Sint-Annakerkstraat ein und dann etwas weiter rechts in die Sint-Annarei. An der Ecke, wo die beiden Grachten aufeinandertreffen, prunkt Brügges schönstes Rokokohaus. Nehmen Sie auf einer schattigen Bank Platz und genießen Sie die Aussicht. Gehen Sie einige Meter zurück und schlagen Sie direkt an der Brücke in die Blekersstraat ein. Hausnummer 2 beherbergt das Café Vlissinghe, unbestritten das älteste Café von Brügge. Bereits seit 1515 befindet sich in diesem Haus ununterbrochen eine Kneipe. Gemütlichkeit in einer besonderen Atmosphäre, ein idealer Ort für eine Rast, um all das Gesehene und Erlebte vielleicht bei einem Lokalbier zu verarbeiten. „Gezondheid“, wie man hier in Flandern sagt.

Gehen Sie an der Kreuzung rechts in die Jeruzalemstraat und biegen Sie an der Kirche links zum Sint-Annaplein ab. Hier regiert die augenscheinlich schlichte St.-Annakirche 16 . Mag Sie auch von außen nüchtern erscheinen, beim Hineingehen entdecken Sie Brügges schönste Barockkirche. Je reicher die Gemeinde wurde, desto mehr gewann die Kirche an Glanz.

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> Identikit Name: Pieter Aspe Geburtsdatum: 3. April 1953 Geboren in Brügge, wohnt in Blankenberge. Autor von über 25 Kriminalromanen, die alle in Brügge spielen.

Die magische Anziehungskraft von Brügge Brügge Weltkulturerbestadt Rudy Collier war früher allgemeiner Chefredakteur bei der angesehenen Tageszeitung De Morgen und ist jetzt Chefredakteur beim De Morgen Magazine, das jeden Samstag Fotoreportagen, Lifestyle, Gastronomie und Reisen gewidmet ist.

Brügge ist eine Augenweide: Wohin der Tourist auch schaut, alles ist Weltkulturerbe. Aber frei nach Shakespeare: Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde als das Auge erfassen kann. Die mittelalterlichen Mauern von Brügge sind getränkt von Mystik, Geheimnissen und Intrigen. Niemand spürt das mehr als Pieter Aspe, selbst aus Brügge und mit inzwischen über 25 Büchern rund um Kriminalkommissar Van In Belgiens erfolgreichster Krimiautor. Die Hauptrolle spielt jedes Mal die Stadt selbst. Pieter Aspe ist der Mann, der die befremdliche Mischung aus mysteriös altem und modernem Brügge von heute weit über die Grenzen hinaus trägt.

Pierre Aspeslag (56), so lautete sein richtiger Name bis zum 42. Lebensjahr. Erst dann beschloss er, Schriftsteller zu werden, und damit begann seine beeindruckende Karriere. Flandern steht bereits seit Jahren im Bann der Abenteuer von Kommissar Van In und seiner Freundin Hannelore. Die Verfilmungen im flämischen Fernsehen sind seit fünf Jahren ein Riesenerfolg, und nun kommt auch das Ausland. Die inzwischen beeindruckende Serie von über 25 Büchern findet jetzt auch den Weg nach Frankreich, Italien und in andere Länder, die TV-Serie wird im niederländischen und deutschen Fernsehen gezeigt. Pieter Aspe selbst bleibt bei allem bescheiden, etwas in sich gekehrt, wie so manche seiner Stadtgenossen. Brügger brüsten sich nicht, auch wenn es genug gibt, worauf sie stolz sein können. Aspe, geboren im Herzen von Brügge, hätte wahrscheinlich nie ein Buch geschrieben, hätte er nicht vorher einen

etwas seltsamen Beruf ausgeübt. 11 Jahre lang war er Concierge in der weltberühmten Kapelle des Heiligen Bluts. Diese romanische Kapelle aus dem 13. Jahrhundert beherbergt die Reliquie des Heiligen Bluts von Jesus Christus, die vermutlich von Konstantinopel nach Brügge kam. Hierum weben sich zahllose Geschichten, so wie zum Beispiel die Edle Bruderschaft des Heiligen Blutes, die es heute noch gibt, die Reliquie mehrmals vor den Besatzern rettete. Es gibt selbst eine Verbindung zum Templerorden. Jedes Jahr besuchen über eine Million Menschen, darunter Pilger aus der ganzen Welt, diesen Ort. Ein Mann wie Aspe konnte sich in all den Jahren, die er dort arbeitete, dem Eindruck nicht entziehen. Pieter Aspe: „Die Atmosphäre, die man dort vorfindet, kann man nicht nachahmen. Man fühlt ständig die abgeklärte Mystik, die in der Welt einmalig ist, man wird eins mit der fantastischen Geschichte, die sie umgibt. Ich fühlte mich

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ehrlich gesagt all die Jahre dabei gut. Ich hatte die Zeit und die Möglichkeit zu träumen, nachzudenken und fantasieren.“ Aspe zeigt ein vergilbtes Jahrzehnte altes Buch über Pastor van Aken, der Ende des 19. Jahrhunderts Kaplan der Heilig-BlutKapelle war. Über ihn liefen Gerüchte über schwarze Messen und Satanismus. Gute Inspiration für einen Schriftstellergeist. Vor dem Hintergrund des einmaligen Welterbes spielen sich dann auch die wahnsinnigsten Morde und Komplotte ab, allein zu Ihrer Unterhaltung. Pieter Aspe: „Denn in Wirklichkeit gibt es in Brügge keine Verbrechen, die sind hier quasi gleich null. Aber es ist der Kontrast zwischen Fiktion und Wirklichkeit, der für die Glaubwürdigkeit sorgt. Sie können Schreckliches an unschuldigen Orten geschehen lassen. Wie einen Massenmord in der Jakobskirche oder die Enthauptung des Standbildes von Guido Gezelle, des gehätschelten Heimatdichters von Flandern“. Das Minnewater, die Museen mit Malereien von Hieronymus Bosch und den „flämischen Primitiven“, der so stille Beginenhof, die Heilig-Blutkapelle, der Belfried, der Michelangelo in der Liebfrauenkirche, die Kanäle, die Gässchen und die sich windenden Sträßchen, alle bekommen sie einen Platz in seinem Werk. Aspe: „Brügge ist für einen Thriller eine fantastische Umgebung. Ich wollte keine Geschichten, die an Orten stattfinden, die niemand kennt. Die Leser merken

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sich das Verbrechen, aber auch den Ort.“ Brügge spielt in seinen Kriminalromanen eine so prominente Rolle, dass sogar eine Aspe-Stadtwanderung ausgearbeitet wurde. Eine Initiative über die sich der Autor freute, weil die Wanderung an vielen verborgenen Ecken vorbeiführt, die er allein entdeckt hat und liebt. So befindet sich das Wohnhaus seiner Hauptfigur Kommissar Van In in einer kleinen unscheinbaren, liebenswürdigen Straße von der selbst Brügger glauben, dass es sie nicht gibt, Aspe: „Sie liegt ganz in der Nähe meines Geburtshauses in der Nähe der Vette Vispoort, eines früheren Armenviertels. Fetter Fisch war nämlich Arme-Leute-Essen.“

Unbekannt Pieter Aspe: „Ich habe in all den Jahren, von meiner Kindheit bis jetzt, gesehen wie Brügge sich veränderte, erblühte. Die historische Innenstadt und all die herrlichen Grachten und Kanäle, die überall die Stadt durch-

ziehen, waren in meiner Kinderzeit unheimlich verwahrlost. Über Brügge lag tatsächlich der Hauch einer toten Stadt, wie Georges Rodenbach es in seinem Roman „Bruges la Morte“ vor über hundert Jahren beschrieb. Die Stadt wurde nur zur Heilig-BlutProzession besucht und von englischen Schulkindern auf Klassenreise. Jetzt

Mystik. Wunderschöne, weniger bekannte, aber faszinierende Plätze wie die Jerusalemkirche und die barocke Kirche O.L.V.-ter-Potterie beflügeln die Fantasie. So könnte die Jerusalemkirche im Da Vinci Code eine Rolle spielen. Es ist eine Privatkirche, oder besser Kapelle. Ein gewisser Anselmus Adornes brachte einst aus dem Heiligen

„Brügge ist für einen Thriller eine fantastische Umgebung .” ist das völlig anders. Die Kanäle sind jetzt zu Recht der Stolz der Stadt und sorgen dafür, dass Brügge die Bezeichnung „Venedig des Nordens“ nicht umsonst trägt.“ Wer Brügge besucht kann nicht umhin: Es gibt dort viel Raum für Fantasie und

Land die Pläne der Grabeskirche in Jerusalem mit. Seine Nachfahren bauten danach eine exakte Kopie. Wer hier eintritt, den überfällt schauriger Stille, betont durch das Grabmal von Adornes und seiner Ehefrau, einen Altar mit Schädeln und Gebeinen und durch eine Krypta mit einer Grabnische als Nach-

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BRÜGGE VOM WASSER AUS BETRACHTET Man ist nicht wirklich in Brügge gewesen, wenn man keine Bötchenfahrt auf den berühmten Grachten mitgemacht hat. Vom Wasser aus genießt man eine ganz andere Sicht auf die Stadt und Ecken, die man nur vom Boot aus sehen kann. Die Boote fahren an fünf verschiedenen Anlegestellen ab. Während der eineinhalbstündigen Fahrt, bekommen Sie vom Bootsfahrer fachkundige Erläuterungen.

bildung des Grabes Jesu. Ebenso überwältigend ist die Hospitalkirche O.L.V.ter-Potterie, weitab vom Zentrum, im wirklich stillen Brügge, neben dem Priesterseminar. Wer sie betritt (ein Muss!), erfährt sogleich wie viel Mystik sich dort unter den Steinen verbirgt. An solchen Orten wird gleich welch düsterer Komplott in den Krimis von Pieter Aspe mehr als glaubwürdig.

Die älteste Kneipe Der Kontrast zwischen der ruhigen, historischen Stadt und üppig wuchernden 58

Verbrechen und Morden, erinnert sofort an die weltberühmten Abenteuer von Inspector Morse in Oxford. Pieter Aspe kann dieses Parallele nur bestätigen, auch wenn von Beeinflussung keine Rede sein kann. Inspector Morse ist weltweit bekannt für seine regelmäßigen Pub-Besuche, um zu entspannen, aber dieser Ruf löst sich auf in nichts im Vergleich zu Kommissar Van In. Er lässt seine grauen Zellen arbeiten und feiert seine gelösten Fälle stets mit mehreren Gläsern Duvel (zu Deutsch: Teufel what’s in a name!), ein blondes Starkbier mit üppigem Schaum, das er jedem Ausländer über den Schoß gießt. Kommissar Van In lässt seine Duvels häufig im Vlissinghe fallen, Brügges ältester Kneipe. Die Kneipe gibt es wirklich und war früher eine Abspanne. Pieter Aspe: „Ich ging im Sint-Leocollege zur Schule, genau gegenüber. Jedes Mal, wenn es ging, flutschten wir als Jünglinge in die Kneipe.“ Pieter Aspe kann man getrost als Lebensgenießer beschreiben. Die Gastronomie ist eine der Verlockungen, die ihn immer wieder nach Brügge treiben. Ins Dreisternerestaurant De Karmeliet zum Beispiel, das bereits in einem seiner Romane auftauchte. Pieter Aspe steht nun vor dem internationalen Durchbruch, vier Bücher in Frankreich sind bereits ein durchschlagender Erfolg, und jetzt kommt Italien. Wer in Kürze Franzosen und Italiener auf einer Brügger Terrasse massenweise Duvel trinken sieht, weiß das sie Aspe-Fans geworden sind. Genauso wie viele Tausend Flamen.

Das Beste in Brügge laut Pieter Aspe 1 MEIN LIEBLINGSORT IN DER STADT „Der Minnewaterpark versetzt mich zurück in meine Kinderzeit. Als junge Bengel drangen wir in das leerstehende Schloss ein, das früher auf einem Privatgrundstück stand und etwas verwahrlost war. In den siebziger Jahren kaufte die Stadt den Besitz und verwandelte ihn in einen prächtigen Stadtpark, wo immer Betrieb herrscht. Das Kanaaleiland etwas weiter, dort wo die Reisbusse ankommen und abfahren, ist der ideale Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden.“ Minnewaterpark

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De Refter

MEINE RESTAURANTS „Die größte Offenbarung der letzten Jahre ist für mich De Refter, das Bistro von Sternekoch Geert Van Hecke. Das Essen ist dort ebenso lecker wie in V sseinem Sternerestaurant, aber dabei ungemein preisfreundlich. Im Übrigen liebe ich etwas landp läufigeres Essen wie im Mojo oder die volkstümlilä cche Küche im De Willemijn. Dahin gehen die Brügg ger und ich selbst für vertraute Kost. Das ist oft ein St Steak, kann aber auch Kaninchen sein. Die leckerste ten Grillgerichte esse ich dann wieder im De Wijngaert. Les Malesherbes ist ein ausgezeichnetes ga Bistro mit südfranzösischem Einschlag. Jeder läuft Bis eigentlich daran vorbei, außer den echten Brüggern. eig Les Malesherbes liegt in der kleinsten Straße von Le Brügge, schon an sich eine Sehenswürdigkeit.“ Br

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MEINE CAFÉS (KNEIPEN) M „ „Bereits in meiner Schulzeit schlüpfte ich sooft ich konnte 3 in das Café Vlissinghe, es lag direkt gegenüber von mein ner Schule. Ich gehe weiter regelmäßig dort hin, es ist die ä älteste Kneipe von Brügge, und die Atmosphäre ist immer n noch dieselbe. Mindestens ebenso volkstümlich ist das C Café De Reisduif, es ist sehr klein und immer proppenvoll, ideal um echte Brügger anzutreffen und reden zu hören. ‘‘t Terrastje liegt abgelegen vom touristischen Treiben, a aber in einer sehr schönen, urtümlichen Gegend. Der Vlissinghe Name sagt es schon, die kleine Terrasse wirkt auf mich immer einladend, bestimmt zum Ausklang eines schönen Abends. Jerry’s Cigar Bar ist eigentlich ein Zigarettengeschäft, aber dahinter befindet sich ein kleines Lokal, wo es prima Rum und Whisky gibt, aber auch der Schokoladendrink und der Kaffee sind lecker. Na, und dann leiste ich mir eine teure Zigarre. Immer geöffnet, rund um die Uhr, ist die Vuurmolen, eines der populärsten Cafés von Brügge. Wer die Ruhe über hat, für den ist Café Vuurmolen der richtige Ort.“

kann dabei durchs Schaufenster zusehen. Sie haben eine ganz besondere Technik, um in Taufdragees den Namen des Kindes zu verstecken. Sehr einfallsreich.

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MEIN GEHEIMTIPP Ein richtiges No Man’s Land mit dem fantastischen Namen Hemelrijk. Das ist ein etwa 150 Meter langer Erdweg zwischen blinden Mauern, der sich auf Höhe des Priesterseminars befindet. Halluzinierend und irreal, man fühlt sich weit weg, wenn man da steht. Das hat mich so fasziniert, dass ich dem Weg in meinen Romanen eine kleine Rolle gegeben habe. In Brügge ist alles Inspiration.

Hemelrijk

PRAKTISCH

Die Adressen von Pieter Aspe MEINE SHOPPINGADRESSEN Ich sträube mich dagegen, ein echter Sammler von den oft herrlichen Bildern von Tim und Struppi zu werden, aber wenn es mich zu sehr überkommt, dann suche ich den Tintinshop heim. Um meinen Drang unter Kontrolle zu halten akzeptiere ich hin und wieder so ein Bild im Tausch gegen einen Auftrag, das ist nicht sammeln, sondern arbeiten. Noch so ein Sammeldrang, gegen den ich mich wehre, sind Gegenstände aus Altsilber, darum komm ich auch immer nur schwer an Alfa Papyrus vorbei. Bei dem Namen denkt man an ein Papierwarengeschäft, aber tatsächlich ist es ein Antiquitätengeschäft. Bei Quijo habe ich meinen Trauring gekauft, ein kleiner Juwelier mit fantastischer Fachkenntnis. Dieser Juwelier hat mit seiner aparten Weise Diamanten zu schleifen sogar weltweiten Ruhm errungen. In meinem ersten Buch war er der Juwelier, der überfallen wurde, 4 was ich ihm natürlich nicht wünsche. Brügge wäre nicht Brügge ohne gastronomische Verlockungen. Deldycke ist schlichtweg der beste Traiteur der Stadt, und zwar mit Abstand. Zudem ist der Geschäftsführer äußerst liebenswürdig, was ich sehr zu schätzen weiß. Zucchero ist ein Süßwarenladen, wo ein junges Paar handwerklich Bonbons herstellt; man Tintinshop

Minnewaterpark » De Refter, Molenmeers 2, Tel. +32 (0) 50 44 49 00, täglich geöffnet, www.bistrorefter.com » Mojo, Schaarstraat 4, Tel. +32 (0) 50 68 05 09, dienstags und mittwochs geschlossen, www.restomojo.tk » Willemijn, Gentpoortstraat 51, Tel. + 32 (0) 495 62 53 29, dienstagabends, mittwochs und donnerstags geschlossen » De Wijngaert, Wijngaardstraat 15, Tel. +32 (0) 50 33 69 18, mittwochs geschlossen, www.wijngaert.com » Malesherbes, Stoofstraat 3-5, Tel. +32 (0) 50 33 69 24, montags und dienstags geschlossen » Café Vlissinghe, Blekerstraat 2, montags und dienstags geschlossen, www.cafevlissinghe.be » De Reisduif, Langerei 30, Tel. +32 (0) 50 34 63 01, mittwochs und donnerstags geschlossen » ’t Terrastje, Genthof 45, Tel. +32 (0) 50 33 09 19 » Jerry’s Cigar Bar, Simon Stevinplein 13, sonntags geschlossen, www.jerrycigarbar.com » De Vuurmolen, Kraanplein 5, www.vuurmolen. com » Tin Tin Shop, Steenstraat 3, Tel. +32 (0) 50 33 42 92, www.tintinshopbrugge.be » Alfa Papyrus, Walplein 41, Tel. +32 (0) 50 33 66 87, sonntags geschlossen » Peter Quijo, Breidelstraat 18, Tel. +32 (0) 50 34 10 10, sonntags geschlossen, www.quijo.be » Deldycke Delicatessen, Wollestraat 23, Tel. +32 (0) 50 33 43 35, dienstags geschlossen, www.deldycke.be » Zucchero, Mariastraat 18, Tel. 032 (0) 50 33 39 62, dienstags geschlossen, www. confiserie-zucchero.be » Het Hemelrijk

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> Identikit Name: Till-Holger Borchert Geburtsdatum: 4. Januar 1967 Geboren in Hamburg, wohnt in Brüssel. Hauptkonservator des Groeningemuseums, Autor von zahllosen Büchern über die „Flämischen Primitiven”.

Eine gewaltige Anziehungskraft

Scheinwerfer auf Mitteleuropa Till-Holger Borchert untersucht flämische Einflüsse in der europäischen Kunst Laurens De Keyzer ist Kolumnist bei der Tageszeitung De Standaard und hat als Autor journalistischen und literarischen Arbeiten verschiedenster Art veröffentlicht.

Er wurde in Hamburg geboren, wohnt in Brüssel und arbeitet inmitten von schönen Künsten aus sechs Jahrhunderten, umgeben von herrlichen altflämischen Meistern, was er genießt. 2002 war Till-Holger Borchert einer der Kuratoren von Brügge, zur der Zeit kulturelle Hauptstadt Europas, heute ist er Konservator des Brügger Groeningemuseums und des Arentshuis. „Jeden Tag sage ich in dieser Stadt zwei Meisterwerken guten Tag.”

Brügge ist eine einzigartig schöne Stadt. Darüber hinaus lässt es sich dort sehr angenehm leben, zweifellos auch, weil man es verstanden hat, auf verständige und umsichtige Weise den mittelalterlichen Charakter in einem modernen Ambiente zu bewahren. Denn Brügge ist sicher keine in sich zurückgezogene Stadt, das habe ich inzwischen selbst zur Genüge erfahren. Die altflämischen Meister waren schon vor Jahrhunderten der Meinung. Brügge übte auf Künstler eine enorme Anziehungskraft aus. Bereits im 13. Jahrhundert lebte hier ein großes reiches Bürgertum, und die Stadt wuchs heran zu einem Handelszentrum in nordwestlichen Europa. Im 15. Jahrhundert ergriff die burgundische Verwaltung strukturelle Maßnahmen, um die Bevölkerung zu vergrößern, auch das war gut für die Entwicklung der Stadt. Und schließlich ist Brügge eine gut erhalte-

ne Stadt, die unter dem Bildersturm viel weniger gelitten hat als andere Städte. „Hier hat man noch heute Achtung vor den Dingen, das genieße ich wie unsägliche viele Einwohner und Besucher auch.”

Die Frau um die Ecke „Fast jeden Tag sage ich hier zwei Meisterwerken guten Tag:„ der Madonna des Kanonikus Van der Paele“ von Jan van Eyck im Groeningemuseum und den Dyptychon des Maarten van Nieuwenhove von Hans Memling im Sankt-Jans-Hospital, übrigens ei-

In der Liebfrauenkirche finden Sie nicht nur das prunkvolle Grab von Karl dem Kühnen, in der Krypta liegt auch seine Tochter und einziges Kind Maria von Burgund begraben. Sie war kaum 25 Jahr alt, als sie nach einem Fall bei einer Falkenjagd starb. Das Gesicht auf dem Sarg wurde nach ihrer Totenmaske modelliert. Die Urne, in der das Herz ihres Sohnes, Philipps des Schönen, aufbewahrt wird, ist im Hochchor zu sehen.

ner der seltenen zweiflügeligen Altäre aus der Zeit, die nie auseinandergenommen wurden. Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich jedes Mal etwas Neues entdecke, wenn ich voller Bewunderung vor den Meisterwerken stehe, und doch, meine Neugier bleibt ungetrübt, immer wieder schaue ich Dinge nach, beschäftige mich damit. Man kann sich die Frage stellen, was Menschen aus aller Welt früher und jetzt so zu den „flämischen Primitiven“ hinzieht. Ich denke, dass das viel damit zu tun hat, dass man hier zum ersten Mal in unserer Kunstgeschichte Menschen und Dinge sieht, die man aus der eigenen Umgebung kennt. Selbst eine Madonna sieht noch aus wie die Frau um die Ecke, eine Frau, an die wir uns erinnern können. Mit anderen Worten, die altflämischen Meister ha-

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ben ein Kunstkonzept begründet, das durch seinem Realismus auch für den Betrachter von heute verständlich ist. Sie haben das Individuum entdeckt. Darüber hinaus waren sie Meister im Lösen von Problemen in Bezug auf Material, Farbe und Raum. Unglaublich geschickt und spitzfindig ergründeten sie den Raum, zum Beispiel indem sie irgendwo im Raum einen Spiegel vorsahen. Auf dem Dyptichon von Memling, von dem ich vorhin sprach, hängt links hinter der Madonna ein runder Spiegel, in dem man den Raum sieht, in dem Maria sitzt. Darin ist sie selbst gemalt und direkt daneben das Bildnis ihres Auftraggebers, des Patriziers Maarten van Nieuwenhove. Prächtig. Berühren mich die Werke noch? Unbedingt. Aber echtes emotionales Einfühlungsvermögen erfahre ich eher

bei einem Maler wie Rogier van der Weyden als bei Jan van Eyck. Das intellektuelle, konzeptuelle Element bei dem Werk von Van Eyck oder Memling berührt mich sehr. Auch bin ich jedes Mal wieder voller Bewunderung, wenn ich feststelle, was Van Eyck zum Beispiel alles für die Komposition des Gemäldes ersonnen hat. Aber jemand wie Van der Weyden weckt mehr Empathie beim Betrachter. Auch bei mir. Van der Weyden und Van Eyck, allein schon wegen dieser Polarität des Kunstgenusses ist die Schatzkammer Brügge einen Besuch unbedingt wert.“

Van Eyck & Dürer als Richtmaß Als glanzvolles Ereignis im Rahmen des Stadtfestivals „Brügge Zentral“

läuft vom 29. Oktober 2010 bis zum 30. Januar 2011 im die Ausstellung „Van Eyck bis Dürer“. „Die Idee ist eigentlich aus zwei Ereignissen erwachsen: unserer eigenen Ausstellung für Brügge 2002 und der Erweiterung der Europäischen Union nach Osten. 2002 wollten wir mit der Ausstellung über die „flämischen Primitiven“ und die mediterrane Kunst die Untersuchung der Auswirkungen der altniederländischen Malerei auf die künstlerischen Entwicklungen in Südeuropa anregen. Gemessen an dem erneuten kunsthistorischen und akademischen Interesse für das Thema, darf ich mit einigem Stolz behaupten, dass uns das gelungen ist. Auch die Kritiker und das Publikum waren des Lobes voll. Nun konzentrieren wir uns also auf das Europa im Osten und im Norden Flan-

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MUSEUMSSHOP

Das Beste in Brügge

„Wer den Museumsshop des Groeningemuseums betritt, kommt sicher mit ein paar herrlichen Erinnerungen wieder heraus. Vielleicht nehmen Sie die Erinnerungen an die schönsten Kunstschätze in einem Bildband mit nach Hause oder vielleicht eine Reproduktion oder aber nur ein paar Ansichtskarten. Oder Sie können sich selbst mit einem echten Souvenir überraschen. Nicht nur begeisterte Kollegen aus dem Ausland, auch meine Frau habe ich bereits dabei ertappt.“

derns. Dass die altniederländische Malerei auf die künstlerische Entwicklung in Mittel-, Ost- und Nordeuropa im 15. Jahrhundert einen großen Einfluss hatte, wussten wir schon. Die Einflüsse sind bereits seit geraumer Zeit erkannt, aber bis jetzt wurden sie hauptsächlich im Hinblick auf einzelne Meister oder im Zusammenhang mit einer bestimmten Region diskutiert. Zum ersten Mal untersuchen wir jetzt den Austausch und die Wechselwirkung insgesamt. Den Scheinwerfer gen Osten, und Jan van Eyck und Albrecht Dürer als Richtmaß. Es wird eine Multimediageschichte, denn innovative Tendenzen werden auch mit Hilfe von Zeichnungen und Stichen verbreitet. Alles in allem wird die Ausstellung noch ehrgeiziger als die von 2002. Darüber hinaus profitieren wir von einem außer-

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laut Till-Holger Borchert WO ICH AM LIEBSTEN BIN

ordentlichen Glücksfall, nämlich der Erweiterung der Europäischen Union. Dadurch bekommen wir leichter Boden unter die Füße in Ländern, die lange Zeit außerhalb unseres Blickfelds lagen, ich denke zum Beispiel an Rumänien. Durch die Erweiterung gewinnt die Ausstellung nicht allein an Bedeutung für uns, sondern auch für die Nachbarn im Osten. Denn für viele, vor allem osteuropäische Museen bietet sich zum ersten Mal die Möglichkeit, eigene Werke in einem internationalen Kontext zu präsentieren. Ich erwarte also nicht nur viele, sondern auch viele neue Besucher – Menschen, die durch die herrliche alte Kunst auch zum ersten Mal das prächtige Brügge entdecken werden.“ Alle praktischen Informationen zu Brügge Zentral finden Sie ab Seite 8.

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„In den großen Kirchen von Brügge gibt es Dinge, die in Museen zum Nonplusultra gehören würden. Schauen Sie in der Liebfrauenkirche eben mal hoch, denn mit ihren 122 m ist dies der höchste Backsteinbau der Welt. Bewundern Sie in der Sint-Salvator-Kathedrale auf jeden Fall Grabmal der Familie de Gros die Wandmalereien in der Taufkapelle. Besuchen Sie in der Sint-Jacobs-Kirche unbedingt das Grabmal der Familie de Gros, denn das besagt alles über das Selbstbewusstsein und die Macht der Elite aus der Burgunderzeit, und deren Elite hier begraben liegt.”

MEINE RESTAURANTS

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„Im Den Amand habe ich einmal gesehen, wie ein deutscher Restaurantkritiker das ganze Menü abschrieb, mehr brauche ich wohl nicht zu sagen? Ich habe ihm sofort auch die Chicorée-Suppe im Cafedraal, ein Haus aus dem 15. Jahrhundert, empfohlen, e die einheimischen Gerichte und u das Karmeliet vom Fass im ‘t Schrijverke, v und ein exotisches Erlebnis in dem d raffinierten japanischen Restaurant Tanuki. T Der Mann erzählt immer noch davon. d Den Gouden Harynck musste ich ihm i nicht empfehlen, den kannte er schon seit s Jahren. Was mich nicht überraschte, denn d es ist eins der angenehmsten Sternerestaurants n der Gegend.“ Den Amand

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MEINE CAFÉS (KNEIPEN) „Im The Celtic Ireland herrscht immer Feststimmung, und das Ambiente ist immer herrlich international. Ich lass mich auch gerne im The Druid’s Cellar nieder, und sei es nur um Drew, meinen Lieblingsbar3 keeper, bei der Arbeit zu seThe Celtic Ireland hen. Die urige Kneipe De Lokkedize liegt in unmittelbarer Nähe vom Concertgebouw, ideal als Nachschlag, oder um Musiker einmal ohne ihre Instrumente anzutreffen. Die Bahnhofsgaststätte Den Express ist dann wieder wie geschaffen für Reisende wie mich, denn da kann ich bei einem letzten Kaffee auch noch eine Zigarette rauchen. Und will ich mich an einem richtig belgischen Bier gütlich tun, dann finden Sie mich in der Hollandse Vismijn. Zum Wohl!“

MEINE SHOPPINGADRESSEN „Bei Rombaux gibt es Ohrenschmaus in allen Genres, aber allein schon wegen der Einrichtung fühle ich mich dort unheimlich wohl. Bei Parallax kaufe ich meine Socken, aber sie sind auch Meister, wenn es darum geht, mit Stil meinen Bierbauch zu vertuschen. Für Kunst und Geschichte habe ich das Antiquariat Marc Van de Wiele entdeckt, eines der drei 4 besten des Landes. Sonstigen Lesestoff suche ich bei De Reyghere, wo auch sich der Tourist sofort daheim fühlt wegen der Zeitungen aus dem Ausland, und für Comics gehe ich immer zu De Striep.“ Rombaux

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MEIN GEHEIMTIPP „Wenn ich eben verschnaufen will, verziehe ich mich gerne das Sint-Annawijk, das populärste Viertel Brügges. Da erleben Sie noch in den Straßen rund um das Heimatmuseum den Charme des Zusammengehörigkeitsgefühls unter Nachbarn und abends eine für Brügge unbekannte Ruhe. Dort entdecken Sie auch viele interessante Orte, ich peile sie mal eben über den Daumen: den historischen Hospitalkomplex O.L.V.-ter-Potterie, das Kantcentrum (Spitzenzentrum), die Jeruzalemkirche aus dem Mittelalter und das Gezellemuseum.“

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Jeruzalemkirche

PRAKTISCH

Die Adressen von Till-Holger Borchert Den Amand, Sint-Amandsstraat 4,Tel. +32 (0)50 34 01 22, sonntagabends und mittwochs » Cafedraal, Zilverstraat 38, Tel. +32 (0)50 34 08 45, sonntags geschlossen, www.cafedraal.be » ’t Schrijverke, Gruuthusestraat 4, Tel. +32 (0)50 33 29 08, montags geschlossen, www.tschrijverke.be » Tanuki, Oude Gentweg 1-3, Tel. +32 (0)50 34 75 12, montags und dienstags geschlossen, www.tanuki.be » Den Gouden Harynck, Groeninge 25, Tel. +32 (0)50 33 76 37, sonntags und montags geschlossen, www.dengoudenharynck.be » The Celtic Ireland, Burg 8, www.celticireland. be » The Druid’s Cellar, Sint-Amandstraat 11B, www.thedruidscellar.eu » De Lokkedize, Korte Vulderstraat 33, montags und dienstags geschlossen, www.lokkedize.be » Den Express, Stationsplein » Hollandse Vismijn, Vismarkt 4, dienstags geschlossen » Muziekhandel Rombaux, Mallebergplaats 13, sonntags und montagmorgens geschlossen, www.rombaux.be » Kleding Parallax, Zuidzandstraat 17, sonntags geschlossen, www.parallax.be » Antiquariaat Van de Wiele, Sint-Salvatorskerkhof 7, sonntags geschlossen, www.marcvandewiele. com » Boekhandel De Reyghere, Markt 12, sonntags geschlossen, www. dereyghere.be » De Striep, Katelijnestraat 42, www.striepclub.be » Museumshop, Arentshof, Dijver 16, montags geschlossen, www.museabrugge.be » Heimatmuseum, Balstraat 43, montags geschlossen, www.museabrugge.be » Brüggemuseum Gezelle, Rolweg 64, montags geschlossen, www.museabrugge.be » O.L.V.-ter-Potterie – Hospitaalmuseum, Potterierei 79, montags geschlossen, www.museabrugge.be » Jeruzalemkirche und Kantcentrum, Peperstraat 3, an Sonn- und Feiertagen geschlossen, www.kantcentrum.com

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> Identikit Name: Maud Bekaert Geburtsdatum: 11. September 1976 Geboren in Brügge, wo sie wohnt und arbeitet. Letternbildhauerin mit eigenem Atelier in der Innenstadt.

Von Natur aus beschäftig Maud Bekaert sich vor allem mit Buchstaben und Literatur. Und zwischendurch gelegentlich ein klassisches Konzert. Aber

Brügge, herausfordernd, überraschend, verführerisch Kultur in Brügge – eine Kostprobe Der Journalist, Autor und Globetrotter Pierre Darge bereiste 95 Länder und ist Redakteur beim flämischen Lifestyle Magazin Weekend Knack.

Maud Bekaert, eine kultureller Tausendfüßlerin, erwarb sich Ruf und Namen mit dem Meißeln von Buchstaben in Stein. Aber sie stürzt sich auch mit Begeisterung in das mannigfaltige Brügger Kulturleben, das seit 2002 und mit der Eröffnung des Concertgebouws (Konzertgebäude) um vieles reger geworden ist. Eine junge Brüggerin über Kalligraphie, das Festival Klinkers, die wirbelnde Tanzszene und den Charme des Minnewaterparks bei Abenddämmerung. 70

tinuität. Das Sanfte, das einen tief berühren kann. Genau da bin ich Fan geworden, habe ich gelernt auf die Bewegung des Stillstands zu achten.

„Das Sanfte, das einen tief berühren kann.” Brügge 2002 hat sich für sie, wie für so viele andere Brügger und Besucher auch, der Horizont erweitert. „Als ich im Concertgebouw die Truppe von Anne-Teresa De Keersmaecker tanzen sah, war ich völlig aus dem Häuschen. Ich bin als Musikliebhaberin reingegangen und kam einige Stunden später als begeisterte Tanzliebhaberin wieder raus. Die Tänzer sahen in Jeans und T-Shirt so normal, so alltäglich aus, aber brachten eine unglaublich schöne Darbietung. Bei der Vorstellung erfuhr ich, zu was allem ein Körper fähig ist, auch wenn es nicht immer fließende Bewegungen waren. Was überraschte, war die Kon-

Weil das einen noch mehr fesselt als die Bewegung selbst. Und ich muss zugeben, dass ich seitdem eine ganze Menge Tanztheater erlebt habe, denn die moderne Tanzszene hat in Brügge wirklich einen neuen Stellenwert bekommen.

MEISSELN Wer Mau Bekaert bei ihrer subtilen Arbeit zuschauen möchte, kann das jeden Freitag in ihrem Atelier in der Sint-Clarastraat 40, mitten im Zentrum. Dort meißelt sie dann einige Stunden und bespricht mit Kunden eventuelle Aufträge.

Ich war mit Tanz nicht wirklich vertraut. Früher konnte ich mich wohl für Flamenco und Fado begeistern und nutzte jedes Jahr die Gelegenheit während des Festivals „Klinkers“, so einen Moment mitzunehmen. Im Sommer mangelt es daran nicht, wenn an den schönsten Eckchen ganze spezielle Vorstellungen für ein kleines Publikum stattfinden. Besonders angetan war ich einmal von „Misia”, einer Fadodarbietung mit Texten von Garcia Lorca.”

Der musikalische Sommer „Klinkers hat dem Sommer in Brügge einen neuen Anstrich verliehen, und wenn das Wetter dann mitspielt, fühlt man sich in der Stadt sofort wie im Süden. Und dann ziehe ich los auf Gera-

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tewohl, um mir eine unbekannte Gruppe anzuhören, einfach weil der Abend so schön ist, und ich mich überraschen lassen will. Der Sommer steht in Brügge ganz im Zeichen der Musik.” Maud genoss klassische Musik für gewöhnlich nur häppchenweise. Aber auch das hat sich 2002 geändert. Ich finde das Concertgebouw schon architektonisch wegen des Raums und des Lichteinfalls ganz besonders gelungen. Mit der Ankunft von Jos van Immerseel, der dort mit Anima Eterna in Residence ist, ist alles ins Rollen gekommen. Darüber hinaus bin ich eine große Liebhaberin von Bach und lasse mich im Concertgebouw gerne von dem Decor überwältigen, während ich die Musik unglaublich genieße.”

Versuchung, und manchmal gehe ich abends nach zehn in die Stadt, nur um die erleuchteten Fassaden und die Ruhe entlang den Kanälen zu genießen.

Kalligraphie in Stein Schatten am Wasser Maud Bekaert ist auch und vor allem eine begierige Konsumentin von visuellen Erfahrungen, ruhelos auf Wanderschaft in der Stadt auf Suche nach allem was schön ist und Charakter hat. „Ich kann mich an den alten Häusern, an denen die Stadt so reich ist, unheimlich erfreuen und habe das Privileg, auch viele Interieurs zu entdecken. Vor allem die sich in den Grachten widerspiegelnden Fassaden bringen mich in

Brügge ist zum Herzstück der Kalligraphie in diesem Land geworden. Dass verschiedene bekannte Namen sich dort niedergelassen haben und die Stadt diesbezüglich so viele Initiativen ergriffen hat, verleiht der Stadt in meinen Augen eine besondere Dimension. Genießen ist häufig eine Frage von kleinen Dingen: die eingemeißelten Hausnummern, die Namen der Hotels oder der Schreibwarenladen in der Oostmeers, wo ich Material kaufe oder Glückwunschkarten aussuche. Aber ich kann auch die Größe von Mi-

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CITY CARD

POESIE IN DOPPELZEIT

Dieses neue Projekt vereinigt Poesie mit bildenden Künsten an historischen Stätten im Sint-Annawijk. Gedichte aus dem 19. und 20. Jahrhundert werden visuell und auditiv dargeboten, und bildende Künstler befassen sich mit dem Themen der Sprache. Der große Guido Gezelle, als experimenteller Dichter der Zeit voraus, stand wohl Pate.

Das Beste in Brügge laut Maud Bekaert

1 MEIN LIEBLINGSPLATZ M

23. Januar – 23. Mai 2010, www.dubbeltijd.be.

chelangelos Madonna in der Liebfrauenkirche unheimlich genießen, wie auch im Sommer einen Film am Strand von Zeebrügge oder im Astridpark. Brügge ist eine Stadt, die ihre Besucher und Bürger immer wieder herausfordert und verführt.”

Spannende Gegenüberstellungen Brügge begrüßt auch gerne neue Projekte wie „Poesie in Doppelzeit“. Ich ahne, dass sich diese Initiative von Gwy

mal fügt das Bild dem Text etwas hinzu und umgekehrt. Nimmt man dann noch die Kombination eines historischen Umfelds mit moderner Kunst dazu, dann spürt man, dass Brügge wirklich lebt. Zudem findet all das in meinem Lieblingsviertel, dem Sint-Annawijk, statt, wo die Verträumtheit förmlich zum Anfühlen ist, auch wenn viele Brügger diese Erfahrung noch nicht entdeckt haben. Die Konfrontation des alten Baums im Garten des Gezellemuseums mit dem modernen Werk von Jan Fabre hat schon immer für eine besondere

„Brügge ist das Herzstück der Kalligraphie geworden.” Mandelinck zu einer spannenden Angelegenheit entwickelt, wo der Besucher erfahren kann, wie Wort und Bild ins Zwiegespräch kommen können, und wie jeder Künstler damit umgeht. Manch-

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Atmosphäre gesorgt, und dass nun monumentalen Gebäude wie das Englische Kloster und das Priesterseminar ihre Türen öffnen, ist unbedingt ein Pluspunkt.

„ besuche gerne den Beginenhof bei Abend„Ich dämmerung, dann schwebt über diesem friedlid cchen Ort ein Hauch von Nostalgie. Eine Oase der Ruhe, wo jeder leiser spricht und die Geräusche R der Stadt nur gedämpft hereindringen. Herrlich.” d

Beginenhof

2 MEINE RESTAURANTS „Bei Heer Halewijn genieße ich die ehrliche Küche mit herrlich gegrilltem Fleisch, im Winter gemütlich am Kaminfeuer und im Sommer auf der Terrasse. Das Quatre Mains ist ideal für ein leichtes Mittagessen hinten auf der schönen Terrasse und das De Twijfelaar für kreative Küche. Im De Lotus werden wiederum herrliche vegetarische Gerichte serviert, und das Mittagessen dort ist vortrefflich. Für besondere Anlässe wähle ich die Intimität des geschmackvollen, weißen Interieurs von Chez Olivier, gelegen an einer der schönsten Ecken der Stadt.”

Chez Olivier

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MEINE CAFÉS (KNEIPEN) ME

MEIN GEHEIMTIPP

„Ic bin verrückt nach der Terrasse von „Ich De Republiek im Sommer wegen der Behaglichkeit und schätze auch das Be Stokershuis mit französischen ChanSto sons, klassischer Musik und der gemütso lich braunen Einrichtung. Ins De Stoepa lic gehe ich auf einen Plausch und einen ge Cocktail auf der supergemütlichen TerC rasse. De Kleine Nachtmuziek ist eine ra himmlische Kneipe mit Gemüt, und um h nach der Vorstellung noch ein wenig zu n plaudern, gehe ich ins Concertgep bouwcafé.“ b

„Das in Beton getränkte Foto von Dirk Braeckman im Concertgebouw ist beeindruckend. Der Fotograf versteht es wie kein anderer, durch das Weglassen von Schichten das Wesentliche freizulegen, auch wenn der Betrachter sich dabei etwas abmühen muss. Aber er wird dann auch mit immer neuen Einblicken und Einsichten belohnt.“

Concertgebouwcafé

5 Foto von Dirk Braeckman

PRAKTISCH

Die Adressen von Maud Bekaert MEINE SHOPPINGADRESSEN „Die Buchhandlung Raaklijn führt ein reichhaltiges Angebot an Kunstbüchern und zudem eine große eigene Auswahl, ganz nach meinem Geschmack. Mir gefällt auch das Schmuckatelier Kin Gin wegen der schönen Einrichtung und den eigenen Kreationen. Auch De Krokodil ist ein Platz nach meinem Herzen, weil sie dort sehr schönes, originelles Spielzeug verkaufen, vom Bilderbuch bis zu Holzhäuschen, und ich auch mal eine Geburt zum Anlass nehme, um etwas für mich selbst zu kaufen. Ins Papierwarengeschäft De Schacht zieht es mich, wenn ich Bleistifte, Zeichenkohle, Papier und gute Beratung brauche, aber auch einfach nur zum Spaß. Im Gemüsegeschäft De Laurier sehe ich mir die wechselnde Kunst an, während für mich Bananen und Porree eingepackt werden.“

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De Laurier

Fürstlicher Beginenhof Ten Wijngaarde, Begijnhof 24-28-30, www.monasteria.org » Heer Halewijn, Walplein 10, Tel. +32 (0)50 33 92 20 » Quatre Mains, Philipstockstraat 8, Tel. +32 (0)50 33 56 50, sonntags und montags geschlossen, www.4mains.com » De Twijfelaar, Eeckhoutstraat 24, Tel. +32 (0)50 34 15 44, sonntags und montags geschlossen, www.detwijfelaar.be » De Lotus, Wapenmakerstraat 5, Tel. +32 (0)50 33 10 78, sonntags geschlossen, www. lotus-brugge.be » Chez Olivier, Meestraat 9, Tel. +32 (0)50 33 36 59, donnerstags, samstagmittags und sonntags geschlossen » De Republiek, SintJakobsstraat 36, www.derepubliek.be » Het Stokershuis, Langestraat 7, dienstags und mittwochs geschlossen » De Stoepa, Oostmeers 124, montags geschlossen, www.stoepa.be » De Kleine Nachtmuziek, Sint-Jakobsstraat 60, dienstags und mittwochs geschlossen » Concertgebouwcafé, ’t Zand, sonntags und montags geschlossen, www.concertgebouw.be/cafe » Raaklijn, Sint- Jakobsstraat 7, sonntags geschlossen, www.boekhandelraaklijn.be » Kin Gin, Ezelstraat 27, sonntags und montags geschlossen » De Krokodil, Sint-Jakobsstraat 47, sonntags geschlossen, www.krokodil.be » De Schacht, Katelijnestraat 49, sonntags geschlossen, www.de-schacht.be » Bvba De Laurier, Langestraat 80, montags geschlossen

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Flämische Primitive mit Geschmack Brügge, Zentrum der Weltgastronomie Toni De Coninck ist Chefredakteur von UIT-Magazine, dem Lifestyle-Magazin des flämischen Automobilclubs VAB. Er schreibt bereits seit 16 Jahren über Tourismus und Gastronomie.

Heston Blumenthal, Albert Adria, Sergio Herman und Peter Goossens. Die größten internationalen Küchenchefs zeigten Anfang 2009, weshalb Brügge die kulinarische Metropole Belgiens ist. Mitinitiator Guido Francque und „Shock-o-latier“ Dominique Persoone erzählen über den Erfolg von „The Flemish Primitives“, dem alljährlichen Seminar über Food Pairing. 78

> Identikit Name: Dominique Persoone Geburtsdatum: 24. September 1968 Geboren in Brügge, wo er arbeitet. Eigentümer von The Chocolate Line, Vorsitzender der Gilde der Brügge Chocolatiers.

> Identikit Name: Guido Francque Geburtsdatum: 29. November 1955 Geboren in Assenede, lebt und arbeitet in Brügge. Food & Wine Consultant, Autor und Dozent.

Dominique Persoone ist der Mann, der Rolling Stone Ronnie Wood Kakao schnupfen ließ und dafür ein spezielles Gerät entwarf, The Chocolate Shooter. Er steckte Miss Belgien in ein Korsett aus Schokolade und bemalte Hunderte von nackten Frauenkörpern für eine Photo Session mit dem amerikanischen Kunstphotographen Spencer Tunick. Dominique Persoone ist zweifelsohne der meist diskutierte und fortschrittlichste Schokoladenhersteller in Belgien. Ein Shock-o-latier, als solcher wurde er in den letzten Jahren bekannt. Guido Francque nennt sich selbst ein Food & Wine Consultant, der sich freigekämpft hat – eine Bezeichnung, die

bekannte Weinländer wie Griechenland und Portugal auf die Karte. Eine ganze Generation junger Weinkellner und Küchenchefs wurde von seinem

„Wer die Grundlagen der Gastronomie vernachlässigt, begeht einen Fehler.” für unzählige Dinge steht. Er war einer der ersten Sommeliers in Belgien, verscheuchte heilige Kühe und setzte un-

Talent und Enthusiasmus geprägt. Guido stand Anfang 2009 mit an der Wiege von „The Flemish Primitives“, einem

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CITY CARD

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SCHOKOLADENMUSEUM

Zusammen mit der leckeren belgischen Schokolade sind die belgischen Pommes frites sicherlich das Produkt, das die burgundische Lebensweise der Belgier am besten illustriert. Fritten sind nicht französisch wie die englische Übersetzung (French fries) vermuten lässt, sondern ein echt belgisches Produkt. Deshalb ist es nur logisch, dass man das einzige, echte Pommes-fritesMuseum in Brügge antrifft.

Im Schokoladenmuseum ChocoStory kann man ausgesuchte Nachschlagwerke, Herstellungsmaterial und andere Raritäten aus der Welt der Schokolade bewundern. Dominique Persoone: „Ich bin auf die antiken Bücher im Museum einfach versessen. Unglaublich, dass man da einfach so in Schriften der Maya schmökern kann.” Choco-Story, Wijnzakstraat 2, 8000 Brügge, Tel. +32 (0)50 61 22 37, www.choco-story.be

Symposium über neue Kombinationsmöglichkeiten von Nahrung (Food Pairing) mit zahlreichen nationalen und internationalen Spitzenköchen. Das Ereignis fand statt in dem repräsentativen Rahmen des Brügger Konzertgebäudes und wurde ein unerhoffter Erfolg. „Es geht darum, dass wir unserer Spitzengastronomie und damit auch der Stadt Brügge jedes Jahr etwas mehr weltweite Aufmerksamkeit schenken,” sagt Guido. Food Pairing gab es immer schon, aber unter anderem dank „The Flemish Primitives“ bekommt es nun einen wissenschaftlichen Unterbau. Wir stehen vor der größten kulinarischen Revolution seit dem Entstehen der Nouvelle Cuisine und wollen den Küchenchefs weltweit aufzeigen, wie sie es besser machen können.

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POMMES FRITES MUSEUM

Frietmuseum, Vlamingstraat 33, 8000 Brügge, Tel. +32 (0)50 34 01 50, www.frietmuseum.be

Alchemie? Al h i ? Heißt das, dass die klassischen Kochbücher von Escoffier und Cauderlier in den Mülleimer gehören? „Ich habe während meiner Brainstormings bei Heston Blumenthal im englischen Dreisternerestaurant The Fat Duck noch nie erlebt, dass jemand seine Wurzeln und Ausbildung verleugnete,“ antwortet Dominique. „Es ist richtig, dass Molekularküche für Evolution und Revolution sorgt, was ich auch in meine Arbeit als Chocolatier integriere. Aber wer die Grundlagen der Gastronomie vernachlässigt, begeht einen Fehler.“

Auch Guido Francque will etwas nuancieren. Das Problem der Molekulargastronomie – an sich schon ein schlecht gewählter Name – ist, dass viele noch an die Tyrannei von kleinen Schaumgebilden, Salben und Wölkchen glauben. 95% der „Versuchsesel“ sind Trittbrettfahrer von Adria und Blumenthal. Man kann nicht einfach irgendwas in eine Espumaflasche tun und auf einen Teller spritzen. Viele Küchenchefs vergessen, dass dazu Denkarbeit gehört. Molekularküche ist

lung. Ich verschicke meine E-Mails doch auch nicht mit der Brieftaube.“ „Spitzenköche wie Adria geben noch ein ganz anderes Signal,“ meint Dominique. „Sie flehen uns beinah an, ihre spanischen oder katalanischen Gerichte nicht zu kopieren. Es ist völliger Unsinn, Schalentiere aus Galizien zu importieren, wenn man hier in Zeebrügge die herrlichsten handgepulten Krabben findet. Ich finde, dass Brügge mit all diesen neuen Techniken sehr vernünftig um-

„Kochkunst, die zum Gipfel des kulturellen Erbes gehört.” ein Mittel, um die Reinheit eines Produkts zu verstärken. Kein Selbstzweck. Früher gab es dafür Schneebesen und Suppenkellen. Jetzt Roner, Pacojets und Thermomix. Das ist eine normale Entwick-

geht. Der Besucher kann hier in vielen Spitzenrestaurants die schönsten und neusten Food Pairings finden, aber ebenso gut die größten Klassiker wiederentdecken, zum Beispiel im Schokola-

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DAS BRUGSCH SWAENTJE Lust einmal mittelalterliche Grut zu probieren? Das Brugsch Swaentje, die von der Gilde der Brügger Chocolatiers entwickelte, handgefertigte Stadtpraline, hat eine Füllung aus Mandelnougat, Mandelkeks und … Grut. Also etwas für Feinschmecker und bei einem der über 50 Chocolatiers, die Brügge zählt, zu kaufen. Sie erkennen sie an dem offiziellen Händlerlabel.

den- oder im Pommes-Frites-Museum.“ Macht es dann trotzdem Sinn mit dieser Schokolade oder Fritte ein molekulares Gericht zu zubereiten? „Tief in meinem Herzen bleibe ich natürlich ein 16jähriger Lausebengel,“ lacht Guido. „Ein Mensch versucht immer, die Grenzen seines Fachgebiets zu ertasten. Es gibt nichts Leckereres und Sämigeres als ein vortreffliches hausgemachtes Vol-au-VentPastetchen. Aber was spricht dagegen, dieses Vol-au-Vent zu dekonstruieren und mit den Ingredienzien ein Gericht des 21. Jahrhunderts zuzubereiten.

Primitiv, aber nicht verrückt Brügge bestätigte Anfang 2009 abermals seinen Status als kulinarische Metropole. Anfang Januar fand das erste Symposium „The Flemish Primitives“ statt, ein bahnbrechendes gastronomisches Ereignis bei dem die Elite der nationalen

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und internationalen Küchenchefs anwesend war, und das 2010 erneut auf dem Plan steht. Der Erfolg überstieg alle Erwartungen: Dort demonstrierten Spitzenköche wie Heston Blumenthal, Sergio Herman und Peter Goossens, warum ihre Kochkunst zum Gipfel des kulturellen Erbes gehört. Auch Dominique Persoone bot eine sehr wohlschmeckende Werkschau. Guido Francque war einer der großen Namen hinter den Kulissen. „The Flemish Primitives” sagen von sich, sie seien „von der Genialität der gleichnamigen Maler aus der 15. Jahrhundert inspiriert“. Genau wie die Flämischen Primitiven die Malerei endgültig veränderten, gehen auch diese Küchenchefs multidisziplinär vor. Ihr Liebe zum reinen Ausgangsprodukt und ihre klassische Kochkunst verfeinern sie mit neuen Techniken und Unmengen an Kreativität. Das können Sie in den 7 mit MichelinSternen ausgezeichneten und 357 anderen Restaurants entdecken.

Das Beste in Brügge laut Guido Francque und Dominique Persoone MEIN KULTURTIPP

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Guido: Von Memling bis Patteeuw. „Ich genieße Kunst in all ihren Formen. So kann ich stundenlang die Flämischen Primitiven im Memlingmuseum bestaunen und lausche den modernen Deutungen von Roland Patteeuw mit aufgerissenem Mund.” Dominique: „Seit meiner Kinderzeit hege ich große Bewunderung für das Werk „Das Urteil von Cambyses” von Gerard David. Es hängt im Groeningemuseum. Ich erinnere mich, dass ich als Kind unheimlich beeindruckt war von dem Mann, der in der Mitte des Bildes lebendig gehäutet wird.“

MEINE RESTAURANTS Guido: „Brügger gehen ins Bistro Kok au Vin, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist prima und man fühlt sich dort wie zu Hause. Mit Gästen aus dem Ausland gehe ich an einer der Buden unter dem Belfried Fritten essen und am Tag danach lassen wir uns Biergerichte im Den Dyver schmecken. Was Brügger Spitzengastronomie anbelangt, g bin ich verrückt nach allem, was an Perfektion grenzt wie die klassische Küche von Geert (Van Hecke) im De Karmeliet.” 2 Dominique: „Fortschrittlich und wahnsinnig lecker: Filip Claeys von w De Jonkman. Sehr ordentlich ist D auch Le Menu Belge im Hotel De Tuia lerieën, vor allem, wenn man die echle ten belgischen Klassiker kosten will.” te

De Karmeliet

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MEINE CAFÉS (KNEIPEN)

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Guido: „Ich trinke meinen perfekt zubereiteten Illy Ristretto auf der Terrasse bei Huyze Die Maene auf dem Markt, mit Sicht auf den Belfried und das touristische Gewimmel rund um die Fiaker. Anderseits wird das Brugse Zot, unser Stolz, am besten in der Brauerei De Halve Maan selbst gezapft. Aber bei einer Vino Vino obligatorischen Brügger Kneipentour geht nichts an der Kneipe ’t Brugs Beertje vorbei. Da haben Sie nicht nur die allergrößte Auswahl, sondern es auch mit absoluten Bierkennern zu tun.“ Dominique: „Die Craenenburg ist ideal, um zwischen Brüggern und Touristen die Zeitung zu lesen, und das Vino Vino, wenn man sich mit seiner Angebeteten gut unterhalten will.“

MEINE SHOPPINGADRESSEN Guido: „Im Spitzengebilde von Kunst und Gastronomie verwoben befinden sich einige der besten Läden, die es gibt. In Brügge gehe ich in die sehr exquisite Weinhandlung Cuvée, schlecke das leckerste Eis der Welt bei Sylvia Manders Gelateria Da Vinci, trage die beste Brille der Welt von Optiek Hoet.“ Dominique: „Jeder Gastronom und Feinschmecker wird Ihnen zeigen, wo es zum De Olijf4 boom geht. Dort finden Sie nicht nur das edelste Olivenöl oder o Balsamessig, sondern auch a Hunderte von anderen Gaumenfreuden. G Ich habe auch a viel übrig für die Arbeiten t des Blumenbinders und Innenarchitekten In Frederiek Van V Pamel, der jetzt ein Geschäft s am Markt hat.“ Gelateria Da Vinci

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MEIN GEHEIMTIPP Guido: „Ein Kleinod der Brügger Kultur ist die echte Brügger Spitze. Dafür gehe ich immer nur in ein einziges Geschäft: A. Pickery, wo es die einzige echte jahrhundertealte Spitze zu sehen und zu kaufen gibt.“ Dominique: „Direkt beim Schokoladenmuseum Choco-Story finden Sie das Lampenmuseum Lumina Domestica. Das Museum illustriert wirklich auf phantastische Weise die Geschichte des Lichts. Einmalig auf der Welt, und dazu noch richtig schön für Kinder!“

PRAKTISCH

Die Adressen von Guido Francque und Dominique Persoone Memling in Sint-Jan – Hospitaalmuseum, Mariastraat 38, montags geschlossen, www.museabrugge.be » Groeningemuseum, Dijver 12, montags geschlossen, www.museabrugge.be » Kok au Vin, Ezelstraat 19, Tel. +32 (0)50 33 95 21, www.kok-au-vin.be » Den Dijver, Dijver 5, Tel. +32 (0)50 33 60 69, mittwochs und donnerstags geschlossen, www.dijver.be » De Karmeliet, Langestraat 19, Tel. +32 (0)50 33 82 59, sonntags und montags geschlossen, www.dekarmeliet.be » De Jonkman, Maalse Steenweg 438, Sint-Kruis, Tel. +32 (0)50 36 07 67, sonntags und montags geschlossen, www.dejonkman.be » Le Menu Belge, Hotel De Tuilerieën, Dijver 7, Tel. +32 (0)50 34 36 91, montags, dienstags und mittwochs geschlossen, www.hoteltuilerieen.com » Huyze Die Maene, Markt 17, Tel. +32 (0)50 33 39 59, www.huyzediemaene.be » De Halve Maan, Walplein 26, Tel. +32 (0)50 33 26 97, www.halvemaan.be » ’t Brugs Beertje, Kemelstraat 5, Tel. +32 (0)50 33 96 16, dienstags und mittwochs geschlossen, www.brugsbeertje.be » Craenenburg, Markt 16 » Vino Vino, Grauwwerkersstraat 15, Tel. +32 (0) 486 39 80 66, sonntags und montags geschlossen » Wijnshop Cuvée, Philipstockstraat 41, Tel. +32 (0)50 33 33 28, www.cuvee.be » Gelateria Da Vinci, Geldmuntstraat 34, Tel. +32 (0)50 33 36 50, (www.facebook.com/pages/Brugge-Belgium/ Gelateria-Da-Vinci/84739993600) » Optiek Hoet, Vlamingstraat 19, sonntags geschlossen, www.hoet.eu » De Olijfboom, Smedenstraat 58, sonntags und montags geschlossen, www.deolijfboom.be » Frederiek Van Pamel, Eiermarkt 3, sonntags geschlossen, www.frederiekvanpamel.be » A. Pickery, Oude Burg 2B-C, Tel. +32 (0)50 34 53 80 » Lumina Domestica, Wijnzakstraat 2, www. luminadomestica.be

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> Identikit Name: Rik Vanwalleghem Geburtsdatum: 9. Oktober 1952 Geboren in Wevelgem, Zielort des bekannten Radrennens Gent-Wevelgem. Wohnte zehn Jahre in Brügge. Seit dem 1. Januar 2006 ist Rik Vanwalleghem Leiter des Zentrums „Ronde van Vlaanderen” in Oudenaarde. Außerdem ist er Journalist und Autor diverser Bücher über den Radsport.

Rik Vanwalleghem, heute der leidenschaftliche Leiter des Zentrums „Ronde van Vlaanderen“ in Oudenaarde, wohnte zehn Jahre lang in Brügge und

Brügge, fahrradfreundliche Stadt Ein Traumstart für die Flandernrundfahrt Sophie Allegaert ist Journalistin und schreibt für das Tourismus- und Lifestylemagazin „Genieten“. Sie schrieb auch den niederländischen Führer „Brugge onder vriendinnen” (Brügge unter Freundinnen).

Rik Vanwalleghem brachte die Flandernrundfahrt nach Brügge, kennt alle Radrenngeheimnisse, die es zu kennen gibt, und weiß wie kein anderer, seine Radsportbegeisterung in bei Kennern und Laien beliebten Artikeln und Büchern fesselnd zusammenzuballen.

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weiter auf dem überdachten Spielplatz waren splitternackte Rennfahrer dabei, sich zu waschen. Ich, noch grün hinter den Ohren, wusste nicht, wohin ich gu-

„Radfahren ist ideal, um eine Gegend zu entdecken.” genießt den fahrradfreundlichen Charakter der Stadt. Und all das begann mit Eddy Merckx. „Als ich 12, 13 Jahre alt war, zog ich mit meinem Schwager, einem echten Radrennfanatiker, unbeirrt ans Ziel von Gent-Wevelgem, meinem Geburtsdorf. Nach dem Rennen wuschen sich die Rennfahrer in der Vorschule. Ein Ereignis, das wir nicht verpassen wollten. Wir überlisteten den Wache haltenden Feldhüter und stiegen über die Mauer, um so in den Innenhof zu gelangen. Plötzlich kamen wir aus den Sträuchern, und ein paar Meter von mir entfernt sah ich Peter Post pinkeln! Etwas

cken sollte. Ich hatte noch nie einen nackten, behaarten erwachsenen Mann gesehen und bin noch gerade ohne Trauma davon gekommen (lacht). Zuhause wagte ich nichts zu sagen, denn dann hätte ich gestehen müssen, dass ich über die Mauer geklettert war.“

CITY CARD

FÜR AMATEURE UND PROFIS!

FAHRRADFREUNDLICH WOHNEN MITTEN IN DER STADT!

Das multimediale Zentrum „Ronde van Vlaanderen“, komplett mit interaktivem Museum, Brasserie und Museumsshop, ist ein Muss für jeden, der seine Radsportkenntnisse aufpolieren will, und zieht Jung und Alt, Profi, Amateur und Laie in seinen Bann. Mit der Brugge City Card bekommen Sie zudem auf die Eintrittskarte einen Nachlass! Merken Sie sich bereits jetzt das Datum für die nächste Flandernrundfahrt: 4. April 2010

Brügge kann sich mit wohl bemerkt 16 fahrradfreundlichen Hotels brüsten! Das bedeutet konkret, dass die 16 Adressen ganz in er Nähe einer anerkannten Radroute liegen und Fahrradfreunden eine Reihe Annehmlichkeiten anbieten: von der Fahrradgarage über ein Pannenset bis zu Radkarten. Darüber hinaus gibt es überall in der Stadt Fahrräder zu mieten. Und noch eine gute Nachricht! Mit der Brugge City Card ist das Mietfahrrad mindestens 15% billiger! Mehr dazu auf Seite 6.

Markt 43, 9700 Oudenaarde, +32 (0)55 33 99 33, www.crvv.be

„Ein anderes Mal, als Merckx GentWevelgem gewonnen hatte, kam er genau vor meiner Nase zum Halten. Einige Sekunden lang stand ich Auge in Auge mit dem Radrennidol. Dann nahm die Menge ihn in Besitz. Dennoch bin ich kein Radrennfahrer geworden, wohl aber ein halber Radtourist, der das Rennen liebt und bereits einige Pässe bezwungen hat. Das ist einige Zeit her. Heute fahre ich viel zu wenig Rad und halte mich aus Zeitmangel an das Erholungsgenre. Radfahren ist immer noch ideal, um eine Gegend zu entdecken. Zu Fuß ist der Aktionsradius zu klein, und mit dem Auto saust man überall durch und sieht nichts. Als wir noch in Brügge wohnten, machten wir fast alles mit dem Rad. Die Stadt ist nicht extrem groß und sehr radfreundlich. Radfahren ist dort sehr bequem,

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unheimlich sicher und sehr angenehm. Und wenn Sie bereit sind zu eine größeren Tour, nach dem Vorbild der legendären „Flandriens“, können Sie eine der vier Themenrouten wählen, die von der Stadt aus das „Brügger Umland“ durchqueren.

Lektionen des Lebens, die weise machen „Rennen fahren, das ist Leben. Ein haushoch übertriebenes Klischee, aber es trifft den Nagel auf den Kopf. Alles was das Leben und den Menschen schön und hässlich macht, das findet man hundertfach beim Rennen wieder. Von Tragödien wie bei den alten Griechen bis hin zu unverfälschter Romantik und alles, was dazwischen liegt. Pure Epik. Beim Laufen und

Schwimmen muss man der Schnellste sein. Bei Radrennen ist so viel zu berücksichtigen. Es geht nicht einfach darum, am schnellsten in die Pedale zu treten. Allerlei Faktoren spielen eine Rolle. So befand sich der Niederländer Jan Rasse einmal in der Spitzengruppe mit zwei Konkurrenten, von denen er wusste, dass sie in eine Frauenaffäre verwickelt waren. Er wusste, dass sie sich deshalb nicht ausstehen konnten und keinen Zoll

nachgeben würden. Sie haben sich gegenseitig kaputt gemacht, worauf Raas loslegte und gewann.”

Ein wunderschöner Start „Dass die Flandernrundfahrt, das Rennen par excellence, auf dem Brügger Markt startet ist nur logisch. Brügge ist ein perfektes Aushängeschild für Flandern. Die Stadt hat eine weltweite Ausstrahlung, und man muss lange suchen bis man einen Ort findet, der so gelegen ist. Die Flandernrundfahrt und Brügge passen perfekt zusammen, ein Erfolg, der Jahr für Jahr 60 Millionen Fernsehzuschauer in Verzückung versetzt. Darüber hinaus veranschaulicht der Start, dass sowohl Brügge als auch die Rundfahrt mit ihrem Erbe vernünftig umzugehen wissen. Man muss die Vergan-

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AUF GEHT’S! Schwingen Sie sich auf Ihr Rad, und entdecken Sie auf vier nagelneu ausgeschilderten Themenrouten die Umgebung von Brügge. Werden es die Sommerschlösser und Abteien im Grüngürtel von Brügge, oder entscheiden Sie sich lieber für die Polderlandschaft zwischen Brügge, Damme und dem malerischen Lissewege, eines der schönsten Dörfer Flanderns? Das Radwegnetz vom Brügger Umland mit seinen Knotenpunkten bietet auch die Möglichkeit eine eigene Route auszuarbeiten. Näheres erfahren Sie in den Informationsbüros im Bahnhof oder im Concertgebouw!

Das Beste in Brügge laut Rik Vanwalleghem 1

MEIN LIEBLINGSPLATZ „Die Dünen und der Strand von Zeebrugge sind der ideale Zufluchtsort für alle, die gerne Sonne und Wind genießen.“

Einstweilen haben Radfahrer in Brügge freie Bahn am dritten Sonntag im September. Da macht Brügge mit beim europaweiten „Tag ohne Auto“ mit. An dem Tag ist die Innenstadt Radfahrern und Fußgängern vorbehalten, mit vielen Aktivitäten.

Der Strand von Zeebrugge

2 genheit hegen und die geschichtlichen Wurzeln respektieren, aber man darf sich nicht damit begnügen. Nostalgie und Folklore können erstickend wirken. Etwas was die Stadt gut begriffen hat. Also sieht man jedes Jahr aufs Neue mitten in dem historischen Bild einem bunten, durchtrainierten Peloton, bereit mit hochtechnologischem Material in einem modernen, aktuellen Rennen den Kampf aufzunehmen. Tage davor habe ich schon Magenkribbeln. Die Rundfahrt ist kein normales Rennen mehr. Hier werden Karrieren gemacht oder gehen entzwei, hier geht es los, oder du verwirkst ewigen Ruhm. Das ist Schweiß an den Händen, Gänsehaut auf

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den Armen und auf den Zehenspitzen stehen. Das spürt man auch bei den Rennfahrern, bei der Karawane, bei den Begleitern. Jeder ist nervös bis unter die Haut. Jetzt muss es passieren. Die vielen Rennfahrer aus dem Ausland sind auch jedes Mal von der Situation beeindruckt. Der Enthusiasmus der Masse, Radfans und einfache Zuschauer, die vom Start bis ans Ziel weiterschreien, das ist einfach unglaublich. Filippo Pozzato, ein absoluter Spitzenrennfahrer, sagte kürzlich noch in einer italienischen Zeitung: „Wenn du wissen willst, was Radsport ist, wie viel Leidenschaft das weckt, dann geh zum Start der Flandernrundfahrt in Brügge.“

MEINE RESTAURANTS/GASTSTÄTTEN „Rock Fort serviert originelle, neuzeitliche Küche mit modernem Touch, während man bei In Den Wittenkop authentische Großmutterküche genießen kann. In ’t Zwaantje finden Sie eine ehrliche Küche international angehaucht, und im Hertog Jan wird exquisite Sterneküche zubereitet. Steht mir der Sinn nach Muscheln, dann geh ich zu Sea and Sand in Zeebrugge.”

Rock Fort

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MEINE CAFÉS (KNEIPEN)

GEHEIMTIPP

„Im Jugendhotel und Café De Snuffel kann man internationale Bande knüpfen, in der alten Schenke l’Estaminet sind die weltberühmten Spaghettis unbedingt zu empfehlen. Im Du Phare und in De Versteende Nacht verleiht Blues ein angenehmes Flair, und bei De Kroon ist so mancher Brügger Kneipenliebhaber bereits seit Jahren fest etabliert.“

„Der Alte Friedhof von Ver-Assebroek, der zurzeit restauriert wird, ist mit seinen vielen Grabmälern und schlichten Alleen der richtige Ort, um über Leben und Tod zu sinnen.“

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Der Alte Friedhof von Ver-Assebroek

l’Estaminet

PRAKTISCH

Die Adressen von Rik Vanwalleghem

4 MEINE LÄDEN „Nirgendwo kommt man besser in den Tag als bei Servaas Van Mullem mit einem herrlichen Frühstück. Danach ist Kunst angesagt. Die Kunsthandlung De Andere Kijk zeigt Ihnen alles in einem besseren Rahmen, und in der Galerij Pinsart finden Kunstliebhaber, was ihr Herz Servaas van Mullem begehrt. Wer ein Werk nach eigenen Vorstellungen anfertigen lassen will geht zu Kristoffel Boudens. Mit Büchern, Belletristik und Sachbüchern, decke ich mit beim Brugse Boekhandel ein, wo das schöne Angebote immer für Überraschungen sorgt.“

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Snuffel Backpacker Hostel, Ezelstraat 47-49, Tel. +32 (0)50 33 31 33, www. snuffel.be » L’Estaminet, Park 5, Tel. +32 (0)50 33 09 16, montags geschlossen, http://users.telenet.be/fclestaminet/lestaminet.htm » De Kroon, Houtkaai 2, Tel. +32 (0)50 31 53 89, sonntags und am montagnachmittags geschlossen » De Versteende Nacht, Langestraat 11, sonntags geschlossen, www.deversteendenacht.com » Du Phare, Sasplein 2, Tel. +32 (0)50 34 35 90, dienstags geschlossen, www.duphare.be » Rock Fort, Langestraat 15, Tel. +32 (0)50 33 41 13, samstags und sonntags geschlossen, www.rock-fort.be » In Den Wittenkop, Sint-Jakobsstraat 14, Tel. +32 (0)50 33 20 59, am samstagnachmittags, sonntags und montags geschlossen » Hertog Jan, Torhoutsesteenweg 479, Tel. +32 (0)50 67 34 46, sonntags und montags geschlossen, www.hertog-jan.com » ’t Zwaantje, Gentpoortvest 70, Tel. +32 (0)473 71 25 80, mittwochs und donnerstags geschlossen, www.hetzwaantje.be » Sea and Sand, Zeedijk 8, Zeebrugge, Tel. +32 (0)50 54 42 79, montags und dienstags geschlossen » Servaas Van Mullem, Vlamingstraat 56, Tel. +32 (0)50 33 05 15, dienstags geschlossen » De Andere Kijk, Garenmarkt 28, Tel. +32 (0)50 34 21 61, mittwochs geschlossen » Galerij Pinsart, Genthof 21, montags, dienstags und mittwochs geschlossen, www.pinsart.be » Kristoffel Boudens, Oude Gentweg 171, Tel. +32 (0)50 31 42 15 » Brugse Boekhandel, Dijver 2, sonntags geschlossen, www.brugseboekhandel. be » Oude kerkhof in Ver-Assebroek, Pastoor Verhaegeplein 13

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SEITE 96 > MUSEEN, eine vollständige Übersicht über alle Brügger Museen mit den wichtigsten Infos zur Sammlung, zu den Öffnungszeiten und Preisen. SEITE 106 > SEHENSWÜRDIGKEITEN, 6 besondere Orte, die Sie unbedingt entdecken müssen.

Unterwegs in Brügge Ungemein praktisch! Die genauen Öffnungszeiten eines Museums checken, einen schönen Kinderausflug organisieren oder eine Kutsche nehmen? Hier finden Sie alle denkbaren Infos übersichtlich präsentiert!

SEITE 110 > ZU FUSS, MIT DEM BOOT, DER KUTSCHE, DEM MINIBUS, DEM HEIBLUFTBALLON, wie auch

immer Sie sich fortbewegen wollen, hier finden Sie alle Infos. SEITE 112 > AUSGEHEN IN BRÜGGE , Konzerte, Theateroder Balletvorstellungen, all das finden Sie in der Kulturstadt Brügge zu Genüge. SEITE 114 > FAHRRADVERMIETUNGEN, wo können Sie ein Rad mieten? Sie haben die Qual der Wahl! SEITE 116 > RADTOUREN MIT FÜHRER, fahren Sie lieber mit einem Führer, dann finden Sie hier eine Radtour nach ihrem Geschmack. SEITE 118 > BRÜGGE FÜR KINDER, ob Kinderbauernhöfe, Ferienparks oder kinderfreundliche Wanderungen, hier gibt’s keine Langeweile. SEITE 122 > MACHEN SIE NOCH MEHR AUS IHREM BRÜGGEAUFENTHALT, machen Sie einen Ausflug in das

Brügger Umland oder ans Meer oder erleben Sie hautnah die Geschichte des 1. Weltkriegs. Jeder findet, wonach ihm der Sinn steht, und das besonders günstig mit der Brugge City Card.

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Brügger Museen

GROENINGE MUSEUM Das Groeninge Museum bietet eine abwechslungsreiche Übersicht der Geschichte der belgischen bildenden Kunst, deren Höhepunkt die „flämischen Primitiven“ sind. Daneben können Sie auch neoklassizistische Prachtexemplare aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Meisterwerke der flämischen Expressionisten und moderne Kunst aus der Nachkriegszeit bewundern. ÖFFNUNGSZEITEN > Dienstag bis Sonntag: 9.30-17.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.30 Uhr (Ostermontag und Pfingstmontag geöffnet) PREIS > Inklusiv Besuch Arentshuis, Forum+: € 8,00; 65+: € 6,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 1,00; Brugge City Card: gratis 20

ÖFFNUNGSZEITEN > Dienstag bis Sonntag: 9.30-17.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.30 Uhr (Ostermontag und Pfingstmontag geöffnet) PREIS > € 2,00; 65+: € 1,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 1,00; Kombi-Ticket mit Groeningemuseum und Arentshuis möglich; Brugge City Card: gratis BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN > 1.1., 13.5. (nachmittags) und am 25.12 INFO > [Concertgebouw], www.museabrugge.be

BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN >

Auch wenn die „Flämischen Primitiven“ Brügges Paradepferd sind, werden Museumsliebhaber, denen der Sinn nach mehr steht, keineswegs enttäuscht. Das Angebot ist schlichtweg beeindruckend. Von der heutigen bildenden Kunst über die weltberühmte „Madonna mit Kind“ von Michelangelo bis zum Besuch eines luxuriösen Stadtpalais

1.1., 13.5. (nachmittags) und am 25.12. Wegen des Aufbaus der Ausstellung „Van Eyck bis Dürer“ ist das Museum vom 17.8. bis zum 28.10 geschlossen (unter Vorbehalt). Diese Ausstellung läuft vom 29.10. bis zum 30.1.2011, deshalb ist die ständige Ausstellung in dieser Zeit nicht zu sehen. INFO > Dijver 12, www.museabrugge.be CITY CARD

aus der Burgunderzeit. Ganz wie es Ihnen gefällt!

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FORUM+ Forum+, die Museumsetage des Concertgebouws bringt zeitgenössische bildende Künste, Skulpturen und Montagen von bekannten Künstlern von heute. Die Ausstellung wechselt alle 3 bis 4 Monate. Das herrliche Stadtpanorama ist eine schöne Zugabe. 42

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ARENTSHUIS In der oberen Etage dieses eleganten Herrenhauses aus dem 18. Jahrhundert mit einem malerischen Stadtgarten wird das Oeuvre des vielseitigen Talents Frank Brangwyn (1867-1956) ausgestellt. Brangwyn war Architekt und Maler aber auch Designer von Glasarbeiten, Möbeln und Schmuck. Im Erdgeschoss werden dann wieder vorübergehende Ausstellungen bildender Kunst gezeigt. ÖFFNUNGSZEITEN > Dienstag bis Sonntag: 9.30-17.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.30 Uhr (Ostermontag und Pfingstmontag geöffnet) PREIS > € 2,00; 65+: € 1,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Jugendliche 02

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bis zu 25 Jahren: € 1,00; Kombi-Ticket mit Groeningemuseum und Forum+ möglich; Brugge City Card: gratis BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN > 1.1., 13.5. (nachmittags) und am 25.12. INFO > Dijver 16, www.museabrugge.be

raufbeschwört. Im Erdgeschoss zeigt eine kostenlosen Multimedia-Ausstellung die Entwicklung der Burg.

von 9.30-17.00 Uhr (Eintrittskarten bis 16.30 Uhr), samstags von 9.30-16.45 Uhr (Eintrittskarten bis 16.15 Uhr) und sonntags von 13.30-17.00 Uhr (Eintrittskarten bis 16.30 Uhr) (Ostermontag und Pfingstmontag geöffnet) PREIS > Kir-

ÖFFNUNGSZEITEN > Täglich von 9.3017.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.30 Uhr PREIS > einschließlich BruggemuseumBrügger Freie und Audioguide: € 2,50; 65+: € 2,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 1,00. Brugge City Card: gratis

che: gratis; Museum: € 2,00; Museum 65+: € 1,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 1,00; Brugge City Card: gratis INFO > Mariastraat, www.museabrugge.be

BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN >

1.1., 13.5. (nachmittags) und am 25.12. INFO > Burg 12, www.museabrugge.be CITY CARD

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BRUGGEMUSEUM-RATHAUS Das Brügger Rathaus stammt aus dem Jahr 1376 und ist eines der ältesten der Niederlande. Von hier aus wird somit die Stadt seit über 600 Jahren verwaltet. Man sollte sich unbedingt den gotischen Saal ansehen, der mit den Wandmalereien aus der Zeit um 1900 und dem polychromen Gewölbe ein herrliches Kunstwerk ist. In dem anschließenden historischen Saal wird mit Originaldokumenten und -kunstwerken die Geschichte der Stadtverwaltung he38

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BRUGGEMUSEUMBRÜGGER FREIE Von diesem Landeshaus, erbaut von 1722-1727, aus wurde das Brügger Umland regiert. Von 1795 bis 1984 diente es dann als Gerichtsgebäude. Heute ist hier das Stadtarchiv untergebracht, wo alle schriftlichen Erinnerungen der Stadt zusammengetragen werden. In dem Landeshaus befindet sich ein alter Assisensaal und ein Renaissancesaal mit einem prunkvollen Kaminaufsatz aus Holz, Marmor und Alabaster. ÖFFNUNGSZEITEN > Täglich von 9.3012.30 Uhr und 13.30-17.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.30 Uhr PREIS > einschließlich Bruggemuseum-Rathaus und Audioguide: € 2,00; 65+: € 1,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 1,00. Brugge City Card: gratis 32

BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN >

1.1., 13.5. (nachmittags) und am 25.12. INFO > Burg 11a, www.museabrugge.be

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BRUGGEMUSEUMLIEBFRAUENKIRCHE Der 122 m hohe Backsteinturm der Liebfrauenkirche zeugt von der Kunstfertigkeit der Brügger Bauhandwerker. In der Kirche befindet sich eine reichhaltige Kunstsammlung: die weltberühmte „Madonna mit Kind“ von Michelangelo, zahlreiche Gemälde, bemalte Grabgewölbe aus dem 13. Jahrhundert und die Grabmäler von Maria von Burgund und Karl dem Kühnen. ÖFFNUNGSZEITEN > Die Kirche ist geöffnet von Montag bis Freitag von 9.3016.50 Uhr, samstags von 9.30-16.40 Uhr und an Sonn- und kirchlichen Feiertagen von 13.30-16.50 Uhr. Während Hochzeiten und Begräbnisfeierlichkeiten ist der Eintritt untersagt. Das Museum ist geöffnet von Dienstag bis Freitag 14

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BRUGGEMUSEUMGRUUTHUSE Im luxuriösen Stadtpalais der Herren von Gruuthuse finden Sie herrliche Tapisserien, eine einzigartige Gebetskapelle, eine 500 Jahre alte Küche und Gegenstände des täglichen Lebens aus der Zeit vom 15. bis zum 19. Jahrhundert. Von alltäglichen Kochtöpfen bis zu reichem Silber. ÖFFNUNGSZEITEN > Dienstag bis Sonntag: 9.30-17.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.30 Uhr (Ostermontag und Pfingstmontag geöffnet) PREIS > € 6,00; 65+: € 5,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 1,00; Brugge City Card: gratis 21

BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN >

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1.1., 13.5. (nachmittags) und am 25.12. INFO > Dijver 17, www.museabrugge.be CITY CARD

BRUGGEMUSEUM-ARCHÄOLOGIE Unter dem Motto „spüren Sie die Vergangenheit unter Ihren Füßen“ und mit Hilfe von allerlei didaktischem Material präsentiert Ihnen dieses Museum die ungeschriebene Geschichte Brügges. Archäologische Funde und Rätsel, Repliken und Aufbauten beleuchten spielerisch das tägliche Leben aus früheren Zeiten. Von Wohnen und Arbeiten bis zu Leben und Tod. ÖFFNUNGSZEITEN > Dienstag bis Sonntag: 9.30-12.30 Uhr und 13.30-17.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.30 Uhr (Ostermontag und Pfingstmontag geöffnet) PREIS > € 2,00; 65+: € 1,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 1,00; Brugge City Card: gratis BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN > 1.1., 13.5. (nachmittags) und am 25.12. INFO > Mariastraat 36a, www.museabrugge.be 01

Schlafzimmer gibt, beherbergen ein Klassenzimmer, eine Hutmacherei, eine Apotheke, eine Zuckerbäckerei und ein authentisches Schlafzimmer. Anschließend können Sie in der Museumsschenke ‚De Zwarte Kat’ einkehren oder den Garten genießen. ÖFFNUNGSZEITEN > Dienstag bis Sonntag: 9.30-17.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.30 Uhr (Ostermontag und Pfingstmontag geöffnet) PREIS > € 2,00; 65+: € 1,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 1,00; Brugge City Card: gratis BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN > 1.1., 13.5. (nachmittags) und am 25.12. INFO > Balstraat 43, www.museabrugge.be

Dienstag bis Sonntag: 9.30-12.30 Uhr und 13.30-17.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.30 Uhr; September: Samstag und Sonntag: 9.30-12.30 Uhr und 13.30-17.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.30 Uhr (Ostermontag und Pfingstmontag geöffnet); Bruggemuseum-Koeleweimühle: Im Juli und August von Dienstag bis Sonntag: 9.30-12.30 Uhr und 13.30-17.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.30 Uhr (Ostermontag und Pfingstmontag geöffnet) PREIS > € 2,00; 65+: € 1,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 1,00; Brugge City Card: gratis INFO > Kruisvest, www.museabrugge.be

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BRUGGEMUSEUMHEIMATMUSEUM Diese restaurierten Häuser aus dem 17. Jahrhundert, in denen es nur ein 27

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BRUGGEMUSEUM-SINTJANSHUISMÜHLE, KOELEWEIMÜHLE Seit dem Entstehen des äußeren Stadtwalls Ende des 13. Jahrhundert zieren Windmühlen die Brügger Befestigungsanlage. Heute stehen auf der Kruisvest noch vier Exemplare. Die Sint-Janshuismühle steht seit 1770 immer noch auf ihrem Platz und mahlt, genau wie die Koeleweimühle noch immer Korn. ÖFFNUNGSZEITEN > Bruggemuseum-SintJanshuismühle: von Mai bis August: 32

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BRUGGEMUSEUM-GEZELLE Das literarische und biographische Museum von Guido Gezelle (1830-1899), einer der bekanntesten Dichter Flanderns, wurde in seinem Geburtshaus, gelegen in einem ruhigen volkstümlichen Viertel, untergebracht. Hier werden seine von Hand geschriebenen Briefe und Schreibutensilien aufbewahrt. ÖFFNUNGSZEITEN > Dienstag bis Sonntag: 9.30-12.30 Uhr und 13.30-17.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.30 Uhr (Ostermontag und Pfingstmontag geöffnet) 22

PREIS > € 2,00; 65+: € 1,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 1,00; Brugge City Card: gratis BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN > 1.1., 13.5. (nachmittags) und am 25.12. INFO > Rolweg 64, www.museabrugge.be

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BRUGGEMUSEUM-BELFRIED Der wichtigste Turm von Brügge ist 83 m hoch und beherbergt eine Schatzkammer, ein beeindruckendes Uhrwerk und ein Glockenspiel mit 47 wohlklingenden Glocken. Nach dem Erklimmen von genau 366 Stufen hat man eine unvergessliche Aussicht auf Brügge und Umgebung. ÖFFNUNGSZEITEN > Täglich von 9.30-17.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.15 Uhr PREIS > € 8,00; 65+: € 6,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 4,00; 39

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Brugge City Card: gratis BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN > 1.1., 13.5. (nachmittags) und am 25.12. INFO > Markt 7, www.museabrugge.be

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BRUGGEMUSEUM-GENTPOORT Das Gentpoort (das Genter Tor) ist eines der vier erhaltenen Stadttore Brügges aus dem Mittelalter. Für Fremde ein Eingang in die Stadt, für Brügge eine Grenze zur Außenwelt. Das Tor diente der Verteidigung der Stadt, aber auch als Durchgang, um Waren hinein- oder hinauszubringen. ÖFFNUNGSZEITEN > Besuchen Sie die Website www. museabrugge.be oder rufen sie an: Tel. +32 (0)50 44 87 43 PREIS > € 2,00; 65+: € 1,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Jugendliche bis zu 25 Jahren: 1,00 €; Brugge City Card: gratis BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN > am 1.1., 13.5 (nachmittags) und am 25.12. INFO > Gentpoortstraat, www.museabrugge.be CITY CARD

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MEMLING IN SINT-JAN HOSPITAALMUSEUM Im St.-Janshospital, das zurückblickt auf über 800 Jahre Geschichte, versorgten Nonnen und Mönche Pilger, Reisen-

de und Kranke. Die Krankensäle aus dem Mittelalter und die dazugehörige Kirche beherbergen eine imposante Sammlung an Archivstücken, Kunstwerken, medizinischen Instrumenten und sechs Werke von Hans Memling. Des Weiteren sind zu besichtigen: der Diksmuideboden, der alte Schlafsaal, die Vogtkammer und die angrenzende Apotheke. ÖFFNUNGSZEITEN > Dienstag bis Sonntag: 9.30-17.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.30 Uhr; Die Apotheke ist geöffnet Dienstag bis Sonntag von 9.3011.45 Uhr und von 14.00-17.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.30 Uhr (Ostermontag und Pfingstmontag geöffnet) PREIS > Inklusiv Liebfrauenkirche ter Potterie – Hospitaalmuseum: € 8,00; 65+: € 6,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 1,00; Brugge City Card: gratis BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN > 1.1., 13.5. (nachmittags) und am 25.12. INFO > Mariastraat 38, www.museabrugge.be

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Pilger, Reisende und Kranke versorgten. Das Hospital entwickelte sich zu einem modernen Altersheim, und die Krankensäle, jetzt gefüllt mit einer reichen Kollektion an Kunstwerken, Kloster- und Kultrelikten und einer Reihe von Objekten zur Krankenpflege, wurden in ein Museum umgewandelt. Auch die gotische Kirche mit Barockinterieur kann besichtigt werden. ÖFFNUNGSZEITEN > Dienstag bis Sonntag: 9.30-12.30 Uhr und 13.30-17.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.30 Uhr (Ostermontag und Pfingstmontag geöffnet) PREIS > € 2,00; 65+: € 1,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 1,00; Brugge City Card: gratis BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN > 1.1., 13.5. (nachmittags) und am 25.12. INFO > Potterierei 79, www.museabrugge.be

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LIEBFRAUENKIRCHE TER POTTERIE - HOSPITAALMUSEUM Dieses Hospitalmuseum geht zurück bis ins 13. Jahrhundert als hier Nonnen 37

DIAMANTMUSEUM BRÜGGE Das Diamantenmuseum Brügge illustriert Brügges Geschichte als ältestes europäisches Diamantenzentrum. Heute gehören Diamanten noch immer zu Belgiens wichtigsten Exportprodukten. Täglich gibt es eine Vorführung, wie Dia18

manten geschliffen werden. ÖFFNUNGSZEITEN > Täglich von 10.30-17.30 Uhr. Die Vorführung des Diamantschleifens beginnt um 12.15 Uhr (Einlass bis 12.00 Uhr). PREIS > Museum: € 7,00; Museum + Vorführung: € 10,00; Brugge City Card: gratis BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN > 1.1., 4.1.-15.1 und am 24.12. und 25.12. INFO > Katelijnestraat 43, www.diamondmuseum.be

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LUMINA DOMESTICA Das Lampenmuseum beherbergt mit seinen 6.000 Antiquitäten die größte Lampensammlung der Welt und erzählt die gesamte Geschichte der Innenbeleuchtung. Von der Fackel und Öllampe bis zur Glühlampe und LED. ÖFFNUNGSZEITEN > Täglich von 10.0017.00 Uhr, Eintrittskarten bis 15.30 Uhr PREIS > € 6,00; 65+ und Studenten: € 5,00; Kinder von 6 bis zu 12 Jahren: € 4,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Brugge City Card: gratis 43

BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN >

1.1., 4.1.- 15.1. und am 24., 25., und 31.12. INFO > Wijnzakstraat 2, www.luminadomestica.be

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CHOCO-STORY Das Schokoladenmuseum taucht seine Besucher ein in die Geschichte von Kakao und Schokolade. Von den Mayas über die spanischen Eroberer bis zu den Leckermäulern von heute. Kinder können das Museum bei einer Schokoladensuche entdecken. Man kann dort sehen, wie man Pralinen herstellt und sie auch probieren. ÖFFNUNGSZEITEN > Täglich von 10.0017.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.15 Uhr PREIS > € 6,00; 65+ und Studenten: € 5,00; Kinder von 6 bis zu 12 Jahren: € 4,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Brugge City Card: gratis

DALÍ XPO-GALLERY Im Belfried selbst können Sie eine phantastische Sammlung mit weltberühmten grafischen Arbeiten, Bildern und Zeichnungen des hochberühmten Salvador Dalí bewundern. Alle sind Originale, die Echtheit wurde von der Fundació Gala-Salvador Dalí bestätigt. Die Kollektion wird in einem sensationellen, Dali gemäßen Dekor aus Spie-

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BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN >

1.1., 4.1.-15.1., 24., 25. und 31.12. INFO > Wijnzakstraat 2, www.choco-story.be

geln und Gold, Perlmutt und shocking pink präsentiert. ÖFFNUNGSZEITEN > Täglich von 10.0018.00 Uhr geöffnet PREIS > € 10,00; 65+ und Studenten: € 8,00; Kinder bis zu 11 Jahren: gratis; Brugge City Card: gratis BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN >

1.1 und am 25.12 geschlossen INFO > Markt 7, www.dali-interart.be

MACHEN SIE ES ERSCHWINGLICHER! DIE BRUGGE CITY CARD Mit der Brugge City Card haben Sie freien Eintritt bei 24 Brügger Museen und Sehenswürdigkeiten. Weitere Informationen, siehe Seite 6. CITY CARD

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POMMES FRITES MUSEUM Das didaktische Museum umreißt die Geschichte der Kartoffel, der Pommes frites und der dazugehörigen Saucen und befindet sich in einem der schönsten Gebäude von Brügge, der Saaihalle. ÖFFNUNGSZEITEN > Täglich von 10.0017.00 Uhr, Eintrittskarten bis 16.15 Uhr PREIS > € 6,00; 65+ und Studenten: € 5,00; Kinder von 6 bis zu 12 Jahren: € 4,00; Kinder von 3 bis zu 5 Jahren: € 1,00; Kinder bis zu 3 Jahren: gratis; Brugge City Card: gratis BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN >

1.1., 4.1. - 15.1., 24., 25. und 31.12. INFO > Vlamingstraat 33, www.frietmuseum.be

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3-TAGESKARTE Mit der 3-Tageskarte können Sie unbegrenzt alle städtischen Museen (die Museen auf den Seiten 97 bis 102) für nur € 15,00 besuchen, Jugendliche (625 Jahre) bezahlen € 5,00. Die Karte hat eine Gültigkeit von 3 Tagen und ist bei allen städtischen Museen und bei [Concertgebouw] erhältlich. KOMBI-TICKET CHOCO-STORY/DIAMANTENMUSEUM Kombinieren Sie einen leckeren Besuch bei Choco-Story mit der Augenweide funkelnder Steine im Diamantenmuseum. Dieses Kombiticket ist für € 10,00 in den Museen selbst und bei [Concertgebouw] erhältlich. KOMBI-TICKET CHOCO-STORY/LUMINA DOMESTICA/POMMES FRITES MUSEUM Besuchen Sie diese drei Museen zum Spartarif. » Kombiticket (3 Museen): Erwachsenen € 15,00; 65+ und Studenten: € 12,00; Kinder 6-12 Jahre: € 9,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis » Kombiticket (2 Museen nach Wahl): € 10,00; 65+ und Studenten: € 8,00; Kinder (6-12 Jahre): € 6,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis » Diese Kombitickets sind in den Museen selbst und bei [Concertgebouw] erhältlich.

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Sehenswürdigkeiten Einige Orte sind so besonders, so atemberaubend schön oder einmalig, dass Sie sie gesehen haben müssen. In Brügge gibt es eine Menge solcher Orte, stimmungsvolle Zeugen einer reichen Vergangenheit. Ruhig und stimmungsvoll, spirituell oder einfach gemütlich

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BEGINENHOF Der „Fürstliche Beginenhof Ten Wijngaarde“ mit weiß gekalkten Fassaden, einem verträumten Klostergarten und dem Beginenhofmuseum wurde 1245 gegründet und wird heute von Benediktinerinnen bewohnt. Das Eingangstor zum Beginenhof wird um 18.30 Uhr unwiderruflich geschlossen. ÖFFNUNGSZEITEN > Beginenhof: Täglich von 6.30-18.30 Uhr; Beginenhaus: Montag bis Samstag: 10.00 -17.00 Uhr, Sonntag: 14.30-17.00 Uhr PREIS > Beginenhof: gratis; Beginenhaus: € 2,00; Beginenhaus Jugendliche: € 1,00; 60+: € 1,50; Brugge City Card: gratis INFO > Begijnhof 24-28-30, www.monasteria.org 01 03

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ST.-SALVATORKATHEDRALE Brügges älteste Gemeindekirche (12. - 15. Jh.) u.a. ein Lettner mit Orgel, Gräber aus dem Mittelalter, Brüsseler Tapisserien und eine reichhaltige Sammlung flämischer Malerei (14. 18. Jh.). Die Schatzkammer der Kathedrale beherbergt unter anderem Gemälde alter flämischer Meister wie Dirk Bouts und Hugo van der Goes. ÖFFNUNGSZEITEN > Kathedrale: Montag bis Freitag: 9.00-12.00 Uhr und 14.00-17.30 Uhr, Samstag: 9.00-12.00 Uhr und 14.00-15.30 Uhr, Sonntag: 9.00-10.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr; Schatzkammer: Täglich von 14.0017.00 Uhr, von Mitte Januar bis Mitte Februar geschlossen PREIS > Kathedrale: gratis; Schatzkammer: € 2,50; Studenten: € 1,50; Brugge City Card: gratis INFO > Steenstraat, www.sintsalvator.be 20

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HEILIG BLUTBASILIKA MUSEUM Die Doppelkirche besteht aus der romanischen St.-Basiliuskirche (11391149) und der gotischen Basilika in der ersten Etage, die im 19. Jahrhundert wiedererbaut wurde. In der Basilika wird die Reliquie des Heiligen Bluts aufbewahrt. ÖFFNUNGSZEITEN > Von April bis September: 9.30-12.00 Uhr und 14.00-18.00 Uhr; von Oktober bis März: 10.00-12.00 Uhr und 14.00-16.00 Uhr PREIS > Doppelkirche: gratis; Schatzkammer: € 1,50; Studenten: € 1,00; Kinder bis zu 12 Jahren: gratis 05

BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN >

1.1., 1.11., 25.12., von Oktober bis März: mittwochnachmittags INFO > Burg 13, www.holyblood.org

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HAUSBRAUEREI DE HALVE MAAN Diese Brauerei stammt aus dem Jahr 1546 und ist heute die letzte Brügger Stadtbrauerei in Betrieb. Das Hausbier, das ‚Brugse Zot’, ein würziges obergäriges Bier, gebraut mit Malz, Hopfen und Spezialhefe, kann man an Ort und Stelle probieren. Täglich Führungen in verschiedenen Sprachen. ÖFFNUNGSZEITEN > Von April bis Oktober: täglich von 11.00-16.00 Uhr (samstags bis 17.00 Uhr), Führungen jede Stunde; von November bis März: an Werktagen um 11.00 und 15.00 Uhr, samstags und sonntags 11.00-16.00 Uhr, Führungen jede Stunde 12

BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN >

1.1, Werktage in Januar 24.12 und 25.12 PREIS > € 5,50 (einschließlich Verzehr); Kinder von 6 bis zu 12 Jahren: € 2,75; Brugge City Card: gratis INFO > Walplein 26, www.halvemaan.be

HOF BLADELIN Pieter Bladelin, der Schatzmeister des Ordens vom Goldenen Vlies, erteilte 1440 den Auftrag für den Bau des Hofs Bladelin. Im 15. Jahrhundert befand sich hier eine Filiale der Florentiner Medici-Bank. Die in Stein gehauenen Portraits von Lorenzo de Medici und seiner Frau zieren noch heute den stimmungsvollen Innenhof. ÖFFNUNGSZEITEN > Innenhof: Montag bis Samstag von 9.00-12.00 Uhr und von 14.00-17.00 Uhr; Gebäude: nach Vereinbarung, Tel. +32 (0)50 33 64 34; An Sonn- und Feiertagen geschlossen PREIS > Innenhof: gratis; Gebäude: € 1,00 INFO > Naaldenstraat 19 20

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SPITZENCENTRUM Das Spitzencentrum ist in den Stiftungshäusern untergebracht, die im 15. Jahrhundert von der Familie Adornes, die auch die Jerusalemkirche erbaute, gestiftet wurden. In dem Zentrum finden Klöppelvorführen statt, in dem Laden werden diverse Artikel zum Thema „Spitze“ verkauft. ÖFFNUNGSZEITEN > Montag bis Samstag: 10.00 bis 17.00 Uhr PREIS > € 2,50; 65+, Studenten und Kinder von 7 bis zu 12 Jahren: € 1,50; Kinder bis zu 6 Jahren: gratis; Brugge City Card: gratis INFO > Peperstraat 3a, www.kantcentrum.com 24

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BRÜGGE ZU FUß Von all dem Schauen noch nicht müde und Lust auf fachkundige Begleitung? Dann gehen Sie rasch zu [Concertgebouw]. Dort können Sie sich individuell für eine interessante Führung anmelden, die etwa zwei Stunden dauert. November bis März (samstags, sonntags, montags und mittwochs): Abendrundgang; 5.4. – 18.4. (täglich): Nachmittagsrundgang; Juli und August (täglich): Nachmittagsrundgang; Juni und September (am Wochenende): Nachmittagsrundgang INFO > Informationsbüros am Bahnhof und im Concertgebouw CITY CARD

Entdecken Sie Brügge, zu Fuß, mit dem Boot, der Kutsche, Minibus oder Heißluftballon Zugegeben, Sie können sich auch einen Tag oder ein Wochenende lang im Alleingang umsehen, herumschlendern und flanieren, aber manchmal loht es sich, die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten. Ein Fremdenführer zeigt Ihnen beim Rundgang zahlreiche verborgene Eckchen, eine Bootsfahrt auf den geheimnisumwobenen Grachten ist unvergesslich, und eine Fahrt mit der Kutsche der Inbegriff von Romantik. Oder wollen Sie schnell und bequem von Sehenswürdigkeit A zu Sehenswürdigkeit B gelangen? Minibusse tun genau dies, und währenddessen bekommen Sie noch alles erklärt. Schön und lerreich! Und was halten Sie von einer Ballonfahrt?

BRÜGGE MIT DEM BOOT Bei einem Besuch in Brügge darf die Bootsfahrt auf den Grachten nicht fehlen. Sie können das Boot an einer der fünf Anlegestellen (siehe Stadtplan) nehmen, und während der halbstündigen Fahrt, die schönsten Ecken der Stadt aus einem ganz anderen Blickwinkel bewundern. Von März bis November, täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr PREIS > € 6,90; Kinder von 4 bis zu 11 Jahren (in Begleitung eines Erwachsenen): € 3,20; Kinder bis zu 3 Jahren: gratis; Brugge City Card (1.3 > 15.11): gratis BRÜGGE MIT DER KUTSCHE Die Fahrt mit der Kutsche durch die alten gewundenen Straßen beginnt am Markt (jeden Mittwochmorgen auf der Burg) und dauert eine halbe Stunde. Etwa auf halber Strecke machen Pferd und Kutsche kurz am Beginenhof halt. Während der Fahrt erklärt Ihnen der

Kutscher, alles was Sie sehen. 9.00 bis 18.00 Uhr, im Juli und August bis 22.00 Uhr PREIS > € 36,00 pro Kutsche, in einer Kutsche ist Platz für 5 Personen. INFO > www.hippo.be/koets CITY CARD

CITY TOUR BRÜGGE Die Minibusse steuern die verschiedenen Brügger Sehenswürdigkeiten an. Sie fahren stündlich am Markt ab, eine Fahrt dauert 50 Minuten. Jeder bekommt über Kopfhörer Erklärungen in seiner eigenen Sprache. Der erste Bus fährt um 10.00 Uhr ab. Der letzte Bus fährt im Januar und Februar um 16.00 Uhr ab, im März, November und Dezember um 17.00 Uhr, im Oktober um 18.00 Uhr, um 19.00 Uhr im April, Mai und Juni und um 20.00 Uhr im Juli, August und September. PREIS > € 14,50; Kinder von 6 bis zu 11 Jahren: € 8,50; Brugge City Card (16.11 > 28.2): gratis INFO > www.citytour.be CITY CARD

BRÜGGE MIT DEM HEISSLUFTBALLON Man kann die Stadt mit Bruges Ballooning auch vom Heißluftballon aus entdecken. Ein Morgenflug (einschließlich Champagner-Frühstück) oder ein Abendflug (einschließlich Champagner, Imbiss und Bier) dauert 3 Stunden mit mindestens einer Flugstunde. Nur auf Anfrage, aber Sie können eine Ballonfahrt bis einige Stunden vor Abflug am Tag selbst reservieren. PREIS > € 160,00; Kinder bis zu 12 Jahren: € 100,00; Tarif mit Brugge City Card: € 120,00 INFO > +32 (0)475 97 28 87, www.bruges-ballooning.com 111

stellungen und Konzerte veranstaltet. INFO > Vlamingstraat 29, Tel. +32 (0)50 44 30 60 (an Werktagen von 13.00-18.00 Uhr, samstags von 10.00-13.00 Uhr), www.ccbrugge.be

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Ausgehen in Brügge Das Brügger Kulturleben floriert auf anspruchsvollem

CONCERTGEBOUW Im imposanten Konzertsaal (1.295 Plätze) und dem intimeren Kammermusiksaal (320 Plätze) werden Konzerte, Musiktheater und Ballett geboten, die auch höchsten internationalen Ansprüchen genügen. Die Säle haben eine besonders gute Akustik und warme Ausstrahlung. Brugge City Card: 30% Rabatt auf Artikel eigener Herstellung INFO > ’t Zand, Tel. +32 (0)70 22 33 02 (Montag bis Freitag: 16.00-18.30 Uhr), www.concertgebouw.be 13

Niveau. Architekturadepten bewundern die Konzerthalle bei einem Konzert von internationalem Spitzenniveau oder eine Ballettaufführung, Romantiker gönnen sich einen anspruchsvollen Abend in dem eleganten Stadttheater, wäh-

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rend sich Jazzliebhaber in De Werf zuhause fühlen. Junge Leute, die mit ihrer Zeit gehen wollen, zieht es zum MaZ. STADTTHEATER Das Stadttheater (1869) mit dem schlossartigen Foyer und dem majestätischen Saal ist eines der besterhaltenen Stadttheater in Europa. Hier werden moderne Tanz- und Theatervor33

Im Monatsmagazin [email protected], dass Sie gratis in den Informationsbüros im Concertgebouw und im Bahnhof erhalten, finden Sie einen ausführlichen Veranstaltungskalender.

MAGDALENA-SAAL (MaZ) Die Adresse für junges Theater-, Tanz- und Konzertgeschehen. Sowohl große Namen als auch Insidertalente zeigen hier ihre eigenwilligen Darbietungen. Regelmäßig gibt es hier auch Vorstellungen und Veranstaltungen für Kinder. INFO > Magdalenastraat 27, Tel. +32 (0)50 44 30 60 (an Werktagen 10.0018.00 Uhr, samstags von 10.00-13.00 Uhr), www.ccbrugge.be 36

DE WERF Ein berühmter Name in der Jazzwelt und feste Konzertadresse für zahlreiche Musiker aus Belgien und dem Ausland. Aber auch für ein schönes Theaterstück, von modernen Produktionen bis Kindertheater, ist dies eine gute Adresse. Brugge City Card: 25% Rabatt INFO > Werfstraat 108, Tel. +32 (0)50 33 05 29, www.dewerf.be 17

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STATION WO > Bahnhof PREIS > ½ Tag: € 6,50 (ab

14.00 Uhr); Preis pro Tag: € 9,50 (das Rad muss vor 19.30 Uhr zurückgebracht werden) RADKARTE > kein Gratisplan, kein Verkauf BESONDERHEITEN > Abholstelle Gepäckaufgabe, nach Hinterlegen des Personalausweises und einer Kaution (€ 12,50) KONTAKT > Stationsplein

Fahrradvermietung Brügge ist eine Stadt für Radfahrer. Wenn Sie Ihr eigenes Rad nicht dabei haben, aber doch Schusters Rappen besteigen wollen, helfen Ihnen diese Fahrradvermieter gerne aus.

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BAUHAUS BIKE RENTAL

(Bahnhofsplatz), Tel. +32 (0)50 30 23 29

WO > Langestraat 145 PREIS > 1 Stunde:

DE KETTING WO > Gentpoortstraat 23 PREIS > € 6,00 RADKARTE > Stadtplan gratis (keine Radkarte), kein Verkauf BESONDERHEITEN > eventuell eine Kaution KONTAKT > Tel. +32 (0)50 34 41 96

€ 3,00; 3 Stunden: € 6,00; 1 Tag: € 10,00 (Brugge City Card: € 6,00); Studenten € 9,00 AUSSERDEM > Mountainbikes RADKARTE > Stadtplan und Radkarte gratis (kein Verkauf) BESONDERHEITEN > Hinterlegen der Kreditkarte KONTAKT > Tel. +32 (0)50 34 10 93, www.bauhaus.be/bikes.html

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ERIC POPELIER

SNUFFEL BACKPACKER HOSTEL

WO > Mariastraat 26 PREIS > Fahrrad 1

WO > Ezelstraat 47-49 PREIS > € 8,00

Stunde: € 4,00; 4 Stunden: € 8,00; Tag € 12,00 (Brugge City Card: € 9, 00). Tandem 1 Stunde: € 10,00; 4 Stunden: € 17,00; Tag: € 25,00; Sonderpreise für Studenten AUSSERDEM > Motorroller und Tandems RADKARTE > Stadtplan gratis (keine Radkarte), Verkauf von Radkarten BESONDERHEITEN > Keine Kaution KONTAKT > Tel. +32 (0)50 34 32 62, www.fietsenpopelier.be

RADKARTE > Stadtplan und Radkarte gratis, kein Verkauf BESONDERHEITEN > Hinterlegen des Führerscheins oder Personalausweises KONTAKT > Tel. +32 (0)50 33 31 33, www.snuffel.be

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KOFFIEBOONTJE

WO > Hallestraat 4 PREIS > Fahrrad 1

Stunde: € 4,00; 4 Stunden: € 8,00; Tag € 12,00 (Brugge City Card: € 9,00). Tandem 1 Stunde: € 10,00; 4 Stunden: € 17,00; Tag: € 25,00; Studenten: ganzer Tag zum Halbtagespreis AUSSERDEM > Mountainbikes, Tandems, Buggys, Roll-

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stühle, Motorroller RADKARTE > Stadtplan gratis (keine Radkarte), kein Verkauf BESONDERHEITEN > Hinterlassen der Kreditkartennummer oder einer Kaution von € 150,00 pro Rad KONTAKT > Tel. +32 (0)50 33 80 27, www.adventure-bike-renting.be

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CONCERTGEBOUW B-BIKE

WO > ’t Zand PREIS > 1 Stunde: € 4,00;

4 Stunden: € 8,00; Tag: € 12,00 (Brugge City Card: € 9,00) ÖFFNUNGSZEITEN > 1.4. bis 15.10. täglich, von 10.00-12.00 Uhr und von 13.00-19.00 Uhr; 16.10. bis 31.3. nur am Wochenende, von 10.0012.00 Uhr und von 13.00-19.00 Uhr RADKARTE > Stadtplan gratis, zahlreiche Radkarten leihweise BESONDERHEITEN > Hinterlegen des Personalausweises KONTAKT > Tel. +32 (0)479 97 12 80

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QUASIMUNDO BIKETOURS BRÜGGE > „Brügge mit dem Rad“, von 10.00-

12.30 Uhr, täglich von März bis November. Über ruhige Nebensträßchen entdecken Sie das mittelalterliche Straßenbild und den Charakter der Stadt. > „Brugge by night“, von 19.30-22.00

Radtouren mit Führer Sie möchten gerne viel sehen, haben aber keine Lust, ständig Ihre Karte aus dem Rucksack zu fischen? Dann schließen Sie sich einer der geführten Radtouren an, und fahren Sie im Kielwasser eines ortskundigen Führers. Sie entdecken kleine Dörfchen wie Damme und Oostkerke mit viel Atmosphäre, radeln längs schnurgeraden Kanälen und durchqueren eine der schönsten Marschlandschaften Europas. Um es kurz zu machen: ein idyllischer Tagesausflug, der garantiert in einem typisch flämischen Café mit einem lokal gebrauten Bier endet.

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Uhr, nur im Juli und August. Abends wird Brügge, wenn überhaupt möglich, noch schöner. Entdecken Sie das selbst auf dieser märchenhaften Radtour. > „Das Brügger Umland mit dem Rad“, von 13.00-17.00 Uhr, täglich von März bis Ende November. Eine Tour durch das ebene Land rund um Brügge. Sie passieren kleine mittelalterliche Städte wie Damme, ruhige flämische Bauerndörfer und schnurgerade Kanäle. Treffpunkt auf der Burg, Toyo Ito-Pavillion, 10 Minuten vor Abfahrt. Führungen auf Englisch und Niederländisch; Führungen auf Deutsch, Französisch und Spanisch sind ebenfalls möglich. Reservierung empfohlen. Gruppenführungen nach Absprache. PREIS > € 24,00; Jugendliche bis zu 26 Jahren: € 20,00; Kinder bis zu 8 Jahren: gratis; einschließlich Führer, Regenschutz, Wasser und Getränk in einer lokalen Gaststätte. Bei Benutzung des eigenen Fahrrads: € 15,00. INFO > Tel. +32 (0)50 33 07 75, www.quasimundo.eu THE PINK BEAR BIKE TOURS Knapp fünf Minuten von Brügge entfernt liegt eine der schönsten ländlichen Gegenden Europas. Wir nehmen Sie mit ins historische Damme, eine schöne mittelalterliche Marktstadt, die früher ein Vor-

hafen von Brügge war. Ein Führer zeigt Ihnen die schönsten Ecken in den Poldern. Wir machen natürlich auch Halt in einem gemütlichen Café, wo Sie belgisches Bier und/oder Waffeln probieren können. Wir kehren zurück entlang den Ufern des mit Pappeln gesäumten Kanals und zeigen Ihnen einige der schönsten verborgenen Ecken von Brügge. Von 10.25-14.00 Uhr. Treffpunkt am Belfried. Die Führung erfolgt auf Englisch, aber wir sind mehrsprachig. Gruppenführungen nach Absprache. Führungen auf Französisch oder Niederländisch nach Vereinbarung. Reservierung empfohlen. PREIS > € 21,00; Jugendliche bis zu 26 Jahren: € 18,00; Kinder bis zu 8 Jahren: gratis; bei Benutzung des eigenen Fahrrads: € 15,00. INFO > Tel. +32 (0)50 61 66 86, www.pinkbear.freeservers.com THE GREEN BIKE TOUR Zusammen mit einem Führer fahren Sie in Richtung Polder, das flache Marschland rund um Brügge. An wichtigen Orten, wie dem mittelalterlichen Damme wird Halt gemacht für eine kleine Führung. Von 10.00 Uhr bis zum frühen Nachmittag, und zwar von April bis Oktober, außerhalb der Saison nach Vereinbarung. Treffpunkt bei [Concertgebouw]. Führungen erfolgt auf Niederländisch, Französich oder Englisch, Reservierung empfohlen. Gruppenführungen nach Absprache. PREIS > € 15,00; bei Benutzung des eigenen Fahrrads: € 9,00. INFO > Tel. +32 (0)50 61 26 67

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Brügge für Kinder Ein Delphinarium, wo Delphine sich munter tummeln, eine Volkssternwarte, wo die Sternenwelt den Blick endlos fesselt, ein Kinderbauernhof, mehrere Schwimmbäder und Indoor-Spieldörfer, Brügge verwöhnt seine jüngsten Besucher altersgerecht. Steifen Sie lieber mit der ganzen Familie durch die Stadt? Dann ist die Historischer Kinderspaziergang mit Suchaufgaben zum Entdecken von Brügges Geheimnissen genau das Richtige!

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BOUDEWIJN SEAPARK BRÜGGE Ein herrlicher Freizeitpark mit vielen Attraktionen. Im Delphinarium stehlen Delphine im Mittelpunkt, im Freilufttheater sorgen Seelöwen den ganzen Tag für Unterhaltung, und die Riesenaquarien mit Panoramafenster lassen sehen, was sich unter dem Wasser abspielt. ÖFFNUNGSZEITEN > Der Freizeitpark ist im Juli und August täglich von 10.00-18.00 Uhr geöffnet; Osterferien: 10.00-17.00 Uhr; Mai, Juni: täglich - außer mittwochs - von 10.00-17.00 Uhr; September: mittwochs, samstags und sonntags von 10.00-17.00 Uhr PREIS > € 23,50; Kinder bis zu 12 Jahren und 60+: € 19,50; Kinder unter 1 Meter: gratis; gebührenpflichtiger Parkplatz: € 6,00; Tarif mit der Brugge City Card: € 12,00 AUSKUNFT UND EINTRITTSKARTEN > A. De Baeckestraat 12, St.-Michiels, www.boudewijnseapark.be Eintrittskarten sind an Ort und Stelle oder bei [Concertgebouw] erhältlich.Der Boudewijn Seapark liegt direkt am Rande des Stadtzentrums und hat Anschluss ans Fahrradverbundnetz. Buslinie Nr. 7 & 17, Haltestelle ’t Zand (Plan: C10) & Haltestelle Biekorf, Kuipersstraat (Plan: E8)

HISTORISCHER KINDERSPAZIERGANG Bei dieser Abenteuerwanderung entdecken die Kinder mit abwechslungsreichen Suchaufgaben, lustigen Anekdoten und allerhand Wissenswertem die Stadt. Die Wanderkarte enthält zudem eine Menge kinderfreundliche Tipps und detaillierte Informationen über Museen, Kinos und Freizeitparks. „Brügge - Kinder erlaubt“ gibt es auf Niederländisch, Französisch und Englisch für € 1,00 bei [Concertgebouw], ’t Zand. SPIELDÖRFER Die Indoor-Spieldörfer sind eine praktische Lösung für lebhafte Kindergeburtstage, Schulausflüge oder Regentage. Während sich die Kleinsten austoben, behalten die Eltern sie von der Cafeteria aus wachsam im Auge. DE TOVERPLANEET ÖFFNUNGSZEITEN > Mittwoch: 13.00-

20.00 Uhr, Freitag: 15.30-20.00 Uhr, samstags, sonntags und während der Schulferien: 10.30-20.00 Uhr; bei warmem Sommerwetter eventuell geschlossen.

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PREIS > € 6,00; nach 17.00 Uhr: € 5,00; Kinder bis zu 2 Jahren und erwachsene Begleiter: gratis INFO > Legeweg 88, St.-Andries, www.detoverplaneet.be; Buslinie Nr. 9, Haltestelle: Rozenhof (Plan: A10)

ÖFFNUNGSZEITEN > Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, Eintritt frei. Die Cafeteria ist geöffnet Dienstag bis Sonntag von 11.30-21.00 Uhr. Das edukative Angebot finden Sie bei www. brugge.be unter dem Suchbegriff „kinderboerderij” (Kinderbauernhof).

HET OVERDEKTE SPEELDORP

PREIS > Einfacher Besuch gratis, Aktivitäten mit Begleitung gegen Entgelt. € 1.00 pro Kind für Schulen und Vereinigungen, die nicht zu Brügge gehören; € 1.00 für Aktivitäten mit Materialverbrauch. INFO > Canadaring 41, Assebroek; Buslinie Nr. 2 A.Z. St.-Lucas/Assebroek, Abfahrt Haltestelle Bahnhof (Plan: B13)

ÖFFNUNGSZEITEN > Während der

Schulferien, an Wochenenden und Feiertagen sowie mittwochs: 13.00-18.00 Uhr, ansonsten nach Vereinbarung. PREIS > € 5,00; Kinder bis zu 2 Jahren und erwachsene Begleiter: gratis INFO > Diksmuidestraat 5, www.speeldorp.be; Buslinie Nr. 14, Haltestelle: Krakelebrug oder De Veste (Plan: E3)

KINDERBAUERNHOF DE ZEVEN TORENTJES In diesem Lehnshof aus dem 14. Jahrhundert befindet sich heute ein fröhlicher Kinderbauernhof mit einem schönen Spielplatz und Kleinvieh. Der schön restaurierte Taubenturm und die gotische Scheune sind eine hübsche Zugabe. Das Jahresprogramm ist gratis erhältlich.

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STÄDTISCHE DOMÄNEN BEISBROEK UND TUDOR Zwei große Naturgebiete garantieren stundenlanges Spazierengehen und Spielvergnügen. In dem riesigen Schlosspark Beisbroek (98 ha) gibt es Wälder, Heidelandschaft, einen Hirschpark und einen Naturlehrpfad. Für Naturfreunde gibt es das Naturzentrum mit einer interaktive Ausstellung und einem Feldlabor. Kaum einen Bogenschuss von der Domäne Beisbroek entfernt liegt die 40 ha große städtische Domäne Tudor. Das im Tudorstil erbaute Schloss ist der große Blickfänger, aber auch der Ziergarten und der Kräutergarten lohnen die Mühe. Im Park selbst finden Sie Wiesen und monumentale Parkbäume. Durch den Chartreuzinnenbos können Sie zu Fuß von Tudor nach Beisbroek laufen.

ÖFFNUNGSZEITEN > Domäne: täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang; Naturzentrum: werktags (außer samstags) von 14.00-17.00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 14.00-18.00 Uhr; Kräutergarten: täglich vom 1.5. bis zum 15.10., 14.00-17.00 Uhr (samstags geschlossen), Führungen möglich, Tel. +32 (0)50 32 90 27

ÖFFNUNGSZEITEN > Vorführungen im Planetarium: mittwochs und sonntags um 15.00 Uhr und 16.30 Uhr, freitags um 20.30 Uhr. Sondervorstellungen während der Schulferien: montags, dienstags und donnerstags um 15.00 Uhr. Information zu Vorstellungen in anderen Sprachen bei Informationsbüro im Concertgebouw oder im Bahnhof.

PREIS > Gratis

PREIS > € 5,00; Jugendliche bis zu 17 Jahren: € 4,00 INFO > Zeeweg 96, Sint-Andries, www.beisbroek.be; Buslinie Nr. 52 Brugge/Gistel/Oostende, Nr. 53 Brugge/Jabbeke, Haltestelle: ’t Zand und Bahnhof (plan: C10 und B13)

INFO > Zeeweg 96, Sint-Andries

Buslinie Nr. 52 Brugge/Gistel/Oostende, Nr. 53 Brugge/Jabbeke, Abfahrt Haltestelle ’t Zand und Bahnhof (Plan: C10 und B13)

SCHWIMMBÄDER JAN GUILINI

Keizer Karelstraat 41, Buslinie Nr. 9, Haltestelle: Visartpark INTERBAD

DIE VOLKSSTERNWARTE BEISBROEK In der Volkssternwarte werden Sonne, Sterne und andere Planeten beobachtet. Das moderne Planetarium, die interaktive Ausstellung und das gut ausgestattete Observatorium offenbaren Ihnen die Geheimnisse des Sternenhimmels. Der vom Schloss ausgehende Planetenweg veranschaulicht maßstabsgetreu die Abstände verschiedener Planeten zu einander: jeder Schritt entspricht einem Abstand von 9 Millionen Kilometer.

Veltemweg 35, 8310 Brugge, Buslinie Nr. 11, Haltestelle: Sint-Andreaslyceum OLYMPIA

Doornstraat 110, 8200 Brugge, Buslinie Nr. 25, Haltestelle: Jan Breydel Alle Öffnungszeiten sind bei den Informationsbüro im Concertgebouw und im Bahnhof zu erfahren.

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Das Brügger Umland BESUCHERZENTRUM LISSEWEGE Das Besucherzentrum gibt einen Einblick in die über 1000jährige Geschichte des weißen Dorfes. Einmalige Fotos, Karten, Modelle und archäologische Funde der ehemaligen Zisterzienserabtei Ter Doest illustrieren die reiche Vergangenheit.

Machen Sie noch mehr aus Ihrem Brüggeaufenthalt Haben Sie etwas Zeit übrig? Dann machen Sie sich auf den Weg, um die weitere Umgebung von Brügge zu erkunden. Das Brügger Umland verwöhnt Sie mit mittelalterlichen Dorfangern, prächtigen Schlössern und endlosen Radrouten, die all das Schöne durchqueren. An der Küste finden Sie dann wieder herrliche Strände und authentisches Fischerambiente. Darf es etwas Bewegenderes sein, dann fahren

ONZE-LIEVE-VROUWBEZOEKINGS-KIRCHE LISSEWEGE Die beeindruckende frühgotische Backsteinkirche Maria Heimsuchung stammt aus dem 13. Jahrhundert. Im Inneren sind das wundertätige Marienbild (1625), der Orgelprospekt, der Lettner und die Kanzel bemerkenswert. Ein besonderer Anziehungspunkt ist der monumentale Kirchturm mit seinem einmaligen Ausblick auf die Polder. ÖFFNUNGSZEITEN > Die Kirche ist täglich von 10.00-17.00 Uhr geöffnet, im Sommer von 9.00-19.00 Uhr. Der Turm ist geöffnet vom 1.7. bis 15.9. von 14.0017.00 Uhr PREIS > Kirche: gratis; Turm: € 4,00; Kinder bis zu 11 Jahren: € 0,50 INFO > Stationstraat 23, Lissewege, Tel. +32 (0)499 14 19 57 (Turmwächter), www.lissewege.be

ÖFFNUNGSZEITEN > 1.7-30.9: täglich von 14.00-17.30 Uhr geöffnet PREIS > € 2,00; Kinder bis zu 11 Jahren: € 1,00 INFO > Oude Pastoriestraat 5, Lissewege, www.lissewege.be

ABTEISCHEUNE TER DOEST Die beeindruckende frühgotische Abteischeune (14. Jahrhundert) der ehemaligen Zisterzienserabtei aus dem 12. Jahrhundert wurde unlängst restauriert. Auch der Taubenturm (1651) und der monumentale Torbau (1662) haben die Zeit überdauert. ÖFFNUNGSZEITEN > Täglich von 10.0017.00 Uhr. INFO > Ter Doeststraat 4, Lissewege, www.lissewege.be

Sie in die verträumte Westhoek, die noch heute vom 1. Weltkrieg geprägt ist. Alles ist auf seine Art unvergesslich! 123

DAS BRÜGGER UMLAND

DAS BRÜGGER UMLAND

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LAMME GOEDZAK DAMME Der nostalgische Flussdampfer Lamme Goedzak fährt hin und her zwischen dem Noorweegse Kaai in Brügge und dem Dammer Zentrum. Ein Bus pendelt zwischen dem Bahnhof oder dem Brügger Markt und der Anlegestelle. > 1.4.-15.10. Abfahrten von Brügge nach Damme täglich um 10.00 Uhr, 12.00 Uhr, 14.00 Uhr, 16.00 Uhr und 18.00 Uhr Abfahrten von Damme nach Brügge täglich um 9.15 Uhr, 11.00 Uhr, 13.00 Uhr, 15.00 Uhr und 17.20 Uhr. PREIS > € 6,00 (hin) oder € 7,50 (hin und zurück); 65+: € 5,50 (hin) oder € 6,50 (hin und zurück), Kinder von 3 bis zu 11 Jahren: € 4,50 (hin) oder € 5,50 (hin und zurück); Tarif mit der Brugge City Card: € 5,50 INFO > Noorweegse Kaai 31, Brugge, www.bootdammebrugge.be   TRIPLE TREAT QUASIMODO TOUR: SCHOKOLADE, WAFFELN UND BIER Dieser entspannende Minibus-Trip in englischer Sprache bringt Sie unter anderem in das beeindruckende Schloss Tilleghem und das einmalig neugotische Chateau van Loppem. Des Weiteren können sie im mittelalterlichen

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Damme herumschlendern und die gotische Scheune der Abtei Ter Doest in Lissewege besichtigen. Und natürlich zu gegebener Zeit und Stunde herrliche Waffeln probieren, Schokolade essen, nach der Sie sich die Finger lecken, und ein erlesenes Angebot an belgischen, lokal gebrauten Bieren kosten. > Ausflüge von Februar bis Dezember, montags, mittwochs und freitags. Sie werden um 9.15 Uhr am Parkhotel auf ’t Zand (Plan: C9) abgeholt und gegen 17.00 Uhr wieder dorthin zurückgebracht. Auf Anfrage werden Sie an Ihrem Hotel abgeholt. PREIS > € 60,00; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 50,00 einschließlich Lunchpaket, Eintrittsgeldern und Tickets INFO > Gebührenfrei:Tel. 0800 975 25 oder +32(0)50 37 04 70, www.quasimodo.be

September um 16.00 Uhr statt und wird auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch und Spanisch durchgeführt. Treffpunkt am Markt. PREIS > € 24,00; Kinder von 6 bis zu 11 Jahren: € 16,00 INFO > www.citytour.be

Werktagen: 9.00-12.00 Uhr und 14.0018.00 Uhr, samstags und an Sonn- und Feiertagen: 10.00-12.00 Uhr und 14.0018.00 Uhr, vom 16.10. bis 15.4. an Werktagen: 9.00-12.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr, samstags und an Sonn- und Feiertagen 14.00-17.00 Uhr PREIS > € 2,50; Familienticket: 5,00 €; Studenten: € 1,50; Tarif mit der Brugge City Card: € 1,50 INFO > Jacob van Maerlantstraat 3, Damme, Tel. +32 (0)50 46 10 80, www.toerismedamme.be CITY CARD

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CITY TOUR: AUSFLUG DAMME Der City Tour Minibus bringt Sie nach Damme und holt Sie zwei Stunden später nach der Rückfahrt mit dem Flußdamfer Lamme Goedzak an der Anlegestelle wieder ab, um Sie zum Brügger Markt zurückzubringen. > Dieser Ausflug findet von April bis

NUNGSZEITEN > Vom 16.4. bis 15.10. an

UILENSPIEGELMUSEUM DAMME Wer mehr über die Faxen und Possen von Tijl Uilenspiegel erfahren, seine internationalen Doppelgänger kennenlernen und den kulturhistorischen Zusammenhang, in dem diese Figur entstand, begreifen will, der gehe nach Damme. Hier bekommen Sie nicht allein den bekannten flämischen Eulenspiegel des 19. Jahrhunderts zu sehen, sondern auch seinen deutschen Kollegen aus dem 16. Jahrhundert und diverse andere Versionen des 20. Jahrhunderts. ÖFF-

SINT-JANSHOSPITAAL DAMME Das Sint-Janshospitaal aus dem 13. Jahrhundert verfügt über eine schöne Sammlung mit liturgischen Gegenständen, besonderen Möbeln, Gemälden und Fayencen. Auch die Kapelle, die zu dem Hospiz gehört, können Sie besuchen, außer wenn Messe ist. Schlagen Sie also zwei Fliegen mit einer Klappe, und entdecken Sie nach dem Museumsbesuch auch den besonderen Ort, wo die Gegenstände einst fast täglich gebraucht wurden. ÖFFNUNGSZEITEN > Von Ostern bis Ende September: 11.0012.00 Uhr und 14.00-18.00 Uhr; Montags und am Freitagmorgen geschlossen; jährlich vom 1.10 bis 31.3 geschlossen PREIS > € 1,50; Familienticket: € 3,00; 65+ und Behinderte: € 1,00; Tarif mit der Brugge City Card: € 1,00 INFO > Kerkstraat 33, Damme, Tel. +32 (0)50 46 10 80, www.toerismedamme.be

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Ein Ausflug ans Meer CITY CARD

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PERMEKE MUSEUM JABBEKE Flanderns bekanntester expressionistischer Maler und Bildhauer Constant Permeke wohnte und arbeitete über 20 Jahre lang in Jabbeke in der auffallenden Villa „De Vier Winden”, ein für die damalige Zeit äußerst fortschrittlicher Entwurf, den er selbst in Auftrag gab. Heute befindet sich hier das Museum, und Sie können sich sowohl das Wohnhaus, den Garten als auch die früheren Ateliers ansehen. Der ideale Ort, um rund 150 bemerkenswerte Werke von Permeke in aller Muße und Ruhe zu bewundern. ÖFFNUNGSZEITEN > Dienstag bis Sonntag 10.00-12.30 Uhr und 13.3018.00 Uhr (von 1.10. bis zum 31.3. bis 17.30 Uhr); am 1.1. und am 25.12. geschlossen PREIS > € 3,00; Senioren: € 2,50, Jugendliche bis zu 25 Jahre: € 1,00; Kinder bis 15 Jahren: gratis; Tarif mit der Brugge City Card: € 2,25 INFO > Gistelsteenweg 341, Jabbeke, Tel. +32 (0)59 50 81 18 (Mu.Zee – Kunstmuseum aan zee); Führungen in Absprache mit Mu.Zee – Kunstmuseum aan zee in Oostende.

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RÖMISCH-ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM OUDENBURG Nach jahrelangen mühevollen Ausgrabungen und Erforschungen besitzt Oudenburg jetzt eine einmalige archäologische Sammlung aus der Römerzeit. Diese kann man jetzt in dem erneuerten Museum gründlich studieren. Nachbildungen, Modelle, archäologische Funde, Computersimulationen machen Sie fachkundig mit der reichen römischen Geschichte in dieser Region bekannt. Im angrenzenden Besucherzentrum erfahren sie mehr über die Sint-Pieters-Abtei, den heiligen Arnoldus und die Umgebung. ÖFFNUNGSZEITEN > Dienstag bis Samstag 10.00-12.30 Uhr und 13.30-17.30 Uhr; sonntags 14.00-17.30 Uhr PREIS > Besucherzentrum: gratis. Museum: € 5,00; Kinder und Jugendliche von 7 bis zu 18 Jahren und Studenten: € 2,00; Kinder bis zu 6 Jahren gratis, wenn sie von einem Erwachsenen begleitet werden; Behinderte: € 3,00; Mitglieder der Flämischen Museumsvereinigung und des International Council of Museums: gratis; Tarif mit der Brugge City Card: € 3,00 INFO > Weststraat 24, Oudenburg, Tel. +32 (0)59 56 84 00

HAFENRUNDFAHRT IN ZEEBRUGGE Ausgangspunkt der Hafenrundfahrt ist der alte Fischerhafen. Sie führt vorbei am Marinehafen, der Pierre Vandamme-Schleuse (einer der größten Schleusen der Welt), dem Gasterminal, dem Windpark, der Seeschwalbeninsel, den Kreuzfahrt- und Baggerschiffen, während am Kai riesige Containerschiffe gelöscht werden. Eine einmalige Erfahrung, um den Hafen und seinen Betrieb besser kennenzulernen. ABFAHRTEN > Mai, Juni und September: an Wochenenden und Feiertagen um 14.00 Uhr; Juli und August: Täglich um 14.00 Uhr und 16.00 Uhr. Samstagabends gibt es Abendessen mit Tanz an Bord. PREIS > € 9,00; 60+: € 8,50; Kinder von 3 bis zu 11 Jahren: € 6,80; Tarif mit der Brugge City Card: € 6,75; Kombi-Ticket Seafront/Euro-line: Einzelpersonen: € 17,50; Kinder bis zu 11 Jahren: € 15,30 INFO > Landungssteg Tijdokstraat (Alter Fischerhafen), Zeebrugge, www.euro-line.be DER STRAND VON ZEEBRUGGE Im Winter kann man hier herrlich Luft schnappen. Im Sommer kommen die Brügger an diesen breiten, sicheren Sandstrand zum Sonnen, Baden und Rumtrödeln. Direkt am Strand befindet sich der Sommerbahnhof. Man kann also mit der Bahn direkt an den Strand fahren.

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SEAFRONT ZEEBRUGGE In diesem maritimen Themenpark in der alten Fischauktionshalle können die Besucher mit dem rauen Leben der Fischer, der Geschichte des Zeebrügger Hafens und dem Leben unter dem Meeresspiegel Bekanntschaft machen. Kinder können sich in dem russischen UBoot Foxtrot, dem Leuchtschiff WestHinder und dem neuen Piratenparadies austoben. ÖFFNUNGSZEITEN > Täglich 10.00 - 18.00 Uhr; im Juli und August: 10.00-19.00 Uhr; am 25.12., 1.1. und vom 4.1. bis zum 22.1. geschlossen PREIS > € 10,50; Kinder bis zu 1 Meter (in Begleitung der Eltern): gratis; Kinder bis zu 11 Jahren: € 8,50; 60+: € 10,00; Tarif mit der Brugge City Card: € 7,00 INFO > Vismijnstraat 7, Zeebrugge, www.seafront.be CITY CARD

EARTH EXPLORER OOSTENDE Erde, Wasser, Wind und Feuer. Darum geht es in diesem einzigartigen wissenschaftlichen Erlebnispark. So können Sie hier am eigenen Leib ein Erdbeben erfahren, entdecken Sie das Leben im

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EIN AUSFLUG ANS MEER

EIN AUSFLUG ANS MEER

Ozean von einem U-Boot aus, lassen Sie sich von einem Tornado überraschen und erleben Sie einen alles verwüstenden Vulkanausbruch. Überaus beeindruckend! In den „Explorer Zones” legen Sie bei zahlreichen Aktivitäten selbst Hand an, im Discovery Room können Sie Experimente und Vorführungen erleben. ÖFFNUNGSZEITEN > Von den Osterferien bis zum 31. August täglich 10.00-18.00 Uhr. Eintrittskartenverkauf bis 17.00 Uhr PREIS > € 14,50; Studenten, 60 + und Behinderte: € 12,50; Kinder von 4 bis zu 12 Jahren: € 10,50; Tarif mit der Brugge City Card: € 10,90 INFO > Fortstraat 128b, Oostende, Tel. +32 (0)59 70 59 59, www. earthexplorer.be, öffentliches Verkehrsmittel: Küstentram

frühe Arbeiten von Magritte bewundern. In der Kinderabteilung kommen Ihre Sprösslinge spielerisch mit Kunst in Berührung. Schauen Sie unbedingt einmal bei einer der großen, aufsehenerregenden Ausstellungen herein. Wetten, dass Ihre Augen sich nicht satt sehen können! ÖFFNUNGSZEITEN > Dienstag bis Sonntag 10.00-18.00 Uhr PREIS > Ständige Ausstellung: € 6,00, mit Nachlass: € 5,00, Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 1,00; Kinder bis zu 12 Jahren: gratis. Für Ausstellungen gelten höhere Preise; Tarif mit der Brugge City Card: € 4,50 INFO > Romestraat 11, Oostende, Tel. +32 (0)59 50 81 18, www.muzee.be, öffentliche Verkehrsmittel: Buslinie 6 und 14. CITY CARD

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MU.ZEE OOSTENDE Dieses gegenwartsbezogene Museum aus dem Jahr 1953 bietet eine gelungene Übersicht der belgischen Künste aus dem 20. Jahrhundert. So ist unter anderem die Schule von Latem gut vertreten, und auch die abstrakte Kunst kommt ausgiebig zu ihrem Recht. Sie können hier zum Beispiel

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ENSOR MUSEUM OOSTENDE Niedliche Seehunde, gefährlich aussehende Haie, träge Meeresschildkröten. Sie können sie in dieser Spitzenattraktion in Blankenberge bewundern. Darüber hinaus machen Sie Bekanntschaft mit der Fauna und Flora der Nordsee, sehen Sie wie das SOS-Rescueprogramm für Seehunde funktioniert und können im Unterwassertunnel tropische Haie bestaunen. Liegen Ihnen Pinguine, japanische Spinnenkrabben und Zwergottern mehr? Auch das finden Sie hier, denn über 1.500 Tiere, die unter Wasser leben, zeigen sich hier von ihrer schönsten Seite! ÖFFNUNGSZEITEN > Mittwoch bis Montag: 10.00-12.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr PREIS > € 2,00; Studenten und Senioren: € 1,00, Jugendli-

che bis zu 17 Jahren: gratis; Tarif mit der Brugge City Card: € 1,50 INFO > Vlaanderenstraat 27, Oostende, Tel. +32 (0)59 50 33 37 (onthaal) of +32 (0) 497 59 55 76, www.oostende.be, öffentliche Verkehrsmittel: Centrumbus (Haltestelle Vlaanderenstraat), Kusttram (Haltestelle Marie-Joséplein) CITY CARD

SEA LIFE MARINE PARK BLANKENBERGE Niedliche Seehunde, gefährlich aussehende Haie, träge Meeresschildkröten. Sie können sie in dieser Spitzenattraktion in Blankenberge bewundern. Darüber hinaus machen Sie Bekanntschaft mit der Fauna und Flora der Nordsee, sehen Sie wie das SOS-Rescueprogramm für Seehunde funktioniert und können im Unterwassertunnel tropische Haie bestaunen. Liegen Ihnen Pinguine, japanische Spinnenkrabben und Zwergottern mehr? Auch das finden Sie hier, denn über 1.500 Tiere, die unter Wasser leben, zeigen sich hier von ihrer schönsten Seite! ÖFFNUNGSZEITEN > Täglich ab 10.00 Uhr. Die Schließungszeiten sind variabel; am 1.1. (morgens) und 25.12. geschlossen PREIS > € 16,50; Kinder von 3 bis zu 11 Jahren: € 13,00; Senioren, Studenten, Behinderte: € 15,50; Tarif mit der Brugge City Card: € 12,50 INFO > Koning Albert I-laan 116, Blankenberge, Tel. +32 (0)50 42 43 00, www.sealife.be, öffentliche Verkehrsmittel: die Kusttram hat am Sea Life Marine Park eine Haltestelle

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’T ZWIN KNOKKE-HEIST In diesem berühmten, 125 ha großen Naturschutzgebiet haben Ebbe und Flut freien Lauf und schaffen eine bemerkenswerte Landschaft aus Schlick, Groden, Dünen und Prielen, wo zahlreiche Vogelsorten sich besonders wohlfühlen. Hier kommen sie her zum Brüten oder um sich auf ihrer langen Reise auszuruhen. Jedes Jahr sieht man hier zum Beispiel auch einige verliebte Storchenpaare. Im Sommer überzieht die seltene Strandnelke, hier Zwinneblomme genannt, die ganze Landschaft mit einem violetten Hauch, ein unvergessliches Schauspiel! ÖFFNUNGSZEITEN > Von Ostern bis Ende September: täglich 9.00-17.30 Uhr; von Oktober bis Ostern: täglich 9.00-16.30 Uhr; Montag geschlossen, außer während der Schulferien und an Feiertagen BESONDERE SCHLIESSUNGSZEITEN > am 1.1. und 25.12. PREIS > € 5,20; 60+: € 4,40; Kinder von 6 bis zu 11 Jahren: € 3,20, Tarif mit der Brugge City Card: € 4,00 INFO > Graaf Leon Lippensdreef 8, Knokke-Heist, Tel. +32 (0)50 60 70 86, www.zwin.be

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AUF DEN SPUREN DES 1. WELTKRIEGS

Auf den Spuren des 1. Weltkriegs

ÖFFNUNGSZEITEN > Von Dienstag bis Sonntag, Abfahrt um 8.45 Uhr, Rückkehr um 17.30 Uhr. Nur mit Reservierung. Erläuterungen auf Französisch, Niederländisch und Englisch. PREIS > € 65,00; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 60,00; Mittagessen inbegriffen (kein Picknick); Tagestour nach eigenen Wünschen auf Anfrage

QUASIMODO WWI FLANDERS FIELDS TOUR Quasimodo nimmt Sie mit auf einem persönlichen Minibustrip vorbei an Passendale, Hill 60, einer Reihe von Kriegsgräberstätten, Schützengräben und Bunkern, der Menenpoort (Menintor) und verschiedenen Denkmälern (kanadischen, britischen, irischen und ANZAC). Die Tour vermittelt ein Bild von vier abscheulichen Kriegsjahren am Ypernbogen. ÖFFNUNGSZEITEN > Von Februar bis Ende Dezember sonntags, dienstags und donnerstags. Von April bis Oktober auch mittwochs, freitags und samstags. Sie werden um 9.15 Uhr am Parkhotel auf ’t Zand (Plan: C9) abgeholt und gegen 17.00 Uhr wieder dorthin zurückgebracht. Auf Anfrage werden Sie an Ihrem Hotel abgeholt. PREIS > Ausflug in englischer Sprache. € 60,00; Jugendliche bis zu 25 Jahren: € 50,00; einschließlich Lunchpaket und Eintrittsgelder INFO > Gebührenfrei. Tel. 0800 975 25 oder +32 (0)50 37 04 70, www.quasimodo.be

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Der kurze Abendtrip „Last Post Tour” bringt Sie nach Ypern hin und zurück, um der Last-Post-Zeremonie an der Menenport (Menintor) beizuwohnen. Abfahrt um 18.15 Uhr, Rückkehr gegen 21.15 Uhr. Erläuterungen auf Französisch, Niederländisch und Englisch. PREIS > € 40,00 INFO > Tel. 0800 99 133 oder +32 (0)50 34 60 60, www.visitbruges.org

FLANDERS FIELDS BATTLEFIELD DAYTOURS Kleine Gruppen (maximal 8 Personen) und Einzelreisende werden für die Kleinbustour, die sie zu den Kriegsschauplätzen am Westhoek bringt, an ihrem Hotel abgeholt. Auf der Flanders-Inside-out-Tour bekommen Sie einen deutschen Soldatenfriedhof in Langemark, den Tyne Cot Cemetry in Passendale, den Pool of Peace auf dem Kemmelberg, das Talbot House in Poperinge, verschiedene Schützengräben und das Passchendaele Museum zu sehen. Auf Anfrage können auch kanadische, australische, irische und amerikanische Gedenkstätten besucht werden.

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IN FLANDERS FIELDS MUSEUM YPERN Willkommen in diesem unvergesslichen interaktiven Museum über den

Ersten Weltkrieg. Keine trockene Aneinanderreihung von Fakten und Zahlen, sodern moderne Technik von Geräuscheffekten bis zu authentischen Filmausschnitten, welche die Geschichte fesselnd zum Leben erwecken und einen tiefen Eindruck hinterlassen. Als würden sie selbst im Schützengraben sitzen oder die verwüstende Zerstörung Ihrer Heimatstadt Ypern mit eigenen Augen sehen. Ein Museum, das man erlebt haben muss, um es zu glauben. ÖFFNUNGSZEITEN > Vom 1.4. bis 15.11.: täglich 10.00-18.00 Uhr; vom 16.11. bis 31.3.: Dienstag bis Sonntag, 10.00-17.00 Uhr (der Kartenverkauf endet 1 Stunde vor der Schließung); Museumsferien: die ersten drei Wochen nach den Weihnachtsferien PREIS > € 8,00; Jugendliche von 7 bis zu 25 Jahren: € 1,00; Kinder bis zu 6 Jahren: gratis; Tarif mit der Brugge City Card: € 5,50 INFO > Grote Markt 34, Ieper, Tel. +32 (0)57 23 92 20, www.inflandersfields.be

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AUF DEN SPUREN DES 1. WELTKRIEGS

bis zum ersten Dienstag nach Neujahr geschlossen. PREIS > € 8,00; 65+: € 7,00; Kinder bis zu 6 Jahren: gratis; Jugendliche bis zu 18 Jahren: € 5,00; Familienticket: € 19,50; Tarif mit der Brugge City Card: € 6,00 INFO > Gasthuisstraat 43, Poperinge, Tel. +32 (0)57 33 32 28, www.talbothouse.be

Sonstige

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TALBOT HOUSE POPERINGE Während der 1. Weltkriegs war das Talbot House das bekannteste Soldatenheim der britischen Armee. Während der gesamten Zeit ist das Haus in seinem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben. So ist der langgestreckte Garten noch immer eine Oase der Ruhe, wohl kann man heute in der restaurierten Concert Hall das lebensgroße Album „Das Leben hinter der Front“ anschauen. In dem historischen Konzertsaal kann man auch anhand einer Filmvorführung eine Concert Party anno 1917 miterleben. Als wäre man in die turbulenten Zeiten von damals zurückverstzt. ÖFFNUNGSZEITEN > Dienstag bis Sonntag 9.30-17.30 Uhr; vom 15.11. bis 14.02.: Dienstag bis Sonntag 13.00-17.00 Uhr; Einlass bis 16.30 Uhr; vom 22.12.

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CANADA POLAND WAR MUSEUM ADEGEM Wer sich ein Bild von Flandern während des 2. Weltkriegs machen will, sollte ins Canada Poland War Museum gehen. Anhand von nachgestellten Szenen u.a. aus der Schlacht um den Leopoldkanal und einer reich bestückten Sammlung von Fotos, Waffen und Uniformen bekommen Sie einen hervorragenden Eindruck davon, wie es damals zuging. ÖFFNUNGSZEITEN > Von April bis Oktober: Mittwoch bis Sonntag 10.00-18.00 Uhr; von November bis März: Mittwoch bis Sonntag 10.0012.00 Uhr PREIS > € 5,00; Kinder bis zu 5 Jahren: gratis; Tarif mit der Brugge City Card: € 4,00 INFO > Heulendonk 21, Adegem, Tel. +32 (0)50 71 06 66, www.canadamuseum.be

ZENTRUM RONDE VAN VLAANDEREN OUDENAARDE Dieses multifunktionelle Besucherzentrum ist vieles zugleich. Sowohl Erlebnismuseum als auch Ausstellungsraum, Filmvorführungsraum und Museumsshop, nicht zu vergessen die „Radrennfahrer-Brasserie“. Dank zahlreicher multimedialer Techniken werden Sie hier in einen Hauptdarsteller der Flandernrundfahrt verwandelt, am Empfang erhalten Sie darüber hinaus ausführliche Informationen über die Flämischen Ardennen, erschöpfte Fahrradtouristen können hier sogar duschen. ÖFFNUNGSZEITEN > Dienstag bis Sonntag 10.00-18.00 Uhr PREIS > € 7,00; 65+ und Studenten: € 5,00: Familienticket: € 15,00, Tarif mit der Brugge City Card: € 5,00 INFO > Markt 43, Oudenaarde, Tel. +32 (0)55 33 99 33, www.crvv.be, öffentliche Verkehrsmittel: ab Bahnhof Oudenaarde (Linie Gent-Sint-Pieters - Ronse) gibt es eine Busverbindung zum Markt.

KOLOPHON Dieses Verzeichnis ist eine Ausgabe von Toerisme Brugge. KONZEPT UND KOORDINATION > Bram De Vos, Uitgeverij Lannoo TEXTE > Sofie Allegaert, Jo Berten, Brugge Plus vzw, Rudi Collier, Pierre Darge, Toni De Coninck, Carine Decroos, Laurens De Keyzer, Annelies Delchambre, Bram De Vos, Dieter Dewulf, Noël Geirnaert, Kurt Götze, Geert Gruyaert, Evelien Vandenberghe, Ans Vanhoute, Geert Van der Speeten, Dirk Van Tieghem, Katelijne Vertongen ÜBERSETZUNG > Doris Grollman GESTALTUNG > Nele Reyniers, Uitgeverij Lannoo SATZ > Keppie & Keppie WIR DANKEN > West-Vlaamse Gidsenkring Brugge, Koninklijke Gidsenbond Brugge en West-Vlaanderen, S-wan vzw PHOTOGRAPHIE > Layla Aerts , Cel fotografie Stad Brugge, Jens Compernolle, Jan Darthet, Michel Decleer, Steven Decroos, Boudewijn Dehaene, Mieke De Jonghe, Daniël de Kievith, Daniël Devoldere, Diamantmuseum Brugge, Luk Eeckhout, Bart Grietens, In Flanders Fields Museum, Sankai Juku, Joris Luyten, Hugo Maertens, Musea Brugge, Johan Persson, Herman Sorgeloos, Kris Struyf, Tom Van Nuffel, Westtoer KARTOGRAPHIE > Johan Mahieu und Tatjana Matysik Dezember 2009. Toerisme Brugge haftet nicht für gegebenenfalls unrichtige Angaben; die Preise sind ohne Gewähr. VERANTWORLICHER HERAUSGEBER Dieter Dewulf, Postfach 744, B-8000 Brügge

PLAN BRÜGGE

Erhältlich in den Informationsbüros im Concertgebouw und im Bahnhof.

PRAKTISCHE INFORMATIONEN BANKAUTOMATEN DE POST > Markt 5 | Plan: E8 KBC > Steenstraat 38 | Plan: D9 FORTIS BANK > Simon Stevinplein 3 | Plan: D9 EUROPABANK > Vlamingstraat 13 | Plan: E8 STATION > Stationsplein | Plan: B13

KINOS » Programm: [Concertgebouw], ’t Zand » Alle Filme werden in Originalfassung gezeigt. » Siehe auch www.cinebel.be LUMIÈRE > Sint-Jakobsstraat 36 www.lumiere.be | Plan: D7 KINEPOLIS BRUGGE > Koning Albert I-laan 200 www.kinepolis.com/brugge | Plan: A14

INTERNET

WECHSELSTUBEN

» TELEBOUTIQUE ÖFFNUNGSZEITEN > Mo-Sa: 10.00-21.00 Uhr | So: 11.00-21.00 Uhr GESCHLOSSEN > Freitagnachmittag 14.00 bis 15.30 Uhr PREIS > pro Stunde € 3,00 ADRESSE > Ecke Langestraat-Predikherenstraat INFO > Tel. +32 (0)50 61 67 39 | Plan: G8 » SNUFFEL BACKPACKER HOSTEL PREIS > pro halbe Stunde € 1,00 ADRESSE > Ezelstraat 47-49 INFO > Tel. +32 (0)50 33 31 33 [email protected] | www.snuffel.be | Plan: D6 » BAUHAUS PREIS > die ersten 15 Minuten € 1,00 danach €/Minute 0,05 ADRESSE > Langestraat 145 INFO > Tel. +32 (0)50 34 10 93 | [email protected] | www.bauhaus.be | Plan: I7

GOFFIN CHANGE > Steenstraat 2 | Plan: E8 PILLEN R.W.J > Rozenhoedkaai 2 | Plan: F9

PARKMÖGLICHKEITEN In Brügge ist der Mensch das Maß der Dinge. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind von Ihrer Unterkunft aus zu Fuß zu erreichen. Damit die Altstadt attraktiv und zugänglich bleibt, ist das überirdische Parken in der Innenstadt zeitlich begrenzt (max. 4 Stunden in der blauen Zone und 2 Stunden in den Zonen mit Parkscheinautomat). Das Auto kann einfach in einer der Tiefgaragen abgestellt werden (max. 8,70 €/24 Std.). Der preiswerteste und größte Parkplatz befindet sich am Bahnhof. Dort bezahlen Sie 2,50 € pro Tag, Bustransfer mit dem Linienbus bis ins Zentrum inbegriffen. Die Busse fahren umsonst ins Stadtzentrum im Dreiminutentakt.

MESSEN UND GOTTESDIENSTE MARKTTAGE » BEGINENHOFKIRCHE > So: 9.30 Uhr » HEILIG-BLUTBASILIKA > So: 11.00 Uhr » HEILIGE FAMILIE > Sa: 17.30 Uhr » ST. MAGDALENA > So: 11.30 Uhr » LIEBFRAUENKIRCHE > Mo-Fr: 9.00 Uhr, Sa: 17.30 Uhr, So: 11.00 Uhr » KAPUZINERKIRCHE > Sa: 18.00 Uhr, So: 7.00 Uhr & 10.30 Uhr » ST. ANNA > So: 10.00 Uhr » ST. GILLIS (ÄGIDIUSKIRCHE) > So: 10.00 Uhr » ST. JAKOB > Sa: 18.30 Uhr » ST. SALVATORKATHEDRALE > Sa: 16.00 Uhr, So: 10.30 Uhr » ST. WALBURGAKIRCHE > So: 19.00 Uhr » ANGLIKANISCHER GOTTESDIENST (ENGLISCH) / Peterskapelle, Keersstraat 1 > So: 18.00 Uhr » VERENIGDE PROTESTANTSE KERK (VEREINIGTE PROTESTANTISCHE KIRCHE) / ’t Keerske, Keersstraat 1 > So: 10.00 Uhr » VRIJE EVANGELISCHE KERK (FREIE EVANGELISCHE KIRCHE) / Naaldenstraat 18 > So: 10.00 Uhr » ORTHODOXE KIRCHE / Ezelstraat 85 > So: 10.00 Uhr

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» MITTWOCHS > 8.00-13.00 Uhr | Markt | Nahrungsmittel & Blumen » SAMSTAGS > 8.00-13.00 Uhr | ’t Zand & Beursplein | Verschiedenes » SONNTAGS > 8.00-13.00 Uhr | Ten Briele, Sint-Michiels | Verschiedenes » DINSTAGS BIS SAMSTAGS > 8.00-13.00 Uhr | Vismarkt | Fisch » SAMSTAGS, SONNTAGS UND AN FEIERTAGEN > 15. März bis 15. November | 10.00-18.00 Uhr | Dijver | Floh- und Antiquitätenmarkt

MEDIZINISCHE HILFE » ÄRZTLICHER BEREITSCHAFTSDIENST 19.00-8.00 Uhr > Tel. +32 (0)78 15 15 90 » APOTHEKENNOTDIENST Tel. +32 (0)900 10 500 » NOTARZT UND UNFALLWAGEN > Tel. 100 » KRANKENHÄUSER A.Z. St.-Jan > Tel. +32 (0)50 45 21 11 St.-Lucas > Tel. +32 (0)50 36 91 11 St.-Franciscus Xaveriuskliniek > Tel. +32 (0)50 47 04 70 » VERGIFTUNGSZENTRALE > Tel. +32 (0)70 245 245

» PARKING CENTRUM-ZAND KAPAZITÄT > 1400 GEÖFFNET > So-Do: 07.00 - 01.00 Uhr, Fr - Sa: 24/24 TARIF > Tagespreis: max. 8,70 €/24 Std. parken | Abendtarif: max. 2,50 € ab 19.00 Uhr bis zur Schließung » PARKING CENTRUM-STATION KAPAZITÄT > 1500 GEÖFFNET > 24/7 TARIF > 0,50 € pro Stunde (max. 2,50 € für 24 Stunden)

BUS Während Ihres Aufenthalts können Sie die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Zwischen dem Bahnhof und dem Zentrum verkehrt ein Bus von De Lijn im Dreiminutentakt. Zudem gibt es die Stadtlinie 12 „Centrum - Station Bargeplein“, die in kurzen Zeitabständen zwischen den wichtigsten Haltestellen wie Markt (Plan E8), Biekorf (Plan E8), Bahnhof (Plan C13) und dem Katelijneparking (Plan E13) hin- und herpendelt. Auf den Stadtplan hinten in dieser Broschüre finden Sie eine praktische Übersicht aller Bushaltestellen.

FAHRKARTEN > Einzelfahrt: Vorverkauf 1,20 € | im Bus € 1,60 Tageskarte: Vorverkauf 5,00 € | im Bus € 6,00 VORVERKAUFSSTELLEN > Im Büro von De Lijn, vorne im Bahnhof [Concertgebouw], ’t Zand In verschiedenen Buchhandlungen im Zentrum INFO > www.delijn.be

TAXIS TAXISTÄNDE > Markt: Tel. +32 (0)50 33 44 44 Bahnhofsplatz: Tel. +32 (0)50 38 46 60

ANREISE NACH BRÜGGE » ANREISE MIT DEM ZUG » Mit dem Thalys: direkte Zugverbindung von Bremen, Frankfurt, Hannover nach Köln | Köln – Brügge in 3 Stunden. » Nur einmal umsteigen im Bahnhof Brüssel-Midi/Zuid wenn Sie von Amsterdam, Paris, Rotterdam, London und Luxembourg nach Brügge fahren. » Direkte Verbindungen nach Brügge gibt es aus Brüssel, Gent, Antwerpen und vielen anderen belgischen Städten. » ANREISE MIT DEM AUTO Ab Duisburg kommend aus Bremen/Hannover : Eindhoven (E34) - Antwerpen (E17) Gent (E40) – Brügge. » ANREISE MIT DEM FLUGZEUG » Via Brussels Airport: tägliche Flüge von 200 Zielen in 66 Ländern. Brügge ist einfach mit dem Zug erreichbar. Einmal umsteigen im Bahnhof Brüssel-Midi/Zuid. » Via Brussels-South-Charleroi-Airport: Mehrere Flüge pro Woche von Low-Cost Fluggesellschaften aus mehreren europäischen Ländern. Häufige Bus-und Zugverbindungen zwischen dem Flughafen und Brügge. Mehr Info: www.brugge.be/transport Die genauen Fahrpläne von Zug, Bus und Fähre finden Sie im Informationsbüro im Concertgebouw und im Bahnhof. 135

STRASSENVERZEICHNIS A

Boninvest

Diksmuidestraat

E3

Gerechtshof

Dirk Boutsstraat

C4

Gevangenisstraat

Dokwerkersstraat

I1

Gieterijstraat

H11

Driekoningenweg*

J8

Gistelse Steenweg*

I8

Hoornstraat

F9

Hortensiastraat

C6

Houthulststraat Hugo Losschaertstraat

A10

G7

Kazernevest

I9

Kreupelenstraat

B9

Mortierstraat

C8

H14

Keersstraat

E8

Krom Genthof

F6

Muntplein-Muntpoort

D8

C4

Kegelschoolstraat

B9

Krommestraat

G2

D6

Keizer Karelstraat

B6

Kroonstraat

B4

Muur Der Doodgeschotenen* I8

I12

Academiestraat

E7

Boomgaardstraat

G8

Driekroezenstraat

E11

D9

Hugo Verrieststraat

H7

Kelkstraat

F8

Kruisboogstraat*

Achiel Van Ackerplein

D6

Boterhuis

D7

Driezwanenstraat

G7

Gloribusstraat

C10

Huidenvettersplein

F9

Kemelstraat

D9

Kruisvest

Boudewijn Ostenstraat*

F7

Dudzeelse Steenweg

G1

Goezeputstraat

D10

Kersenboomstraat*

H8

Kruitenbergstraat

G9

C13

Kuipersstraat

E8

Kipstraat

E7

Kwekersstraat

I8

Klaverstraat

D5

18-Oktoberstraat Adriaan Willaertstraat

A10 E7

Albrecht Rodenbachstraat* H7 Altebijstraat Annuntiatenstraat Arsenaalstraat

J9 F5 E12

Artoisstraat

C9

Augustijnenrei

E6

Azijnstraat*

D6

Baliestraat Balsemboomstraat Balstraat Bapaumestraat

F9 B8

E

Breidelstraat

E8

Edestraat

Britse Kaai

F1

Edward De Denestraat* G13

Buiten Begijnenvest

Eekhoutpoort

F10

C13

Eekhoutstraat

F9

Buiten Boeverievest*

B11

Eiermarkt

Buiten Boninvest

H11

Eiland

H3

Elisabeth Zorghestraat

G6

Buiten Gentpoortvest

Emile Cousindok

F1

I8

Buiten Katelijnevest

H7

Buiten Kazernevest

J9

Engelsestraat

F7

Buiten Kruisvest

I6

Engelstraat

G9

I7

Burg

Baron Jos. Ryelandtstraat A5 Baron Ruzettelaan

F14

Baron Ruzettepark*

E3 J9

G12 F13

A9 F8

Burgstraat*

F8

C Calvariebergstraat

E. van ‘t Padstraat

G14 H12

Ezelpoort

C5

Ezelstraat

D6

Filips De Goedelaan

B6

C7

Filips Wielantstraat

H13

Fonteinstraat

B10

D11

Carmersstraat

G6

Cesar Gezellestraat

H12

B10

Chartreuseweg*

A14

Bevrijdingslaan

A7

Colettijnenstraat

Biddersstraat

E5

Collaert Mansionstraat

F5

Biezenstraat

D5

Cordoeaniersstraat

E8

Bilkske

H8

Coupure

Binnenweg*

G1

Biskajersplein

F7

B1

Blankenbergse Steenweg A2 Blekerijstraat

I11

Blekersstraat

G7

Blinde-Ezelstraat

F9

Bloedput

B7 H13 D5 B10 C8

136

E12

G9

D Dampoortstraat

J6

Damse Vaart-Zuid

I3

Daverlostraat

H12

De Garre*

E8

Delaplacestraat (Julius)

J6

De Tuintjes Dhoorestraat Diamantslijpersstraat Dijver

J4 I13 F10 E9

Fort Lapin

H2

Freren Fonteinstraat

G9

H9

Ganzenstraat

H9

Gapaardstraat

G10

Garenmarkt

F10

Garsoenstraat

C11

Geernaartstraat*

E8

Geerolfstraat

F9

Geerwijnstraat

D8

Geldmuntstraat

D8

Generaal Lemanlaan

I12

Genthof

F7

Gentpoortstraat

G11

Gentpoortvest

F12

Gerard Davidstraat

G5

Gouden-Boomstraat

B5

Gouden-Handrei

F6

Gouden-Handstraat

F6

Goudsmedenstraat Graaf Visartpark

F10 B6

Graaf De Mûelenaerelaan H2 Grauwwerkersstraat

D7

Greinschuurstraat

B9

Groenerei

G8

Groenestraat

C7

Groeninge

E10

Gruuthusestraat

E10

Guido Gezellelaan

B9

Guido Gezelleplein

E10

Guido Gezellewarande*

H7

Gulden-Peerdenstraat

I13

Gulden-Vlieslaan

C6

G. Vincke-Dujardinstraat* B4

C9

Haarhakkerstraat

H4

Hadewijchstraat

A4

H13

Hallestraat

E9

Hans Memlinglaan

A7

Havenstraat Heilige-Geeststraat

B10 G2 D10

Helmstraat

D8

Hemelrijk

H5

Hendrik Consciencelaan B10 Hendrik Waelputstraat

A2

Hertsbergestraat

F8

Hoedenmakersstraat

E6

Hoefi jzerlaan

B8

Hof Sebrechts

C8

Hoogste van Brugge Hoogstraat

I

C10 F8

Hoogstuk

H10

Hooistraat

H9

Ketsbruggestraat

Ieperstraat

E8

IJzerstraat

E3

Kleine H. Geeststraat*

J Jagerstraat*

A14

Jakobijnessenstraat

F11

Jakob van Ooststraat

E7

James Wealestraat

E4

Jan Blockxstraat

G12

Jan Boninstraat

D6

Jan Breydellaan

A8

Jan Miraelstraat

E6

Jan Moritoenstraat* Jan van Eyckplein

G13 F7

Jan van Ruusbroecstraat G13 Jasmijnstraat

H14

Jeruzalemstraat

G7

Joe Englishstraat

A4

Joost de Damhouderstr.

G7

Jozef Suvéestraat Jozef Wautersstraat*

Haanstraat

Hauwerstraat

G Ganzenplein*

Gotje

H

J14

Begijnhof

Bollaardstraat

Eugeen Van Oyestraat

I8

F

Camiel v/d Busschestraat C. v/d Walle de Ghelckestraat G14

Boeveriestraat

Esseboomstraat

F10

D12

Blokstraat

Emman. De Neckerstraat B5

F4

Begijnenvest

Bloemenstraat

D5

Buiten de Smedenpoort* A10

E13

Beursplein

Elf-Julistraat

E8 C12

F5

C10

Bargeweg

Bekeweg

J4

J7

Brugse-Mettenstraat*

Buiten Smedenvest*

Beenhouwersstraat

Gombertstraat (Nikolaas) D3

Brandstraat

E13

Beeldenmakersstraat

Dweersstraat C9

Braambergstraat

Bargeplein

Beaupréstraat

F11

Buiten de Dampoort*

B Bakkersstraat

Boudewijn Ravestraat

Giststraat

Julius Delaplacestraat

F9 A14 J6

Julius Dooghelaan

J5

Julius & M. Sabbestraat

F4

J. Van Praetstraat

J1

K

D10

Kleine Hertsbergestraat* G8 Kleine Hoedenmakersstr.* E6 Kleine Hoefi jzerstraat*

C9

Kleine Kuipersstraat

C8

Kleine Nieuwstraat

F5

Kleine Sint-Amandsstr.*

E8

Kleine Sint-Jansstraat Klokstraat

B8 B10

Kloostermuur

J5

Koetelwijk

H2

Kolenkaai

C3

Komvest

E3

Konfijtstraat

I9

Koning Albert I-laan

A13

Koningin Astridpark

G10

Koningin Elisabethlaan

D4

Koningstraat Koolbrandersstraat

F7 D10

Koolkerkse Steenweg

I2

Koolstuk

J5

Koopmansstraat

I8

Kopstraat

D8

Korte Blekersstraat*

G7

Kalkovenstraat

D6

Korte Raamstraat*

F6

Kammakersstraat

B9

Korte Riddersstraat

F7

Kandelaarstraat

G8

Korte Rijkepijndersstraat*

Kantwerkersplein*

H7

Kapelstraat

E5

Kardinaal Mercierstraat

C4

Karel Defl oustraat

A4

Karel de Stoutelaan

A6

Karel van Manderstraat

J5

Kartuizerinnenstraat

E9

Kartuizersstraat

J6

Kastanjeboomstraat

E10

Kasteelgeleed

B1

Katelijnestraat

E12

Katelijnevest

E12

H6 Korte Ropeerdstraat*

H6

Korte Sint-Annastraat

G7

Korte Speelmansstraat*

H6

Korte Sportstraat

J4

Korte Vuldersstraat Kortewinkel Korte Zilverstraat Koudemarkt Kraanplein

C10 E7 D8 F10 E7

Kraanrei*

E7

Krakeleweg

E1

I6

L Lane

B9

Lange Raamstraat

F6

Langerei

G4

Langestraat

H8

Lange Vesting

A9

Lauwerstraat

A5

L. De Potterstraat

J1

Leemputstraat

B9

Leestenburg

H4

Leeuwstraat

D7

Leffi ngestraat

G8

Leliestraat

H14

Lendestraat

D10

Leo van Geluwestraat

A2

Leopold I-laan

A5

Leopold II-laan

C3

Loppemstraat

E9

Louis Coiseaukaai

G1

Luikstraat

D3

M Maagdendal Maagdenstraat Maalse Steenweg

E5 B10 J8

Magdalenastraat

A11

Mallebergplaats

F8

Marcus Laurinstraat

J6

Mariastraat

E10

Maria van Bourgondiëlaan A6

N Naaldenstraat Neststraat Nieuwe Gentweg

D7 C8 F10

Nieuwstraat

E9

Nijverheidsstraat

I10

Niklaas Desparsstraat

E8

Nikolaas Gombertstraat

D3

Noord-Gistelhof Noordstraat

E6 E11

Noordzandstraat

D9

Noorweegse Kaai

I3

O Oliebaan O.-L.- V.-kerkhof-Zuid*

H5 E10

Ontvangersstraat

D8

Oostendse Steenweg

A1

Oosterlingenplein

F7

Oost-Gistelhof Oostmeers Oost-Proosse Oranjeboomstraat* Oude Burg Oude Gentweg

F6 D11 H4 D10 E9 F11

Oude Zak

C7

Oude Zomerstraat*

E9

P Paalstraat

B9

Palmstraat

D8

’t Pand Pandreitje Pannebekestraat Paradijsstraat Park

F10 F9 I1 I4 G9

Markt

E8

Meestraat

F8

Past. V. Haecke plantsoen* C6

Middelburgstraat*

F8

Pater Damiaanstraat

C7

Minderbroedersstraat

G9

Pathoekeweg

D1

G8

Paul Delvauxstraat

J1

Peerdenstraat

G8 H7

Minneboplein* Minnewater

E12

Moerkerkestraat

H9

Peperstraat

Moerkerkse Steenweg

J7

Peter Benoitlaan

A7

Moerstraat

D8

Peterseliestraat

H5

Molenmeers

G8

Philipstockstraat

E8

137

Pieter Pourbusstraat Pijpersstraat

E7

Sint-Claradreef

E4

Stoelstraat

D10

Sint-Clarastraat

E5

Stokersstraat

I7 G4

Wapenmakersstraat Weidestraat

F8

Pleinstraat

B1

Sint-Gillisdorpstraat*

F5

Stoofstraat

E10

Werfplein

D4

Poitevinstraat

D6

Sint-Gilliskerkhof

F6

Strostraat

G7

Werfstraat

D4

Potentestraat

A1

Sint-Gilliskerkstraat

F6

Sulferbergstraat

Pottenmakersstraat

D7

Sint-Gilliskoorstraat

F6

Potterierei

G4

Sint-Godelievedreef

J3

Predikherenrei

H9

Sint-Jakobsplein*

D7

Predikherenstraat

G8

Sint-Jakobsstraat

D8

Prinsenhof

D8

Sint-Jan in de Meers

Prins Albertstraat

J8

Sint-Jansdreef

A8

Prof. Dr. J. Sebrechtsstr. D12

Sint-Jansplein

F8

Sint-Jansstraat

F7

R Raamstraat

D6

Riddersstraat

F8

Rijkepijndersstraat

G6

Rijselstraat

A14

Robijnstraat

E7

Rode-Haanstraat

E7

Rodestraat

H7

Rolweg

H6

Rond den Heerdstraat

B1

Ronsaardbekestraat

H1

Roompotstraat

B7

Ropeerdstraat

G6

Rozemarijnstraat*

E8

Rozendal

C6

Rozenstraat Rozenhoedkaai Rubenslaan Rustenburgstraat

H14 F9 H13 A3

S Sasplein Schaarstraat

H3 G10

Scheepsdalelaan

B4

Schottinnenstraat*

F6

Schouwvegersstraat

B8

Schrijnwerkersstraat*

F7

Schrijversstraat

E6

Schuttersstraat*

D6

’s-Gravenstraat

G3

Simon Stevinplein

D9

Singel

A10

Sint-Amandsstraat

D8

Sint-Annakerkstraat

G7

Sint-Annaplein*

G7

Sint-Annarei

G7

Sint-Brunostraat

I8

C10

Sint-Jorisstraat

E6

Sint-Jozefsplein

H1

Sint-Katarinastraat Sint-Maartensbilk Sint-Maartensplein* Sint-Niklaasstraat Sint-Obrechtsstraat

G14 B10 F7 E9 C11

Sint-Pietersgroenestraat C1 Sint-Pieterskaai

C3

Sint-Pietersnoordstraat

B1

Sint-Pieterszuidstraat

C1

Sint-Salvatorskerkhof

D10

Sint-Salvatorskoorstraat D9 Sint-Walburgastraat

F8

Slachthuisstraat

B2

Sledestraat*

D6

Sluisstraat

F1

Smedenstraat

B9

Snaggaardstraat

H6

Spaanse Loskaai

E6

Spanjaardstraat

E7

Speelmansrei

C9

Speelmansstraat Speelpleinlaan

H6 J10

Spiegelrei

F7

Spinolarei

F7

Spoorwegstraat Sportstraat

B14 J5

E12

T Ter Pannestraat Ter Lake

E3 G14

Ter Looigemweg

H1

Timmermansstraat

H8

Torenbrug* Torhoutse Steenweg*

F6 A10

Tornooistraat*

B5

Tuiniersstraat

J5

Tuinstraat

H14

Twijnstraat

F8

’t Zand

C9

’t Zweerd*

G9

V

E6

Westmeers

C11

Wevershof*

D11 A3

Wijngaardplein

D11

Wijngaardstraat

E11

Wijnzakstraat Willemijnendreef

F7 G11

Witteleertouwersstraat

G9

Woensdagmarkt

F7

Wollestraat

E9

Wulfhagestraat

C8

Wulpenstraat

H3

Zakske

Vaartstraat

D2

Van Arteveldestraat

D1

Van Steenestraat

I13

Van Voldenstraat

B11

Veemarktstraat

C2

Veldmaarschalk Fochstr. D4 Veldstraat

A14

Venkelstraat

H7

Verbrand Nieuwland

H8

Verversdijk

G7

Vestingstraat

F13

Violierstraat

G10

Vismarkt Visspaanstraat

F12

Vizierstraat

H10

Vlamingdam

E5

Vlamingstraat

E8

Vrijdagmarkt

C10

Vrijheidstraat

G14

Vuldersreitje

I7

Vuldersstraat

H8

Stationslaan

A11

W

Stationsplein

C13

Waalsestraat

F9

Steenhouwersdijk

F9

Wagnerstraat

G12

Steenkaai

A3

Walplein

E11

Steenstraat

D9

Walstraat

E11

Sterstraat

F6

Walweinstraat Wantestraat

Zandstraat*

F3 G14

D7 A10

Zevensterrestraat

C9

Zilverstraat

D9

Zonnekemeers

D11

Zuidervaartje

J3

Zuidzandstraat

C9

Zeger Van Malestraat*

A6

Zuider Boomgaard

I14

Zwaluwenstraat

C3

Zwarteleertouwersstraat G9 Zwijnstraat

Zone mit beschränktem Verkehr

ÖFFENTLICHE ODER HALBÖFFENTLICHE GEBÄUDE

H10

01

Conzettbrücke

F8

01

C5

02

Stadttor-Ezelpoort

Städtisches Verwaltungszentrum ‘t Brugse Vrije

G11

03

Bruggemuseum Gentpoort

B10

02

Ausstellungsraum

E9

03

Europakolleg

E7

04

Genueser Loge (Saaihalle)

I8

04

Gerichtsgebäude

D10

07

Meeting Event & Congress Centre Oud Sint-Jan

Fußgänger- und Fahrradtunnel Kein Durchgangsverkehr D7

20

Bladelinhof

Einbahnverkehr E9

22

Watervliethof

Verkehr in beiden Richtungen

E7

24

Haus Ter Beurze

F9

12

Rathaus

Parkplatz

H4

25

BruggemuseumKoelewei-Mühle

B6

15

Hallenbad Jan Guilini

Parkplatz für Reisebusse

J7

26

StadttorKruispoort

Parkplatz für Wohnmobile

D13

27

Schießpulver-Turm

D11

01

Beginenhofkirche

Wohnmobilübernachtungsplatz

E7

28

Poortersloge (Staatsarchiv)

D10

02

Bistum

Bahnhof

D8

29

Prinzenhof

H6

03

Englisches Kloster

Zugangstraße oder -tor

E8

30

Propstei

G4

04

B9

E8

31

Provinziales Regierungsgebäude

F9

05

G10

06

H7

07

E8

08

B10

09

E9

10

C6

11

Haltestelle De Lijn

F9

G10

I7

F11

West-Gistelhof

Ringstraße mit Verkehr in beiden Richtungen

HISTORISCHE STÄTTEN UND SEHENSWÜRDIGKEITEN

Z

Stalijzerstraat

Stijn Streuvelsstraat

Werkhuisstraat

Wijnenburgstraat

LEGENDE

H14

Boote

I6

32

BruggemuseumSint-JanshuisMühle

B9

33

StadttorSmedenpoort

Pferdekutschen Sightseeing Line

RELIGIÖSE GEBÄUDE

Bankautomaten

(*befinden sich nicht auf der Kart)

C8

34

Spielmanskapelle

Boudewijn Seapark Brugge

F9

35

Fischmarkt

Stiftungshäuser

E13

36

Bargebrücke

Treffpunkt Führungen

F7

38

Zollhaus

Fahrradverleih

B11

40

Dumery-Glocke

Öffentliche Toilette Informationsbüros

138

139

Bischöfliches Priesterseminar Heilig-Blutbasilika HeiligeMagdalenakirche Jerusalemkirche Sint-Pieterskapelle (Vereinigte Protestantische Kirche & English Church) Kapuzinerkloster Militärkapelle (Kartäuserinnenkapelle) Ökumenische Kapelle

D6

12

G4

13

E10

14

D6

15

Unbeschuhte Karmeliter

A9

14

De Bond (Kulturhaus)

Liebfrauenkirche ter Potterie

D7

16

Filmtheater Lumière

Liebfrauenkirche

D4

Orthodoxe Kapelle (St.-Helena und Konstantin)

17

De Werf (Kulturhaus)

E11

18

Diamantmuseum

G1

19

Entrepôt (Jugend- und Kulturzentrum)

E10

20

Groeningemuseum

G4

37

Liebfrauenkirche ter PotterieHospitaalmuseum

F8

38

BruggemuseumRathaus

E8

39

BruggemuseumBelfried

F7

41

Choco-Story (Schokoladenmuseum)

G7

16

St.-Annakirche

F6

17

St.-Gilliskirche

B10

18

St.-Godelieveabtei

D7

19

St.-Jakobskirche

E10

21

St.-Salvatorkathedrale

Bruggemuseum Gruuthuse A14

44

Kinepolis Brugge

I6

22

Bruggemuseum Gezelle

E7

45

Pommes Frites Museum

Joseph Rylandt-Saal

E8

46

Dalí X-po Gallery

D10

F7

E7

B9

20

21

23

23

St.-Walburgis kirche Freie Evangelische Kirche Liebfrauenkapelle von Blindekens

KULTUR UND MUSEEN D10

01

BruggemuseumArchäologie

E10

02

Arentshuis

D11

03

Beginenhaus

E8

04

Bibliothek Biekorf

E8

06

E11 E11

C10

10 12

13

D6

23

H7

24

Spitzenzentrum

E10

25

Memling in Sint-Jan Hospitaalmuseum

H7

27

BruggemuseumHeimatmuseum

D8

29

Orgelsaal (Konservatorium)

C10

42

Forum+ [Concertgebouw]

F7

43

Lumina Domestica

PLAN ZENTRUM

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

S.142/143

1

1

2

2

S.44

3

3

4

4

5

5

6

6

S.34

S.144/145

S.24

7

8

7

8

MARKT

9

9

P

1434 Centrum 't Zand

Biekorftheater (Kulturhaus)

I6

31

F8

32

Concertgebouw (Konzertgebäude)

Stadtarchiv BruggemuseumBrügger Freie

E7

33

Stadttheater (Kulturhaus)

I7

35

Königliche Schützengilde vom St.-Georg

Bogardenkapelle Brauerei ‚De Halve Maan‘

Schützengilde St.-Sebastian

A11

36

Magdalena-Saal

Anerkannt rollstuhlgerecht

CITY CARD

CITY CARD

Mit der Brugge City Card: Eintritt frei

10

10

11

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Ein unentbehrlicher Führer, um Brügge zu entdecken • Drei stimmungsvolle Spaziergänge entlang Museen, Denkmälern, berühmten Orten und überraschenden Eckchen • Faszinierende Interviews mit namhaften Brüggekennern über das Brügger Welterbe, die alten flämischen Meister, Gastronomie, die Kulturstadt Brügge und Brügge als fahrradfreundliche Stadt • Eine Übersicht aller Sehenswürdigkeiten, Museen und Attraktionen mit einer kurzen Beschreibung und praktischen Informationen • Alles über die Brugge City Card, Ihren Sparpass für Brügge • Idyllische Orte rund um Brügge, mit dem Fahrrad zu entdecken • Ein Veranstaltungsplan mit den wichtigsten Ereignissen für 2010 mit einer Sonderbeilage über das Stadtfestival Brügge Zentral • Die schönsten Kneipen, Restaurants und Läden

Informationsbüros

Weitere Informationen

[Concertgebouw], ’t Zand Mo.-So.: 10.00-18.00 Uhr

Toerisme Brugge Postschlieβfach 744, B-8000 Brugge T +32(0)50 44 46 46 F +32(0)50 44 46 45 [email protected] www.brugge.be/tourismus

Bahnhof, Stationsplein Mo.-Fr.: 10.00-17.00 Uhr Sa.-So. 10.00-14.00 Uhr